FSV verspürt Lust auf dritten Pokalstreich

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Nach den Enttäuschungen in der Liga will FSV-Trainer Manuel Sander mit seinen Schützlingen im Westfalenpokal für Furore sorgen. Gegen den Oberligisten SV Lippstadt 08 gelten die Werdohler allerdings als krasser Underdog.

Werdohl - Manuel Sander spricht von einer „willkommenen Abwechslung“ und meint nicht die Kaltfront, die am Wochenende Schnee in den Kreis bringen soll. Nein, der 31-jährige Cheftrainer des Fußball-Landesligisten FSV Werdohl brennt förmlich auf das Westfalenpokal-Achtelfinale, das dem heimischen Branchenführer am Samstag (14.30 Uhr, Riesei) ein attraktives Heimspiel gegen den Oberligisten SV Lippstadt 08 beschert.

Nach Vorstellungen der Werdohler soll es den Tabellenvierten der Oberliga-Westfalen am Riesei ebenso eiskalt erwischen wie dessen Ligarivalen ASC 09 Dortmund im August. In der ersten Runde düpierten die Werdohler die Kicker aus der Bierstadt und zogen mit einem furiosen 4:1-Erfolg in die zweite Runde ein, in der auch Westfalia Wickede im Lennetal die Segel streichen musste. Mit 2:0 warfen die Sander-Schützlinge den Westfalenligisten am 8. Oktober aus dem Wettbewerb und mauserten sich so endgültig zum Pokal-Schrecken.

„Wir gehören jetzt zu den besten 16 Teams im Westfalenpokal und freuen uns sehr auf den SV Lippstadt. Die Jungs sind richtig heiß auf dieses Spiel und wollen den Zuschauern einen packenden Pokalfight liefern. Und für uns ist diese Partie eben auch eine willkommene Abwechslung von der Liga“, betont Manuel Sander, der bei aller Vorfreude auf das Pokalduell auf Verbandsebene die Prioritäten nicht verschieben will: „Unser oberstes Ziel ist und bleibt der Klassenerhalt. Mit Blick auf die nächsten wichtigen Aufgaben ist es daher gut, dass wir durch den Westfalenpokal an diesem Wochenende im Rhythmus bleiben.“

Trotz der bisherigen Überraschungen in diesem Wettbewerb geht der Landesliga-Vorletzte freilich als krasser Außenseiter ins Rennen gegen die Elf von Trainer Stefan Fröhlich. Der Cheftrainer des SV Lippstadt mischt mit seiner jungen Mannschaft in der Spitzengruppe der Oberliga mit, liegt nach Punkten (22 aus 13 Partien) mit den zweitplatzierten SF Siegen und dem SuS Neuenkirchen gleichauf. „Wir haben ein Regionalliga-taugliches Umfeld. Der Aufstieg ist aber keine Pflicht. Wir sind vielmehr sehr erfreut, dass es in dieser Saison bislang mit unserer sehr jungen Mannschaft so gut läuft“, sagt Stefan Fröhlich.

Der 30-Jährige zeigte sich am Freitag über die FSV Werdohl gut informiert und betonte, dass seine Mannschaft die Aufgabe am Riesei sehr ernst nehme. „Mein Co-Trainer hat Werdohl im Pokalspiel gegen den ASC 09 Dortmund gesehen, weil der ASC eine Woche später unser erster Gegner in der Meisterschaft war. Wir sind jedenfalls gut vorbereitet und wissen, was uns erwartet“, so Fröhlich. Der junge Coach der Lippstädter warnt seine Schützlinge vor Überheblichkeit, verlangt einen konzentrierten Auftritt und den Einzug ins Viertelfinale. „Der Westfalenpokal ermöglicht uns die große Chance, am DFB-Pokal teilzunehmen. Vor zwei Jahren ist uns das gelungen. Und wir wissen nach dem Erstrundenspiel gegen Bayer Leverkusen, was das für ein Erlebnis ist. Von daher nehmen wir den Westfalenpokal sehr ernst und wollen in diesem Wettbewerb auch überwintern“, so Fröhlich.

Die Reise nach Werdohl wird der Oberliga-Vierte aufgrund von verletzungsbedingten Ausfällen laut Stefan Fröhlich mit einem „kleinen Kader“ antreten. Und im Vergleich zum Ligaspiel am vergangenen Sonntag beim TuS Ennepetal (2:2) kündigte der 30-Jährige auch die eine oder andere Veränderung in seiner Startelf an.

Auf Leistungsträger verzichten muss allerdings auch Manuel Sander. „Grete, Tuz und Falk Fischer fallen verletzungsbedingt erneut aus“, erklärt der 31-Jährige, der dafür erstmals auf Neuzugang Emirjon Avdija zurückgreifen kann. „Er ist ein richtig guter Bursche, flink unterwegs und technisch gut veranlagt“, sagt Sander über den 20-jährigen Offensivallrounder aus Albanien, der ab Januar dann auch für Punktspiele spielberechtigt sein wird.

Apropos Offensive: „Wir wollen auch gegen Lippstadt mutig nach vorne spielen und uns nicht verstecken. Wir hoffen auf viele Zuschauer, denen wir am Riesei auch etwas bieten wollen“, so Manuel Sander.

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