Nur neun Sekunden fehlen Roosters zu drei Punkten

Gegen den ERC Ingolstadt gaben die Sauerländer am Freitagabend in den letzten Sekunden den Sieg noch aus der Hand und mussten sich im Penaltyschießen geschlagen geben. -  Foto: Jentzsch

Iserlohn - Die Iserlohn Roosters führen bis neun Sekunden vor dem Ende gegen den Deutschen Meister aus Ingolstadt und unterlagen doch nach Penaltyschießen mit 3:4. Sonntag kommt es damit zum „Playoff-Endspiel“ gegen die Berliner Eisbären. In der O2-World müssen die Sauerländer im Fernduell mit Wolfsburg punkten.

Von Mirko Heintz

Die ersten 20 Minuten begeisterten die Fans am Seilersee und das nicht nur, weil die eigene Mannschaft mit 2:1 führte. Die Sauerländer waren die bessere Mannschaft, hatten durch Whitmore und Dupont zwei hervorragende Chancen, und lagen in Überzahl – aus dem Nichts – durch Hahn in Rückstand, So mussten die Blau-Weißen wieder einem Rückstand hinterherlief – diesmal aber nur für 56 Sekunden. Button hämmerte die Scheibe ins Tor. Es sollte nicht der letzte Schlag der Roosters gewesen sein, die unmittelbar nach Wiederbeginn dank Macek auf 2:1 erhöhten.

Die Gäste waren die bessere Mannschaft im Mitteldrittel. Mit Ausnahme von fünf, sechs Minuten bestimmte das Team von Larry Hurras das Spielgeschehen, was am Feintuning der Roosters lag. Immer seltener brachten die Gastgeber die Scheibe tief ins gegnerische Drittel, immer öfter hatte der IEC Probleme. Das lag letztlich auch an der Laufbereitschaft, die nicht ganz so groß schien, wie zu Beginn der Partie. Dennoch verbuchten die Sauerländer in Ihrer Druckphase die zwischenzeitliche 3:1-Führung, weil Bassen und Blank einen 3:2-Konter wunderbar ausspielten, Connolly vors Tor brachten, der Pielmeier keine Chance ließ (30.). Ingolstadt Anschlusstor, ein Treffer mit Ansage. Zwei Mal hatten die Roosters die Chance den Puck aus der eigenen Zone zu bringen, zwei Mal schafften sie es nicht, so dass Ex-Rooster Brooks Danke sagte und sein Team zurück ins Spiel brachte (37.).

Im Schlussabschnitt blieb ein frühes Powerplay der Sauerländer ungenutzt, dazu hatte Macek Pech mit einem Pfostenschuss. Die Sauerländer arbeiteten sich wieder auf Augenhöhe des amtierenden Meisters,schafften es einzig nicht eine ihrer hochkarätigen Gelegenheiten in das 4:2 umzumünzen ( Whitmore). So kämpften sich die Roosters in die letzten Minuten, brachten Sekunde um Sekunde von der Uhr, doch als Pielmeier vom Eis ging trafen die Gäste per schlagschuss von der blauen Linie. Overtime. Die blieb torlos, so dass ein Penaltyschießen die Entscheidung bringen musste. Nach drei Runden und Treffern von Whitmore und Petersen stand es 2:2. Dann verpasste Whitmore, Ross gewann überwand Dshunussow, aus den erhofften drei Zählern war nur noch einer geworden. - MiHei

Roosters: Dshunussow – Sullivan, Liwing; Jares, Lavallée; Orendorz, Teubert; Danielsmeier – York, Whitmore, Petersen; Raedeke, Sylvester, Macek; Bassen, Connolly, Blank; Dupont, Button

ERC: Pielmeier – Köppchen, Picard; Kohl, Brocklehurst; Friesen, Schopper; Wagner – Buck, Taticek, MacMurchy; Hahn, Davidek, Greilinger; Ross, Boucher, Brooks; Hager, Gawlik; Szwez

Schiedsrichter: Piechaczek (Landsberg), Oswald (Bad Wörrishofen)

Tore: 0:1 (15:06) Hahn (Kohl/4:5), 1:1 (15:56) Button (York, Whitmore/5:4), 2:1 (16:06) Macek (Orendorz, Dupont), 3:1 (29:34) Connolly (Bassen, Blank), 3:2 (36:31) Brooks (Picard), 3:3 (59:51) Taticek (MacMurchy, Buck/EA),

Strafen: Roosters: 6; ERC: 12

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