Leichtathletik

Nur die LG Lüdenscheid hat im Kreis Veranstaltungen angemeldet

Sprinter im Nattenberg-Stadion
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Der Kehraus der LG Lüdenscheid war 2020 nur eine von zwei Veranstaltungen im Kreisgebiet.

Wie der Amateurfußball ruht die Leichtathletik in Westfalen, Westfalenmeisterschaften für alle Altersklassen sollen aber angeboten werden.

Kreisgebiet – Für die Amateurfußballer Westfalens ruht der Trainings- und Spielbetrieb, nicht anders sieht es – mit Ausnahme der Kaderathleten – für die Leichtathleten im Verbandsgebiet aus.

Der Wettkampf- und Meisterschaftsbetrieb wird weiterhin noch stark von der Entwicklung der Corona-Pandemie abhängen und eingeschränkt sein, deshalb kann das bisher übliche Angebot in diesem Sommer nicht durchgeführt werden. Die Verantwortlichen des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes (FLVW) wollen sich daher auf das noch Machbare konzentrieren.

Im Rahmen der Frühjahrstagung der Vorsitzenden der Kreis-Leichtathletik-Ausschüsse (VKLA) mit dem Verbands-Leichtathletik-Ausschuss (VLA) am Wochenende stimmten die Teilnehmer daher den Vorschlägen der Kommission Wettkampforganisation zu, dass für jede Altersgruppe aber zumindest noch eine Westfalenmeisterschaft stattfinden soll.

Nur die LG Lüdenscheid hat im Kreis Veranstaltungen angemeldet

Soweit die Vorgaben der Corona-Schutzverordnung das hergeben und die jeweils zuständigen Behörden es genehmigen, sollen 2021 folgende Landes-Titelkämpfe ausgeschrieben werden:

  • NRW-Meisterschaften („NRW open“) für Männer/Frauen am 16. Mai in Recklinghausen
  • FLVW-Jugendmeisterschaften (U20/18/16) am 5./6. Juni im Rahmen der Ruhr-Games in Bochum-Wattenscheid
  • Westfälische Mehrkampfmeisterschaften plus U16-Blockwettkampf am 12./13. Juni in Lage
  • Westfälische Seniorenmeisterschaften am 28. August in Bielefeld
  • NRW-Hammerwurfmeisterschaften, eventuell am 18. September in Olfen
  • FLVW-Mannschaftsmeisterschaften (U14 bis U18) am 25./26. September in Arnsberg-Neheim
  • im Oktober und November die Titelkämpfe im Halbmarathon und im Crosslauf

Dabei geht der Verband davon aus, dass zumindest die Wettkämpfe im ersten Halbjahr nur mit Schnelltests für alle Anwesenden durchführbar sein werden. Weil kurzfristig Verunsicherungen aufgetreten waren, wurde klargestellt, dass die Anmeldungen von Veranstaltungen der Vereine pragmatisch gehandhabt werden. Wenn ein Sportfest wegen Corona abgesagt werden muss, werden dem Veranstalter keine finanziellen Nachteile entstehen.

Und wie sieht es mit Sportfesten im Leichtathletik-Kreis Lüdenscheid aus? Die fielen schon im Vorjahr der Corona-Pandemie fast gänzlich zum Opfer, lediglich in der „Late Season“ Anfang Oktober richteten die LG Lüdenscheid und LG Halver-Schalksmühle mit dem Kehraus bzw. Stabhochsprung-Kehraus noch zwei Veranstaltungen aus. Ein überschaubares Programm.

„Ich gehe davon aus, dass es noch eine Weile dauern wird, bis etwas geht“, sieht es Gertraud Rüsch, im Kreis Lüdenscheid Wettkampfwartin und kommissarische Kampfrichter-Wartin in Personalunion, sowie Trainerin beim TV Wiblingwerde, momentan noch recht entspannt. So hat es eine Wettkampfwartetagung zwecks Terminplanung für die Sommersaison 2021 noch gar nicht gegeben, „als einziger Kreisverein“, sagt Rüsch, „hat die LG Lüdenscheid bis dato überhaupt Veranstaltungen angemeldet.“ Die für den 25. April geplante Bahneröffnung haben die Bergstädter mittlerweile aber wieder abgesagt, im Terminkalender verbleiben noch die Kreismeisterschaften und Kreisbestenkämpfe (12. Juni) und der Kehraus (19. September).

Problematik auch bei den Kampfrichtern

„Wir wollen jetzt erst einmal abwarten, was die Politik nach dem 18. April vorgibt, es macht in meinen Augen ja auch keinen Sinn, direkt Sportfest anzubieten, wenn es möglich wäre. Denn wer konnte denn in den letzten Monaten außer Mittel- und Langstrecklern, die die Möglichkeit hatten, auf die Straße oder in den Wald auszuweichen, auch nur halbwegs vernünftig trainieren?“, sagt Rüsch, „Sprinter, Werfer und Springer brauchen dann erst einmal eine gewisse Vorbereitungszeit, um überhaupt Wettkämpfe bestreiten zu können. Sonst sind doch Verletzungen programmiert.“

Dazu komme die Problematik der Kampfrichter. Es fehle an Nachwuchs. Rüsch: „Viele sind jenseits der 50 oder 60 Jahre alt. Und gerade bei den Älteren kann und muss man jeden verstehen, dass er, falls noch nicht geimpft, noch Vorbehalte und Ängste hat, seiner Tätigkeit bei Sportfesten nachzugehen. Von daher sehe ich für das erste Halbjahr noch schwarz, alles andere wird sich dann zeigen. Denn eins hat die Corona-Pandemie bis dato gezeigt: Mit irgendwelchen zeitlichen Prognosen sollte man sich lieber zurückhalten.“

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