Kader der Roosters ist noch nicht komplett

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Roosters-Manager Karsten Mende.

Iserlohn - Der erste Spieler, der am Seilersee eintraf, hatte den kürzesten Weg, verzichtete deshalb auch ganz auf den Flieger. Sebastian Dahm, der neue Torhüter der Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL), reiste lediglich aus Dänemark an – mit dem Auto. „Jetzt geht’s endlich los“, sagt der gebürtige Däne und freut sich, bei seinem neuen Verein durchstarten zu können.

Seinen Klub in Österreich hat er schweren Herzens verlassen, aber die Perspektive, in der Deutschen Eishockey Liga zu spielen, war einfach zu gut. Nachdem auch die tschechische Extraliga aufgrund fehlender Geldgeber an Stellenwert verliert, rangiert die DEL hinter der KHL, Schweden und Finnland sowie der Schweiz auf Rang fünf im europäischen Vergleich. Das ist auch an der Qualität der in der Liga verpflichteten Spieler zu spüren.

Komplett ist der Kader der Roosters noch nicht. Zwei Spieler fehlen – mit großer Wahrscheinlichkeit. Beim Stürmer sollte es sich um Johannes Salmonsson handeln, der von den Kölner Haien an den Seilersee wechselt. Bislang haben die Roosters seinen Transfer nicht bekannt gegeben, es sieht allerdings alles danach aus, als ob genau dies spätestens Anfang August passieren wird. Außerdem sucht Manager Karsten Mende nach einem achten Verteidiger. Den würden die Sauerländer gern unter Vertrag nehmen, dann nämlich hätte man mit einem 23-köpfigen Kader zwar keine paradiesischen Verhältnisse, aber zumindest Möglichkeiten, auch kleinere Verletzungszeiten ohne Raubbau an den Akkus des restlichen spielenden Personals zu überstehen.

„Natürlich hätten wir gern die Möglichkeit, wir kennen aber auch unsere finanziellen Rahmenbedingungen. Vielleicht ergibt sich eine Möglichkeit“, so Karsten Mende. Seine Augen sind in jedem Fall weiterhin auf den Transfermarkt gerichtet. Allzu großes Offensivtalent müsste der achte Defensivakteur gar nicht haben, viel wichtiger dürfte dem Manager defensive Stärke und ein gutes Aufbauspiel sein.

Mit der Verpflichtung von Stürmer Boris Blank haben die Sauerländer in jedem Fall überrascht. Zwar nicht damit, dass sie ihn generell zurückgeholt haben, sondern vielmehr damit, wie offensiv man mit dieser Aktion auch in der Öffentlichkeit umgegangen ist. Am Seilersee hat man keinen Hehl daraus gemacht, dass man gern in eine andere Richtung gegangen wäre. Ohne Zweifel ist es dabei um die Personalie von Scott Langkow gegangen, der aufgrund deutscher Wurzeln die Chance gehabt hätte, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten. Ob er allerdings die notwendigen Unterlagen nicht hat beibringen können oder andere Gründe ausschlaggebend waren, das bleibt offen.

Letztlich dürften die Roosters sich auf dieser Position aber nicht verschlechtert haben. Blank ist und bleibt nicht nur charakterlich eine herausragende Alternative, sondern vor allem auch sportlich. Der 39-jährige wird gemeinsam mit allen Kollegen am Montag zum ersten Mal in der Kabine am Seilersee zusammenkommen.

Nach dem Wochenende sind alle deutschen und ausländischen Spieler an Bord, setzt die große Reisewelle von Nordamerika an den Seilersee ein. Dann stehen zunächst die Mannschaftsbilder auf dem Programm, bevor es die Leistungstests abzuleisten gilt. Am Samstag, 5. August, steht dann ab 10 Uhr auch das erste öffentliche Training auf dem Programm.

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