Olympische Spiele

Mona McSharry erfüllt sich Lebenstraum in Tokio

Mona McSharry
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Am Sonntag wird es für Mona McSharry im Tokyo Aquatics Centre ernst.

Die Corona-Thematik macht die am Freitag eröffneten 32. Olympischen Sommerspiele zu ganz speziellen Spielen. Doch unabhängig davon ist Tokio 2021 für die mehr als 11 000 teilnehmenden Athletinnen und Athleten ohnehin etwas Besonderes – mit dem Start bei der größten globalen Sportveranstaltung erfüllt sich schließlich in aller Regel ein Lebenstraum. Auch für Mona McSharry: Die irische Schwimmerin, deren deutsche Mutter aus Meinerzhagen stammt, fiebert ihrer Olympia-Premiere entgegen.

Meinerzhagen - Selbige steht für die 20-Jährige am Sonntagmittag an, denn dann starten die Vorläufe über 100 Meter Brust. 1:06,29 Minuten lautet McSharrys Bestzeit in ihrer Paradedisziplin – Irischer Rekord, vor gerade einmal drei Monaten aufgestellt, und eine Vorleistung, die die junge Frau aus Sligo zu einer Kandidatin für den Endlauf macht.

Den Großteil ihrer Olympia-Vorbereitung hat die Junioren-Weltmeisterin von 2017 im US-amerikanischen Knoxville absolviert, wo sie seit 2020 als Sportstipendiatin an der dortigen University of Tennessee studiert. Keineswegs ein Nachteil, wie sie der größten Tageszeitung des Landes, dem „Irish Independent“, vor dem Abflug mit dem irischen Team gen Tokio verriet: „Das war vermutlich insofern gut, als ich so meinen kompletten Fokus aufs Training legen konnte.“

In Tokio führt Mona McSharry das mit neun Mitgliedern größte Aufgebot, das der irische Schwimmverband jemals zu Olympischen Spielen entsandt hat, an. Ein untrügliches Zeichen für die Qualitätssteigerung, die sich im Land von Hurling und Gaelic Football auf dem Sektor Leistungsschwimmen vollzogen hat. Vor allem perspektivisch schürt die junge Mannschaft – für acht Aktive sind es die ersten Spiele – Hoffnungen. Paris 2024 ist ein fester Bestandteil der weiteren Karriereplanung.

Aber zurück in die Gegenwart. Der Reigen der Vorläufe, die am Sonntag im Tokyo Aquatics Centre über 100 Meter Brust der Frauen anstehen, beginnt gemäß dem penibel getakteten Zeitplan um 12.34 Uhr deutscher Zeit; McSharry ist im fünften Vorlauf um 12.45 Uhr gefordert.

Entscheidungen fallen in der Nacht

Erreicht die Irin erwartungsgemäß das Halbfinale, muss ihre Familie am frühen Montag zu nachtschlafender Stunde Bettstatt gegen Fernsehsessel tauschen. Startschuss für den ersten Vorschlussrundenwettkampf ist nämlich um 10.50 Uhr Ortszeit – in Irland ist es dann erst 2.50, bei Monas Großeltern Ursel und Karlheinz Buchwald in Meinerzhagen 3.50 Uhr. Und auch vor dem 100-Meter-Brust-Finale wird bei den europäischen TV-Zuschauern der Wecker gefragt sein, denn dieses steigt am Dienstag um 4.17 Uhr deutscher Zeit.

Darüber hinaus hat Mona McSharry bei den Spielen in Fernost noch ein zweites Eisen im Feuer: Sie ist auch über 200 Meter Brust dabei, hält hier ebenfalls den irischen Landesrekord (2:25,92 min.). Die Startzeiten: Vorlauf am Mittwoch, 28. Juli, um 12.34 Uhr, Halbfinale tags darauf um 4.54 Uhr, Endlauf am Freitag, 30. Juli, um 3.41 Uhr.

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