Krimi ohne Happy End für TTC Altena

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Altenas Zelluloid-Artisten Peter Petrovics (rechts) und Ara Karakulak gewannen im „Endspiel“ gegen TB Burgsteinfurt zwar beide Doppel, für den Sieg und den Aufstieg in die Oberliga reichte das 8:8-Unentschieden aber nicht.

Steinfurt -  Was für ein Drama: In einem Tischtennis-Krimi erster Güte verpasste der TTC Altena haarscharf den Sprung in die neue eingleisige Oberliga West, beendete die Aufstiegsrelegation mit einem Sieg und einem Remis punktgleich mit Gastgeber TB Burgsteinfurt, der allein wegen des besseren Spielverhältnisses (17:9) die Nase haarscharf vor den Burgstädtern hatte (17:10). Für die bleibt als Trost die NRW-Liga.

Von Lars Schäfer

Das Tor zur Oberliga stand für den TTC am Sonntag weit offen, wurde aber in einem packenden „Endspiel“ gegen Burgsteinfurt doch noch direkt vor der Nase zugeschlagen. 7:5 führten die Altenaer in ihrem zweiten und entscheidenden Match des Wochenendes, das am Samstag mit einem 9:2-Erfolg gegen die TTU Bad Oeynhausen, dem Meister der Verbandsliga 1, begonnen hatte. Da Bad Oeynhausen aber zuvor mit 1:9 von Burgsteinfurt abgewatscht worden war, gingen die Burgstädter am Sonntag mit dem schlechteren Spielverhältnis in das alles entscheidende Duell gegen die Cracks des gastgebenden Turnerbundes. Im Klartext: Burgsteinfurt reichte ein Unentschieden, während der TTC-Express auch seine zweite Partie gewinnen musste.

Aus einem 3:5-Rückstand machten Tamas Hejj und TTC-Spitzenspieler Ara Karakulak jeweils mit glatten 3:0-Erfolgen ein 5:5. Da im Anschluss auch Alexander Bosliakov und Peter Petrovics an den Brettern zwei und drei die Oberhand behielten, war der Durchmarsch der Lennetaler schon in Reichweite. Doch Altmeister Wilfried Lieck, der schon sein erstes Einzel (1:3) sowie das Doppel an der Seite von Tamas Hejj im Entscheidungssatz verloren hatte, kam gegen Tim Beuing überhaupt nicht auf Touren und musste sich nach vier Durchgängen beugen.

Nun war es an Tamas Hejj, den so eminent wichtigen achten Punkt zu holen. Doch gegen Schwergewicht Sascha Beuing geriet der Ungar in Diensten des TTC schnell mit 0:2-Sätzen in Rückstand, ehe er sich im dritten Durchgang ins Match zurück biss und auf 1:2 verkürzte. Im vierten Satz bewies Hejj Nervenstärke, wehrte einen Matchball ab und rette sich tatsächlich noch mit 13:11 in den Entscheidungssatz. Was folgte war eine Nervenschlacht, die Sascha Beuing unter dem tosenden Applaus der rund 100 Zuschauer mit 11:9 zu seinen Gunsten entschied – 7:7.

Somit lag die Last des Gewinnenmüssens auf den Schultern von Anthony Cortese an Brett sechs. Der Altenaer erzwang nach 1:2-Rückstand ebenfalls den entscheidenden fünften Satz, in dem Hendrik Arning aber wieder ins Spiel fand, seinen ersten Matchball zum umjubelten achten Punkt verwandelte und somit den Aufstieg der Burgsteinfurter perfekt machte. Das abschließende Doppel, in dem Karakulak/Petrovics mit S. Beuing/Lüken kurzen Prozess machten und den 8:8-Endstand besorgten, war somit nur noch von statistischer Bedeutung.

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