Handball, JBLH-Qualifikation

1150 Autobahnkilometer für einen Bundesliga-Platz

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Ein Pfingstsamstag auf der Autobahn: Für Noah Pfaffenbach und die SGSH Dragons geht es am Samstag nach München.

Schalksmühle – Ein Pfingstsamstag auf bundesdeutschen Autobahnen und zwischendurch die beiden wichtigsten Spiele der Saison: Die A-Jugend-Handballer der SGSH Dragons spielen morgen um einen von zwei noch freien Plätzen in der Jugend-Bundesliga (JBLH) – und das nicht irgendwo: Die Fahrt der Mannschaft von Trainer Maciej Dmytruszynski führt in die rund 570 Kilometer entfernte bayerische Landeshauptstadt München.

München? – Ja, München. Zwar hatten sich die Dragons ebenfalls um die Ausrichtung eines Turniers beworben, doch den Zuschlag bekamen der TSV Allach (München) und der TV Hüttenberg (Ausrichter Gruppe 2). „Wir haben hin- und herdiskutiert, das ist logistisch schon eine Aufgabe“, sagt Dragons-Teambetreuer Carsten Hofmann, der die Fahrt nach Bayern aufgrund eines lange geplanten Krankenhausaufenthalts selbst nicht antreten kann, in dieser Woche aber noch die organisatorischen Fäden in der Hand hielt. Denn: Nach sieben Stunden plus X aus dem Bus direkt in die Sporthalle zu fallen, ist alles andere als optimal. Der Gedanke an eine Anreise bereits am Freitag mit Hotel-Übernachtung wurde ebenso verworfen. Schulpflicht und berufliche Verpflichtungen der Spieler sowie der zu erwartende Verkehr vor dem langen Wochenende waren die Gegenargumente.

Dragons müssen zwei Spiele in Serie absolvieren

Und so startet der Dragons-Tross am Samstag in aller Herrgottsfrühe gen Süden, legt zwischendurch eine ausgedehnte Mittagspause ein, um dann in den Nachmittagsstunden in der städtischen Sporthalle Eversbuschstraße in München einzutreffen. Zu allem Überfluss haben dort beide Gastmannschaften im 3er-Feld den undankbaren Spielplan erwischt. Sowohl die Dragons als auch der LHC Cottbus müssen zwei Partien in Serie absolvieren, Gastgeber TSV Allach 09 hingegen bestreitet das erste und das letzte Spiel des Tages. So potenziert sich der Heimvorteil...

Wie dem auch sei: Die Dragons sind trotz aller Widrigkeiten gewillt, noch einmal alles in die Waagschale zu werfen, was Kader und Einstellung hergeben. Um 16.40 Uhr geht es zunächst gegen den LHC Cottbus, direkt im Anschluss (18.20 Uhr) gegen die Gastgeber. Wie stark die Gegner aus Bayern und Brandenburg sind, ist völlig unklar.„Wir machen es wie in den Wochen zuvor: Versuchen, alles zu geben und dann schauen, wozu das reicht“, sagt Carsten Hofmann. Wohlwissend, dass die Heimfahrt ins Sauerland eine wesentlich besser gelaunte wäre, würde man sich das Bundesliga-Ticket sichern.

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