Neuer Handballverein: Sport Union Altena gegründet

+
Nach der Gründung der Sport Union Altena wird die Handballabteilung des VfB Altena, hier eine Spielszene von den traditionsreichen Handballtagen, ab der kommenden Saison keine eigene Nachwuchsabteilung mehr haben.

Altena - In der Burgstadt gibt es einen neuen Handballverein. Nach der gescheiterten Jugendspielgemeinschaft (JSG) zwischen den Handballabteilungen des VfB Altena und der TS Evingsen wurde in der Gaststätte Pilling von 14 Gründungsmitgliedern die Sport Union Altena aus der Taufe gehoben.

Von Lars Schäfer

Der neue Verein, an dessen Spitze der ehemalige TSE-Jugendleiter Dirk Priestersbach steht, wurde notariell beglaubigt, die Eintragung ins Vereinsregister läuft.

Lesen Sie zum Thema auch:

- Handball-Spielgemeinschaft von VfB und TSE vom Tisch

„Wir wollen bereits zur Saison 2015/16 mit den Jugendmannschaften am Spielbetrieb teilnehmen“, betonte Peter Fischer im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Jugendleiter des VfB Altena wurde bei der Gründungsversammlung der Sport Union Altena zu dessen Jugendleiter gewählt.

Zudem teilte Fischer mit, dass der neue Verein „mittelfristig eine Seniorenabteilung stellen“ und die Früchte der eigenen Arbeit somit selbst ernten möchte.

Zum Vorsitzenden der Sport Union wurde Dirk Priestersbach gewählt, der nach Bekanntwerden der Neugründung eines weiteren Handballvereins in der Burgstadt vor rund zwei Wochen vom Abteilungsvorstand der Turnerschaft Evingsen per E-Mail von seiner Funktionärstätigkeit als Jugendleiter entbunden wurde.

Stellvertretender Vorsitzender ist mit Detlef Peisert ebenfalls ein ehemaliger Funktionär der TSE-Handballabteilung. Aus den Reihen des VfB Altena stammen bei der neuen Sport Union die gewählten Christian Coordt (Geschäftsführer), Andreas Gorwa (Finanzen) und Peter Fischer (Jugendleiter).

Ziel des Vorstandes der Sport Union ist es, zur neuen Saison möglichst in allen Altersklassen Jugendmannschaften an den Start zu bringen. Um den Eltern, deren Nachwuchs derzeit entweder beim VfB oder bei der TSE ihrem Sport nachgehen, das Konzept des neuen Vereins vorzustellen, lädt der Vorstand der Sport Union für den kommenden Freitag, 13. Februar, in die Sauerlandhalle ein.

Dort wird sich die Führungsriege ab 16.30 Uhr zunächst vorstellen, das sportliche Konzept präsentieren und laut Peter Fischer auch „Rede und Antwort“ auf die Fragen der Elternschaft stehen. Auch die Kinder und Jugendlichen selbst sowie Interessierte, die weder beim VfB oder der TSE Handball spielen, sind zu dieser Infoveranstaltung eingeladen.

Auf einem Flyer der Sport Union, die die Vereinsfarben schwarz und grün haben wird, wirbt der neue Verein für eine Teilnahme am 13. Februar.

„Wenn Du Spaß an Handball und Spaß an Gemeinschaft im Verein hast, dann bist Du bei uns genau richtig. Unter dem Motto: Ich für Dich und Du für mich bieten wir Handballsport für alle Kinder und Jugendliche an! Unser Ziel ist es, den Handballsport im Kinder- und Jugendbereich zu fördern“, heißt es auf dem unserer Zeitung vorliegenden Flyer.

Wie Peter Fischer betonte, strebe die Sport Union Altena Kooperationen mit heimischen Schulen an. Zudem sei die Qualifizierung der Trainer dem neuen Klub enorm wichtig.

Vorsitzender Dirk Priestersbach ergänzte, dass die Sport Union außerdem für Kooperationen mit dem VfB und der TSE bereit wäre. „In welcher Form, wird man dann sehen müssen“, so Priestersbach.

Während der Vorstand der Sport Union Altena seine Planungen vorantreibt, hat sich der Abteilungsvorstand der TS Evingsen am Donnerstagabend entschieden, weiterhin eigene Jugendarbeit zu betreiben.

„Wir haben beschlossen, weiterzumachen. Eine F-Jugend für die kommende Saison ist gesichert. Außerdem versuchen wir, eine E-Jugend zu melden“, sagte Abteilungsvorsitzender Klaus Druskus auf Nachfrage.

Nach der Trennung von Dirk Priestersbach sind die Verantwortlichen der TSE-Handballabteilung auf der Suche nach einem Jugendleiter schnell fündig geworden. Timo Manke hat die Jugendleitung kommissarisch bis zur Jahreshauptversammlung der Abteilung am 12. März übernommen.

Klaus Druskus ist guter Dinge, dass Manke dieses Amt auch nach der Versammlung bekleiden wird. Frank Krämer, Vorsitzender der VfB-Handballabteilung, bestätigte am Freitag auf Nachfrage nochmals seine Aussage vom 21. Januar, dass es im Lager der Blau-Weißen nach dem Ende der laufenden Saison keine eigene Jugendabteilung mehr geben werde.

„Wenn überhaupt, unterstützen wir den neuen Verein. Wir werden aber entgegen einiger Gerüchte auch zukünftig weiterhin eine eigene Seniorenabteilung haben“, so Krämer.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare