STV hat noch „ein bisschen Hoffnung“

Leistungssprung: Die junge Lüdenscheiderin Jana Simroth ist beim Saisonfinale in der WTB-Verbandsliga am Samstag in Olpe an zwei Geräten für den Schalksmühler TV fest eingeplant. -  Foto: Machatzke

Schalksmühle - Es ist eine Premiere: Erstmals geht die normale Saison der Liga-Turnerinnen im Westfälischen Turnerbund erst nach der Sommerpause zu Ende – und zwar am ersten September-Wochenende in der Halle der Realschule in Olpe.

Die Verbandsliga-Turnerinnen des Schalksmühler TV eröffnen am Samstag ab 10 Uhr den Reigen der vier Liga-Wettkämpfe. „Doch, wir haben noch die Hoffnung“, sagt STV-Cheftrainer Jochen Gerlach, dessen Turnerinnen nach zwei der drei Verbandsliga-Wettkämpfe nur den siebten Rang belegen. Platz vier müsste es sein, um die Aufstiegsrelegation zur Oberliga zu erreichen. Ansonsten geht es am 24./25. Oktober in Kamen wieder in der Relegation gegen die vier besten Landesliga-Teams gegen den Abstieg.

Auch wenn sich der Weg von Platz sieben bis auf Platz vier eher utopisch anhört, ist die Hoffnung des STV nicht ganz unbegründet. Lässt man die Mannschaftspunkte außen vor und nimmt die Punkte, die die Turnerinnen in beiden Wettkämpfen erturnt haben, so wäre der STV in der Liga Vierter. Es war bislang keine schlechte, aber eine in Teilen unglückliche Saison.

„Trotzdem ist es natürlich eine Konstellation, die sehr kompliziert ist. Wir müssten Dritter oder Vierter werden und die vor uns liegenden Teams teilweise um zwei Plätze schlagen“, sagt Gerlach, „letztlich müssen wir turnen – wir sind gut vorbereitet und gehen zuversichtlich in den Wettkampf. Olpe und Siegen sind sportlich zu stark, aber bei allen anderen Teams hängt die Reihenfolge von der Tagesform ab. Mal sehen, was geht...“

Das STV-Team für den Samstag steht: Jana Simroth hat über die Sommermonate einen echten Leistungssprung gemacht – das vom TuS Grünewald zum STV gewechselte Talent soll neben dem Balken auch am Boden turnen. Für den kompletten Vierkampf sind trotz beruflich bedingten Trainingsengpasses Lina Chidick sowie Tingni Lu und Claudia Raczek eingeplant.

Raczek war beim Auftakt in Ibbenbüren der Pechvogel. Mit Raczek in Normalform hätte der STV schon dort die erste Tabellenhälfte erreicht. Mindestens am Sprung und am Barren ist Selma Zornic eingeplant, die auch an den übrigen Geräten aufrücken könnte. Nicht turnen wird Marie Eicker, die zuletzt beruflich bedingt wenig trainieren konnte. Für sie rückt am Boden Jana Simroth direkt am ersten Gerät des Samstags ins Team. Zum Kader in Olpe zählen außerdem Alina Kompert und Berenike Grau.

Wenn in der Verbandsliga am Samstagmittag die Teilnehmer für die Auf- und Abstiegsrelegation feststehen werden, folgt am Nachmittag der Wettkampf der WTB-Oberliga. Mit einem Rumpfteam tritt der VfL Kamen mit der Lüdenscheiderin Madeleine Owen um 14 Uhr an. Die Chancen für den NRW-Liga-Absteiger, vom sechsten Platz auf Rang vier zu klettern und so der Abstiegsrelegation aus dem Weg zu gehen, sind gering. Gleich drei Stammturnerinnen fehlen dem VfL. Madeleine Owen wird nach guter Vorbereitung den kompletten Vierkampf turnen und ihn auch als Vorbereitung auf die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften, die am 19. September in Eutin stattfinden, nutzen.

Liga-Reform im Jahr 2016

Während sich die Liga-Turnerinnen aktuell auf das letzte Liga-Wochenende in Olpe und die Relegation in Kamen einstimmen, hat der Westfälische Turnerbund fürs Jahr 2016 eine Liga-Reform auf den Weg gebracht, die einen deutlichen Einschnitt bedeutet. Die Teams aus Westfalen werden sich aus der NRW-Liga komplett zurückziehen und den Wettkampfbetrieb in den WTB-Grenzen alleine aufziehen. Konkret bedeutet dies für 2016: In der WTB-Oberliga werden zwölf Teams turnen, von denen sich acht für die Oberliga 2017 qualifizieren.

In den übrigen Klassen werden je acht Mannschaften starten. Die Verbandsliga 2017 setzt sich aus den Oberligisten neun bis zwölf und den besten vier Verbandsligisten 2016 zusammen, die Landesliga 1 entsprechend aus den vier Verbandsliga-Absteigern und den vier besten Landesligisten. Eine Relegation soll es nur noch für die Landesliga 2 geben. Hier sollen neben den letzten vier Teams der Landesliga 1 und den beiden besten Teams der Landesliga 2 aus 2016 im Jahr 2017 auch zwei Aufsteiger aus den Gauen aufgenommen werden. Es sind die einzigen beiden Aufsteiger des Jahres im WTB-Bereich, in dem es zum Beispiel einen Weg von der Verbands- in die Oberliga definitiv für ein Jahr nicht geben wird.

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