Schach auf NRW-Ebene

Oberliga-Finale findet statt, aber wahrscheinlich ohne Plettenberg

Schachspieler am Brett
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SvG-Kapitän Marc Schulze rechnet damit, dass die Plettenberger nicht zu den letzten beiden Saisonspielen antreten werden.

Der Schachbund NRW hat entschieden, dass die letzten beiden Runden der Saison 19/20/21 gespielt werden. Die SvG Plettenberg aber hat große Personalprobleme und erwägt, gar nicht erst anzutreten.

Plettenberg – Der Schachbund NRW hat am Samstag seine Entscheidung getroffen: In der NRW-Oberliga, den NRW-Ligen und den NRW-Klassen soll es an den nächsten beiden Wochenenden das Saisonfinale der um ein Jahr ausgedehnten Spielzeit 2019/20/21 geben.

Zwei Wochenenden, zwei Runden. Die Spieler, die ans Brett treten, müssen geimpft, genesen oder getestet sein. Eine Maske am Brett müssen sie nicht tragen. So weit der Plan.

Konkret bedeutet dies für den Oberligisten SvG Plettenberg, dass er am Samstag, 26. Juni, um 11 Uhr daheim gegen den Tabellenvorletzten SV Wattenscheid spielen müsste, außerdem am Sonntag, 4. Juli, um 11 Uhr beim Tabellenletzten SV Mülheim-Nord II.

Oberliga-Finale findet statt, aber wahrscheinlich ohne Plettenberg

Die Plettenberger belegen vor den letzten beiden Runden den sechsten Tabellenplatz, haben einen Punkt Vorsprung vor Wattenscheid und zwei Punkte vor Mülheim-Nord II.

Es wäre ein Finale im Zeichen des Kampfes um den Klassenerhalt, doch die Plettenberger überlegen, zu beiden Mannschaftskämpfen gar nicht erst anzutreten. „Im Moment sieht es so aus, als ob wir beide Spiele kampflos abgeben werden“, sagt Kapitän Marc Schulze, „wir bekommen wahrscheinlich keine Mannschaft zusammen.“

Analog-Schach in Zeiten der Pandemie bleibt schwierig: Die Niederländer Hans Klip und Jeroen Bosch müssten, wenn sie für Plettenberg spielen würde, nach ihrer Rückkehr in den Niederlanden eine Quarantäne fürchten. Deshalb käme ein Einsatz nicht in Frage, sagt Schulze.

Viertälerstädter freiwillig zurück in die NRW-Liga?

Auch der belgische IM Glen de Schampheleire ist für die Kämpfe keine Option, genausowenig Großmeister Gergely Szabo. Bisher haben Schulze nur GM Thorsten Michael Haub, FM Alex Browning und FM Aleksej Litwak zugesagt. Inklusive Schulze, der sehr gerne spielen würde, wären dies erst 50 Prozent einer möglichen Mannschaft. Aus der Reserve wird es wohl keine Hilfe geben – auch ein Schnelltest ist eine Hürde, die nicht jeder Aktive nehmen möchte.

Vor dem Hintergrund, dass die SvG Plettenberg ohnehin überlegt hat, in der neuen Saison nurmehr in der NRW-Liga an den Start zu gehen, also freiwillig aus der Oberliga abzusteigen, hätte das Auslassen des Saisonfinales einen sportlichen Abstieg zur Folge, den die Plettenberger ohnehin einkalkuliert haben.

Start im NRW-Viererpokal auf jeden Fall geplant

Angesichts des Großprojektes mit der Sanierung des Schachheimes in Böddinghausen, das im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ gefördert wird, hat der Verein für den Spielbetrieb nicht mehr so viele finanziellen Ressourcen, sodass von den Topspielern wohl nur Thorsten Michael Haub in Plettenberg bleiben wird. Dazu, so Schulze, komme, dass auch der Halveraner Alex Browning (Studium in London) nicht mehr zur Verfügung steht. Kurzum: In der NRW-Liga wird das neue Plettenberger Ensemble besser aufgehoben sein.

Analog-Schach soll es für die SvG allerdings trotzdem noch geben in diesem Sommer: Im Juli wird der NRW-Viererpokal ausgespielt, für den die SvG qualifziert ist. Dafür braucht Kapitän Schulze nur vier Aktive, hier dürfte er ein schlagkräftiges Team zusammenbekommen. „Darauf“, sagt Schulze, „freue ich mich schon. Dort werden wir auf jeden Fall antreten.“

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