Schach

Neue Schach-Regionalliga und darunter ein freiwilliger Spielbetrieb

Schachbild am Brett
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Die Schachspieler aus Marsberg und Schalksmühle könnten sich in der Regionalliga treffen.

Der Schachverband Südwestfalen setzt in der Spielzeit 21/22 auf keinen regulären Spielbetrieb, hat stattdessen ein Alternativmodell für die Rückkehr ans Brett erarbeitet.

Kreisgebiet – Der Schachverband Südwestfalen hat nach drei Online-Arbeitstagungen ein Gesamtpaket für den Spielbetrieb in einer Übergangssaison 21/22 geschnürt.

Da die Zuversicht, eine normale Spielzeit über die Bühne bringen, nicht vorhanden ist, werden Auf- und Abstiege mit einer Ausnahme ausgesetzt. Die Ausnahme: Es sollen Aufsteiger zur NRW-Klasse ermittelt werden.

Dieses Vorhaben soll in einer Regionalliga Südwestfalen – einen solchen Terminus gab es bisher noch nicht – geschehen. Diese Regionalliga soll in Achter-Sollstärke der Teams und mit einem klaren Hygienekonzept eine Saison spielen.

Neue Schach-Regionalliga und darunter ein freiwilliger Spielbetrieb

Teilnahmeberechtigt an der Regionalliga sind alle Südwestfalen-Absteiger aus der NRW-Klasse, alle Verbandsligisten der Vorsaison (u.a. Kierspe und der MSHS) sowie alle Verbandsklassen-Teams, die in der Abbruchsaison 19/20/21 vor den letzten beiden Runden noch theoretische Aufstiegsschancen hatten. Das sind immerhin 14 Mannschaften, u.a. die SG Lüdenscheid, die SF Neuenrade und die SvG Plettenberg II).

Der Verband appelliert an die Vereine, dass sie nur melden sollen, wenn sie ein ernsthaftes Aufstiegsziel in Richtung NRW-Klasse haben sollten. Bis zum 15. August können Meldungen eingehen, danach steht fest, ob in einer Staffel mit maximal zehn Teams oder in zwei Staffeln gespielt wird. Klar ist, dass der Meister in die NRW-Klasse aufsteigt, der Zweite der Regionalliga an der Relegation zur NRW-Klasse teilnehmen darf.

Unterhalb dieser Regionalliga wird es einen freiwilligen Ligabetrieb geben, der sich nicht an den offiziellen Ligastrukturen orientiert und die Bedingungen an die Pandemiezeit anpasst. Das heißt: Im freiwilligen Spielbetrieb spielen nur Viererteams, die freiwillig zu melden sind. Angeboten werden drei Spielstärkeklassen mit jeweils zwei Bedenkzeitmodellen:

Die Spielklassen und Bedenkzeiten

  • SWF-Regionalklasse: richtet sich an Spieler aus Mannschaften der Verbandsebene und höher
  • SWF-Verbandsklasse: richtet sich an Spieler aus Mannschaften der Bezirksliga und Verbandsklassen
  • SWF-Bezirksklasse: richtet sich an Spieler bis Bezirksliga-Niveau (höchsten DWZ 1650)
  • Modell lang (klassisch): 90 Minute für die ersten 40 Züge + 30 Minuten für den Rest der Partie + 30 Sekunden pro Zug (mit DWZ-Auswertung)
  • Modell kurz (Schnellschach): 25 Minuten + zehn Sekunden pro Zug – in diesem Modell finden pro Spieltag zwei Partien statt (Hin- und Rückspiel)

Da diese Spiele nicht in den Bezirksgrenzen stattfinden (wenn auch in regional sinnvollen Gruppen), bleibt es dem Heimverein überlassen, das Spiel am Samstag oder am Sonntag anzusetzen. Für die Spiele gilt das derzeitige Hygienekonzept des Schachbundes NRW – eine Maske ist im Spielbereich zu tragen, aber nicht am Brett, dazu gilt die 3G-Regel. Sollte es aufgrund neuer Regelungen zu Verschärfungen kommen (z.B. Maskenpflicht am Brett), gilt das Spielen als unmöglich, werden die Kämpfe entsprechend verlegt.

Bezirksversammlung am 7. August in Schalksmühle

Das Konzept muss nun noch von den Bezirken und beim Verbandskongress abgesegnet werden. Erst danach kann es an die Detailplanung gehen. Ziel des Verbandes ist es, die Saison 22/23 wieder als reguläre Folgesaison der Abbruchspielzeit 19/20/21 auszutragen.

Der Schachbezirk Sauerland um seinen Vorsitzenden Lothar Mirus aus Halver hat auf diesen Vorschlag bereits reagiert: Da der Bezirk sich bis zum Verbandskongress (21. August) äußern muss, wird es am 7. August um 15 Uhr im Feuerwehrgerätehaus in Schalksmühle eine Bezirksversammlung geben, bei der die Vorschläge diskutiert werden sollen.

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