Fußball, Bezirksliga

Der Trend gibt Anlass zur Sorge

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Emirjon Avdia ist der einzige TuS-Akteur, der alle 14 Spiele über die volle Distanz absolvierte. Dazu ist er mit 11 Toren der erfolgreichste Neuenrader Schütze.

Neuenrade – Die gute Nachricht vorneweg: Zur Saison-Halbzeit steht der TuS Neuenrade auf Rang 13 auf einem Nicht-Abstiegsplatz: Die schlechte: Der Trend ist negativ, denn nach zuletzt fünf Niederlagen in Serie ist das einstmals schöne Polster von acht Punkten auf den ersten Abstiegsplatz gänzlich aufgebraucht. Lediglich die um fünf Tore bessere Tordifferenz gegenüber dem punktgleichen Mitaufsteiger TuS Voßwinkel spricht noch für die Hönnestädter.

Das Personal: Mit einem üppigen 28er-Kader ging Meistertrainer Abi Ouhbi in die neue Spielzeit, als Nummer 29 kam kurzfristig vor dem Auftakt bei FSV Bad Wünnenberg/Leiberg mit Hüseyin Zorlu noch ein Manndecker dazu. Und der Coach wurde in seiner Einschätzung („Wir müssen uns in der Bezirksliga breiter aufstellen“) bestätigt, denn bedingt durch Sperren, Urlaube, Krankheiten und Verletzungen kamen in den absolvierten 14 Begegnungen 24 Akteure zum Einsatz.

Hingegen sind die Torhüter Melih Danis (Schambeinentzündung) und Ahmad Almasri (Kreuzbandriss) sowie Neuzugang Felix Schmidt (langwierige Hüftverletzung) – eigentlich als Innenverteidiger gesetzt – noch ohne jede Einsatzminute, werden erst nach der Winterpause ein Thema sein. Und mittlerweile ist der Kader ohnehin ausgedünnt – insbesondere auf der Torhüterpositon: Domenik Thiele hat es beruflich nach Essen verschlagen, der Keeper steht nur noch sporadisch zur Verfügung, Yavuz Can Duru hatte urplötzlich keine Lust mehr. So feierte der 52-jährige Uwe Krug am vergangenen Sonntag ein unverhofftes Comeback.

Seit fünf Spielen punktlos

Keine Lust mehr hatte auch Youngster Ibrahim Keita, dazu erfolgte in Person von Refik Acar und Umut Gültekin die Trennung von zwei Unruhestiftern, während Marvin Knips (Schambeinentzündung), Lars Pfeiffer und Rafa Apostolopoulos (beruflich stark eingespannt) aktuell auch kein Thema mehr sind. Als vordringlichste Aufgabe für Ouhbi und Sportchef Dennis Bonevski steht momentan die Verpflichtung eines neues Torhüters an.

Je drei Siege, Unentschieden und Niederlagen – nach neun Spielen stand der Neuling sehr gut da. Dass in der Folge nichts Zählbares mehr dazukam, war auch den Gegnern geschuldet, denn bis auf Oberschledorn waren es ausschließlich Konkurrenten aus den Top 5. Allerdings: Auch leistungsmäßig ging es nach unten, insbesondere im Defensivbereich. Dass der Schnitt an Gegentoren pro Spiel weiter mehr als drei beträgt, gibt allen Grund zur Sorge.

Tops und Flops

Sportlicher Höhepunkt war das 5:0 gegen Mitaufsteiger TuS Voßwinkel, Tiefpunkt das 0:3 in Oberschledorn. Dazu kamen hochemotionale Spiele: In Langscheid gelang nach 0:3-Rückstand noch ein 3:3, gegen Marsberg in der Nachspielzeit ebenfalls noch das 3:3, gegen Assinghausen wurde ein 0:1 durch Tore in der 88. Minute und Nachspielzeit noch zum 2:1 gedreht. Andererseits: Beim 2:2 gegen Eslohe glich der Gegner in der Nachspielzeit aus, eine 1:0-Führung gegen Hüingsen konterte der Gast mit zwei Treffern in der 81. und 90. Minute. Prognose Bisher behält die Vereinsführung die Ruhe, setzt auf Kontinuität, hat daher die Verträge mit Ouhbi (für zwei Jahre) und auch Bonevski (für ein Jahr) auch schon vorzeitig verlängert. Dennoch: Stellt die Mannschaft ihre defensiven Schwächen nicht ab, wird sie auf einem Abstiegsplatz überwintern.

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