Florian Diehl fällt sechs Wochen aus

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Sechs Wochen Pause: Florian Diehl.

Schalksmühle - In knapp sechs Wochen beginnt die Saison in der 3. Liga West der Handballer. Zeit für die SG Schalksmühle-Halver in die Phase der Vorbereitung einzusteigen, die gemeinhin die „heiße“ heißt.

Eine Woche ohne Mannschaftstraining liegt hinter der SGSH, die letzte bis Weihnachten. Eine Woche ohne Ereignisse rund ums Team war es aber nicht. Florian Diehl zum Beispiel nutzte die Woche für einen eigentlich routinemäßigen MRT-Termin nach seinem Kahnbeinbruch in der Rückserie der vergangenen Saison. Das Ergebnis ist eine Zäsur in jeglicher Trainingsroutine der nächsten Wochen. „Der Bruch ist nicht gut verheilt, die Durchblutung schlecht. Florian wird weitere sechs Wochen pausieren müssen“, sagt Co-Trainer Axel Meyrich, „er kann jetzt noch joggen, aber das war’s dann. Das ist wirklich bitter für ihn, er war richtig heiß auf die Vorbereitung und die neue Saison.“

Einen Arztbesuch hat auch der kroatische Neuzugang Kristian Eskericic hinter sich. Torwart-Youngster Luca Jannack hatte den langen Linkshänder beim Basketball unglücklich in die Tribüne am Löh gedrückt. Der Cut war in Hellersen genäht worden, inzwischen sind die Fäden gezogen – Eskericic darf anders als Diehl Vollgas geben.

Die Integration des letzten Neuzugangs schreitet derweil voran. Eskericic wird in Halver eine eigene Wohnung beziehen. In den ersten Tagen in Deutschland hatte er zunächst wechselweise bei seinem kroatischen Landsmann Natko Merhar und beim neuen Bulgaren Todor Ruskov übernachtet. Für Ruskov kein Problem, was die Verständigung betrifft – er spricht fließend sechs Sprachen, unter anderem auch kroatisch. Bei schwierigeren Themen im Rahmen des Trainings ein sehr hilfreicher Umstand für die SGSH.

Am Training nimmt Ruskov aktuell bereits wieder als Zuschauer teil. „Nach der Operation ist alles im Plan. Im Moment hat er noch einen Gips, aber schon bald soll er einen Spezialschuh erhalten“, sagt Axel Meyrich über den Neuen, der sich beim Einsatz für die bulgarische Nationalmannschaft einen Riss der Achillessehne zugezogen hatte, „vom Kopf her ist es aber natürlich schon eine Situation, die Todor sehr belastet. Es ist ja die erste schwere Verletzung seiner Karriere.“

Umso heißer ist der 27-Jährige darauf, zumindest als Trainer aktiv zu werden. Ruskov wird bekanntlich die weibliche A-Jugend der SGSH Juniors übernehmen, außerdem hat er selbst vorgeschlagen, in den Schulprojekten in der Ganztagsbetreuung aktiv zu werden. „Todor hat da auf der Insel Usedom und in Rostock schon Erfahrungen gesammelt“, sagt Meyrich und traut ihm diese Aufgabe allerbestens zu.

Am Donnerstag kommt der TV Hüttenberg

Die SGSH-Aktiven ohne Verletzungsprobleme sind seit Montagabend wieder gemeinsam im Training. In der vergangenen Woche hatten sie lediglich zwei Acht-Kilometer-Erholungsläufe zu absolvieren. In der neuen Zeit eine Aufgabe, bei der die Trainer ihre eigenen Möglichkeiten entwickelt haben, um die Zuverlässigkeit der Erledigung zu überprüfen. In einer WhatsApp-Gruppe musste das Personal seine Laufaktivitäten über eine entsprechende App posten. „Am Sonntagabend um 21.35 Uhr ist die letzte Nachricht eingegangen“, sagt Axel Meyrich, „Nicholas Plessers war der letzte, der diese Aufgabe erfüllt hat – den in Aussicht gestellten Nachholtermin am Mittwoch auf dem Jahnsportplatz brauchen wir nicht...“

Also volle Kraft voraus: Am Donnerstag wartet das erste Testspiel um 19.15 Uhr gegen Zweitliga-Absteiger TV Hüttenberg, bereits am Samstag geht es ebenfalls in der Sporthalle Löh gegen den ostwestfälischen Oberligisten TuS Spenge. Es sind nur die ersten Testspiele und doch für die SGSH-Fans zwei Gelegenheiten, einen runderneuerten Kader erstmals in Augenschein zu nehmen. Ein Aufgalopp der durchaus interessanteren Sorte.

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