Viele Unterschiede und eine aktuelle Gemeinsamkeit

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Dominic Luciano und die SG Schalksmühle-Halver treffen morgen auf die HSG Menden-Lendringsen und damit auf einen Gegner, der Trainer Matthias Grasediek zufolge „über den Gegenstoß brandgefährlich“ sei. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Der Rückrundenauftakt hat weder der SG Schalksmühle-Halver noch dem Nordkreis-Rivalen HSG Menden-Lendringsen gefallen. Die SGSH unterlag vor Wochenfrist bei der Ahlener SG 24:35, die Mendener zogen daheim gegen die HSE Hamm 26:34 den kürzeren. Im MK-Derby haben am Sonntag ab 17 Uhr am Löh also beide Nachbarn allen Grund, die Leistung aus dem ersten Rückspiel der Saison zurecht zu rücken.

Gleichwohl ist der verpatzte Rückrundenstart eine der wenigen Gemeinsamkeiten. Während die Gastgeber als Spitzenreiter trotz der Niederlage in Ahlen noch immer beste Karten haben, in die 3. Liga zurückzukehren (der Vorsprung auf den Rangzweiten Jöllenbeck beträgt noch immer drei Zähler), ist es für die HSG eine Saison des Übergangs und Abschieds. Tabellenachter ist das Team, das derzeit noch von Björn Wißuwa trainiert wird, im Sommer aber einen neuen Chef erhalten wird. Es geht nicht mehr um den Titel und wohl auch nicht wirklich gegen den Abstieg. Man kann das langweilig nennen. Wißuwa hat die vor ihm liegende Rückrunde in dieser Woche in der Mendener Presse als „schwierig“ bezeichnet.

Mathias Grasediek sagt, dass sich sein Team natürlich gegen diesen Gegner nichts erlauben dürfe. „Aber dass es schwer wird, das wissen wir alle“, ergänzt er. Es ist kein Spiel, in dem die SGSH einen Achten des Klassements unterschätzen würde. Nicht gegen Menden – und erst recht nicht nach diesem Spiel in Ahlen. „Am Montag hat die Mannschaft schon noch daran zu knacken gehabt, aber am Dienstag und Donnerstag haben wir gut trainiert“, sagt Grasediek und erwartet ein SGSH-Team, das heiß ist auf einen Sieg gegen Menden.

Da ist schließlich auch noch die Erinnerung ans Hinspiel. 35:35 endete es. Die Mendener denken daran lieber zurück als die SGSH, die den Sieg in der Schlussphase verschenkte. Das war es aber nicht allein. „Wir haben in Menden in keinem Abwehrsystem zu einer stabilen Leistung gefunden und Tobias Genau viel zu viel Platz gelassen“, erinnert sich der Trainer, „der Schlüssel zu einem Erfolg am Sonntag liegt in einer guten Abwehrleistung. Aber wir müssen auch vorne gegen die 5:1-Abwehr der HSG clever spielen. Mit Alexander Müller haben die Mendener einen Mann auf der Spitze, der gerne Bälle klaut. Und über den Gegenstoß ist Menden ohnehin brandgefährlich.“

Stabile Abwehr, geduldiger Angriff, gutes Rücklaufverhalten – so könnte es gehen gegen einen Gegner, der das Derby gewiss nicht abschenken wird. „Mir wäre lieber gewesen, wenn Schalksmühle dort gewonnen hätte“, hat Wißuwa der Mendener Presse gesagt, „aber vielleicht ist ein gewisser Grad von Verunsicherung noch da. Und das wollen wir dann gegebenenfalls ausnutzen.“ 100 Prozent seien dafür die Grundvoraussetzung, sagt Wißuwa.

So wird es wohl wieder einmal ein Kampfspiel zwischen den beiden Nachbarn. Das kann unterhaltsam sein. In der Vorsaison war Menden in Halver 40 Minuten lang das bessere Team und ging dann noch unerhört unter. Die SGSH hätte nichts dagegen, wenn es diesmal am Löh ähnlich käme. Noch lieber aber würde sie die Partie wohl von Beginn an dominieren – und so im zweiten Rückrundenspiel den direkten und schnellsten Weg zurück in die Erfolgsspur nehmen. ▪ Thomas Machatzke

SGSH: Skabeikis, Bungart - Stuhldreher, Feldmann, Gutmanis, Diehl, Krüger, Buff, Luciano, Hermann, Brauckmann, Burmeister, Oberste, Herzog

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