Tischtennis

Nils Maiworm verlässt den TTC Altena

Nils Maiworm
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Fünf Jahre lang trug der Neuenrader Nils Maiworm das Trikot des TTC Altena. Ab dem Sommer wird er für den TTV Neheim-Hüsten in der NRW-Liga aufschlagen.

In gut einer Woche wird der TTC Altena wissen, wohin die Reise geht. Für den 16. April hat der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) die Mitteilung angekündigt, in welcher Liga die Burgstädter künftig aufschlagen dürfen. Tags zuvor, am 15. April, endet die Bewerbungsfrist um einen Freiplatz in der 3. Bundesliga Nord. Die Altenaer, bislang in der Regionalliga West ansässig, haben ihre Unterlagen Mitte März beim DTTB in Frankfurt eingereicht, warten jetzt ab und müssen noch zweigleisig planen.

Altena - Weder ist die Zahl eventueller Freiplätze in der 3. Liga genau bekannt, noch weiß man, wie viele Vereine sich noch zu einer Bewerbung entschließen. Patrick Festel, Spielleiter der 2. und 3. Bundesligen der Herren und Koordinator für die Regional- und Oberligen, hat in seiner Amtszeit schon einiges erlebt – kurzfristige Bewerbungen seien da nie auszuschließen.

Lukas Bosbach nach Velbert

Die Teilnahmeverzichte der Drittligisten TTC Fulda-Maberzell II und SV Siek sind zwar von Vereinsseite bestätigt, die Gerüchte um den TTC Champions Düsseldorf (Rückzug in die Oberliga?) bleiben aber weiterhin nur Gerüchte. Und beim SV Union Velbert steht inzwischen fest, dass die Niederberger mit zwei Teams in die 3. Liga weitermachen werden. Dem DTTB wurde die Teilnahmebestätigung für beide Teams zugesandt und sogleich der erste Neuzugang für die Spielzeit 2021/22 vorgestellt. Es ist der Ex-Altenaer Lukas Bosbach, der damit den Regionalligisten TG Neuss nach nur einer Saison wieder verlässt. Der 18-Jährige soll bei den Nevigesern in der dritten Mannschaft (Verbandsliga) und im zweiten Team in der 3. Liga zum Einsatz kommen.

Sollte der TTC Altena in die 3. Bundesliga nachrücken dürfen, könnte es also ein Wiedersehen mit Bosbach geben – dann aber nicht mehr für Nils Maiworm. Der 21-jährige Neuenrader hat sowohl Spielertrainer Teo Yordanov als auch dem TTC-Vorsitzenden Ralf Springob vor Ostern mitgeteilt, dass er den Verein nach fünf Jahren verlassen wird. Maiworm will sportlich etwas kürzertreten und schließt sich dem NRW-Ligisten TTV Neheim-Hüsten an. Der Wechsel ist inzwischen bereits vollzogen worden.

„Rein sportlich hätte ich ihm auch die 3. Bundesliga zugetraut“, ist Ralf Springob überzeugt, dass der Westdeutsche Jugendmeister von 2016 durchaus das Rüstzeug dafür hätte, noch Fortschritte zu machen. Doch Nils Maiworm, der als Fünfjähriger einst von Berni Vossebein entdeckt wurde und 2016 von den TTF Bönen zum damaligen Oberligisten nach Altena gekommen war, hat sich anders entschieden. „Er geht auch nicht mit Gram, sondern will seiner Ausbildung im Gesundheitswesen den Vorrang geben“, weiß Springob und hat die Entscheidung Maiworms ebenso wie Teo Yordanov akzeptiert, zumal der Neuenrader, der im Sommer 2020 am Placida-Viel-Berufskolleg in Menden seine Abiturprüfung ablegte, signalisiert hat, gern auch weiterhin in Altena am Training teilnehmen zu wollen.

Zum TTV Neheim-Hüsten hatte sich aus ähnlichen Gründen wie jetzt Maiworm 2020 auch Bastian Steeg orientiert. Der 17-Jährige aus Ense hatte zuvor für den TTC Altena in der Regionalliga einen vielversprechenden Start hingelegt, stellte sein Engagement im Tischtennis dann aber hinter die schulische Ausbildung zurück.

Der TTV Neheim-Hüsten, Nils Maiworms künftiger Verein, spielte 2013 noch in der Bezirksliga, ist seither dreimal aufgestiegen und hat sich dabei durchaus namhaft verstärkt. Neben Steeg kam zur Saison 20/21 auch das Lippstädter Talent Marius Göbel, im unteren Paarkreuz spielt der langjährige Letmather Spitzenspieler Tadeusz Dybiec, den die Arnsberger vom TuS Sundern an die Ruhr lockten.

Das Niveau wird steigen

Für den TTC Altena bedeutet der Abgang von Maiworm, dass die Suche nach Neuzugängen, egal ob für die Regionalliga oder die 3. Bundesliga, intensiviert werden muss, zumal auch der Bulgare Stefan Todorov bereits seinen Abschied angekündigt hatte. In beiden Klassen wird mit Viererteams gespielt – für die Regionalliga in der Saison 21/22 eine Premiere. Ein Vorteil ist dies bei der Planung aber nur bedingt, weil das Niveau in der 3. Liga natürlich ein anderes ist als in der Regionalliga. Doch auch letztere dürfte sich 2021/22 durch den Wegfall des dritten Paarkreuzes deutlich stärker präsentieren. Statt 66 wird es nur noch 44 Stammspieler geben – entsprechend groß ist das Gerangel um einen Platz im Team.

Aaron Slanina kommt

Nachdem er bereits im August 2020 als Gast am Trainingslager des TTC Altena teilgenommen hatte, hat sich Aaron Slanina (21) jetzt entschlossen, zu den Burgstädtern zu wechseln. Der ältere Bruder von Tobias Slanina (17), Nummer zwei in der ersten TTC-Mannschaft, war bislang für den PTSV Dortmund in der Bezirksliga Ost aktiv, kam dort in der abgebrochenen Saison 20/21 im mittleren und unteren Paarkreuz zum Einsatz.

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