Vorstand der Sport Union stellt Konzept vor

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Der Vorstand der Sport Union stellte sich und die Ziele des Vereins vor (von links): Dirk Priestersbach (Vorsitzender), Christian Coordt (Geschäftsführer), Peter Fischer (Jugendleiter), Andreas Gorwa (Schatzmeister) und Detlef Peisert (2. Vorsitzender).

Altena - Gute Stimmung bei der Sport Union Altena: Zum ersten Mal nach der Vereinsgründung am 22. Januar präsentierte der Vorstand des neuen Handballvereins am Freitag bei einer Informationsveranstaltung in der gut besuchten Sauerlandhalle sich und die Ziele des Vereins der Öffentlichkeit.

Von Lars Schäfer

„Wir haben ein ganz spannendes, sehr gutes Projekt vor uns. Das Hauptziel ist, den Jugendhandball in Altena zu fördern“, sagte Jugendleiter Peter Fischer nach einer kurzen, einleitenden Vorstellungsrunde des Vorstands, der den Eltern und Kindern in Person des 2. Vorsitzenden Detlef Peisert im Anschluss das Konzept der Sport Union präsentierte. „Wir wollen den Spaß am Sport, das Sozialverhalten und die Freundschaften fördern. Und wir möchten die sportliche Förderung der Kinder und erst dann den Leistungsgedanken in den Vordergrund stellen“, sagte Peisert. Die Sport Union wolle eine breite Basis schaffen, um „kontinuierlich in jedem Jahrgang, von der F- bis zur A-Jugend, mindestens eine Mannschaft zu bilden“.

Zur Saison 2015/16 will der neue Handballverein bereits mit möglichst vielen Mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen. „Mit wie vielen Teams wir tatsächlich starten werden, ist momentan reine Spekulation. Ende März wird aber erkennbar sein, wie viele Mannschaften wir im ersten Jahr melden werden“, sagte Peter Fischer auf Nachfrage aus dem Publikum.

Der 55-Jährige, der derzeit auch noch das Amt des Jugendleiters in der Handballabteilung des VfB Altena inne hat, betonte zudem, dass die bestehenden Jugendmannschaften des VfB in den neuen Verein übergehen und der Vorstand der VfB-Handballer die Jugendarbeit der Sport Union unterstützen werde. Das bestätigte im Nachgang der Veranstaltung auch Frank Krämer im Gespräch mit unserer Zeitung. „Es macht keinen Sinn, dass wir uns dagegen wehren“, sagte der Abteilungsvorsitzende des VfB, der zum Ende der laufenden Saison keine eigene Jugendarbeit mehr betreiben wird. Krämer betonte aber auch, dass er sich statt eines neuen Handballvereins lieber eine Jugendspielgemeinschaft (JSG) von VfB Altena und TS Evingsen, die bekanntlich weiter eine eigene Nachwuchsarbeit betreiben wird, gewünscht hätte. Und auf diese geplatzte JSG ging der Vorstand der Sport Union am Freitag auch ein. „Wir alle hatten am Anfang nur einen einzigen Gedanken: das Zustandekommen einer Jugendspielgemeinschaft. Aber es wurde uns so schwer gemacht und vorliegende Verträge geändert, dass eine JSG für uns nicht tragbar war. Deswegen der Plan B: ein neuer Verein“, sagte Detlef Peisert noch vor der Vorstellung des Konzeptes der Sport Union.

Wesentlich konkreter wurde im späteren Verlauf der Veranstaltung Jugendleiter Peter Fischer auf Nachfrage aus dem Publikum. „Die Jugendvorstände von VfB und TSE waren sich über eine JSG einig. Wir haben uns Ende August Musterverträge zur Gründung einer JSG vom Handball-Verband Baden-Württemberg besorgt. Diese Musterverträge sind meines Wissens den Vorständen der TSE und des VfB zugestellt worden“, so Fischer. Der VfB-Vorstand habe diesem Vertrag bis auf kleine Details auch zugestimmt, seitens der TSE-Abteilung sei dieser Vertrag aber „zusammengestrichen“ worden. „Die TSE hat aus diesem Vertrag eine Vereinbarung gemacht. Das war so nicht mehr akzeptabel. Aus unserer Sicht wäre eine JSG vollkommen handlungsunfähig gewesen“, so Fischer. Es sei von der Idee einer JSG bis zum letztendlichen Scheitern unnötig viel Zeit verstrichen. Dabei habe es sogar Planungen gegeben, die JSG schon im Rahmen des Bezirksliga-Derbys zwischen VfB und TSE am 22. November 2014 der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dazu kam es bekanntlich nicht. Daher sei kurz vor Weihnachten bei den Jugendvorständen beider Lager der Entschluss getroffen worden, einen anderen Weg zu gehen und einen neuen Verein zu gründen. Fischer: „Anfang Januar waren die Würfel schon gefallen.“

Der Vorstand der Sport Union, der laut Fischer „in die Vereinssatzung eine Jugendordnung eingebracht“ hat, hat im ersten Jahr im Kinder- und Jugendbereich einen Jahresbeitrag von einem Euro festgesetzt. Ab dem zweiten Jahr ist dann der reguläre Beitrag zu zahlen. In diesem Zusammenhang verdeutlichte Detlef Peisert, dass es im Umfeld der Sport Union „Leute gibt, die bereit sind, Geld zu spenden oder einen Sponsoringvertrag zu unterzeichnen“, so dass der Start auch finanziell zu stemmen sei. Zudem soll Ende diesen Monats die vereinseigene Homepage (www.sportunion-altena.de) „scharf“ geschaltet werden.

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