Jugendfußball

Neuenrader Bezirksliga-Rückzug: Kreisjugendausschuss übt harsche Kritik

KJA-Vorsitzender Detlev Dräger (Kreis Lüdenscheid)
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Übt harsche Kritik am TuS Neuenrade: KJA-Vorsitzender Detlev Dräger.

Der TuS Neuenrade ist mit seiner C-Jugend geräuschlos von der Bezirksliga-Bühne verschwunden. Doch nun meldet sich der Kreis-Jugend-Ausschuss zu Wort - mit lautstarker Kritik am TuS.

Kreisgebiet – Der Jugendausschuss des Fußballkreises Lüdenscheid (KJA) will nach dem Rückzug des TuS Neuenrade aus der C-Jugend-Bezirksliga sein Vorgehen aus dem Frühjahr für die Zukunft überdenken. Dass die Hönnestädter nach ihrem dreimaligen Nicht-Antreten als erster Absteiger der Bezirksliga feststehen, wird vom KJA, der dem Verein auch noch einen entsprechenden Brief zustellen wird, mit deutlichen Worten kritisiert.

Rückschau: Im Frühjahr nach dem Corona-Abbruch der Saison 19/20 hatte der TuS Neuenrade in der C-Jugend-Kreisliga im Abschlussklassement bei der Quotienten-Regelung hauchdünn vor dem RSV Meinerzhagen gelegen. Der KJA ging her und befragte die Vereine, wer aufsteigen wolle. Die Neuenrader nahmen den Aufstieg wahr, der RSV Meinerzhagen war damit auf dem Rennen und spielt in dieser Saison weiterhin in der Kreisliga.

Detlev Dräger, Vorsitzender des KJA, stellt fest, dass so etwas wie der Neuenrader Rückzug gerade vor dem Hintergrund, dass der TuS noch eine zweite C-Jugend in der Kreisliga ins Rennen schickt, nicht passieren dürfe. „Hier hat die Jugend-Abteilung komplett versagt“, sagt Dräger, „ich weiß, dass es in der C2-Jugend in Neuenrade Vorbehalte gibt, in der Bezirksliga zuspielen, weil man die Mannschaft nicht trennen will und auch Angst hat, in dieser Klasse zu verlieren. Aber wenn ich das als Verein mitmache, ist das schon sehr fragwürdig.“

KJA will in Zukunft bei Aufsteigern mitbestimmen

Ärgerlich und unsportlich nennt Dräger dieses Verhalten. Auch deshalb, weil die Neuenrader so der Konkurrenz aus Meinerzhagen ein mögliches Bezirksliga-Jahr genommen hätten. „Ich denke, dass der RSV eher spielfähig gewesen“, sagt Dräger, der nun auch fürchtet, dass die Verantwortlichen in Kaiserau in Richtung Fußballkreis Lüdenscheid die Nase rümpfen werden, „für die Zukunft hat es die Konsequenz, dass wir – wenn es noch einmal so einen Saison-Abbruch geben sollte, was niemand hofft – nicht mehr allein die Punkte zu Grunde legen werden, sondern die Situation auch aus Sicht des KJA bewerten werden.“

Mit anderen Worten: Der KJA behält es sich vor, die nackten Zahlen in Zukunft zu über- und einen Aufsteiger zu bestimmen.

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