Sportpolitik Lüdenscheid

Ende der Granulatverklumpungen

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Verklumptes Granulat setzte sich vor allem in den heißen Sommermonaten am Nattenberg und am Honsel immer wieder in den Stollenschuhen der Fußballer fest und wurden zur echten Gefahr für die Kicker.

Lüdenscheid - Klebrige Verklumpungen, die sich unter den Schuhen festsetzen und auf dem Platz zunehmend zu Stolperfallen werden – auf den Kunstrasenplätzen am Honsel und am Nattenberg hat sich das Granulat in den vergangenen Monaten zur schleichenden Gefahr entwickelt.

Das sahen auch die Mitglieder des Schul- und Sportausschusses so und sprachen sich am Dienstagabend für den kurzfristigen Austausch des Granulats auf diesen beiden Plätzen aus. Dafür bewilligte das Gremium außerplanmäßige Ausgaben in Höhe von 66 000 Euro pro Platz.

Zuvor hatte ihnen Dierk Gelhausen vom Fachdienst Schule und Sport die Dringlichkeit dieser Maßnahmen aufgezeigt: „Im Sommer sind massive Probleme mit dem Granulat aufgetreten, das sich zunehmend zu einer Knete artigen Masse verklumpt hat.“

Durch eine intensive Pflege habe die Bespielbarkeit der Plätze zunächst gewährleistet werden können, doch durch den warmen und trockenen Sommer hätten sich die Bedingungen deutlich verschlechtert. Ein Ortstermin mit einer Fachfirma hätte ergeben, dass ein kurzfristiger Austausch des Granulats notwendig sei – nur so könnten irreparable Schäden an den Plätzen vermieden werden.

„Wenn wir so weiter machen, wäre in absehbarer Zeit eine Erneuerung der Kunstrasenplätze erforderlich. Durch den Austausch des Granulats würden wir die Plätze retten und ihnen eine verlängerte Lebenszeit geben – und zwar mindestens für die nächsten zehn Jahre“, machte Gelhausen deutlich. Denn: Abgesehen von den Granulatmängeln wurde der Zustand der beiden Kunstrasenplätze von der Fachfirma als „gut“ bis „sehr gut“ bezeichnet.

Zur Erinnerung: Die beiden Kunstrasenplätze waren im Jahr 2009 errichtet worden – entsprechend dem damaligen Stand der Technik wurden dabei sogenannte TPE-Gummigranulate verwendet. Im Gegensatz zu den anderen Kunstrasenplätzen in der Stadt, bei denen aufgrund des späteren Zeitpunkts andere Granulate verwendet worden seien.

„Diese Plätze sind unauffällig“, erklärte Gelhausen auf Nachfrage aus dem Ausschuss. Da der Austausch des Granulats nur in der kalten Jahreszeit vorgenommen werden kann, war der Antrag der Verwaltung nun kurzfristig nötig geworden. „Hier war einfach Not am Mann.“

Der Spielbetrieb wird von der Maßnahme, die nun kurzfristig durchgeführt werden soll, nicht betroffen sein. „Die Fachfirma braucht dafür nur einen Tag“, verwies Gelhausen auf Gespräche mit den betroffenen Vereinen. Die außerplanmäßigen Mittel in Höhe von 132 000 Euro sollen unter anderem aus nicht verwendeten Mitteln der Sportpauschale sowie dem Konto „Besondere Unterhaltungsmaßnahmen“ gedeckt werden.

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