Jugendfußball

Fingerzeig für die Zukunft

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Mit- statt gegeneinander: Der TSD und der TuS Grünenbaum arbeiten künftig in der Nachwuchsabteilung zusammen.

Halver/Schalksmühle - Es ist eine richtungweisende Entwicklung in der heimischen Jugendfußball-Szene: Künftig werden die Nachwuchsbereiche der Ortsnachbarn TuS Grünenbaum und TuS Stöcken/Dahlerbrück im älteren Jugendbereich kooperieren.

Zur neuen Saison 2018/19 treten zwei B-Jugenden als Jugendspielgemeinschaft (JSG) an – in weiteren Bereichen soll eng zusammen gearbeitet werden. In der laufenden Spielzeit haben der TuS Grünenbaum und der TuS Stöcken/Dahlerbrück zehn beziehungsweise acht Jugendteams im Spielbetrieb – und dennoch scheint der Schritt nötig.

Trotz vieler Kinder im Nachwuchsbereich wird es für beide Vereine zunehmend schwieriger, eigenständig eine A-Jugend ins Rennen zu schicken – zumindest ohne eindeutiges Abwerben anderer Spieler. „Eine Zusammenarbeit bringt wenig, wenn einer oder sogar beide Vereine am Boden liegen und den letzten Strohhalm ergreifen wollen. Wir sind zwei gesunde Vereine, die ähnlich ticken, und möchten den Kindern und Jugendlichen in Halver und Schalksmühle langfristig eine Zukunft bieten“, erklären die Jugendleiter der beteiligten Vereine, Heribert Wieprecht (TSD) und Tom Herberg (TGB), unisono. Um einen idealen Mix aus Breiten- und leistungsorientiertem Sport zu gewährleisten, sei eine Zusammenarbeit die logische Konsequenz.

Ziel der Vereine ist es, ab der Saison 2019/20 alle Jugendmannschaften bis zur A-Jugend mindestens einfach zu besetzen, nach Möglichkeit doppelt. Damit soll nachhaltig nicht nur die Durchgängigkeit von den Minis bis zu den Ältesten, sondern auch für beide Seniorenabteilungen ein starker Unterbau gewährleistet werden.

Voraussetzung dafür ist, dass der Kreisjugendausschuss seine formale Zustimmung gibt. Die Staffelung der Zusammenarbeit erfolgt nach Altersklassen: In der A- und B-Jugend greift die neue JSG. „Problem“ im D- und C-Jugend-Bereich ist der Umstand, dass der TuS Grünenbaum aktuell überkreislich spielt. Hier sind Spielgemeinschaften nicht erlaubt, es erfolgt entsprechend „nur“ eine Kooperation. Von der E-Jugend abwärts bleiben TuS und TSD an ihren jeweiligen Standorten in Halver und Schalksmühle als eigenständige Vereine mit bisherigem Namen erhalten.

Bereits zu Beginn des Jahres hatten sich Verantwortliche beider Vereine getroffen, um sich zu „beschnuppern“ und abzuklopfen, ob eine gemeinsame Spielgemeinschaft möglich wäre. Das Ergebnis war positiv: Im Rahmen von zwei parallel geführten Info-Veranstaltungen haben die Verantwortlichen beider Vereine Spieler und Eltern des älteren Jugendbereichs (ab C-Jugend) am Mittwoch über die Pläne informiert. „Die Stimmung war grundsätzlich positiv, auch wenn es natürlich kritische Nachfragen gab: Das reichte vom Namen über Trainingszeiten oder die spätere Trikotfarbe – doch diese Details haben wir bewusst ausgeklammert, weil es uns zunächst um das ‚große Ganze‘ ging und wir alle Mitglieder in diesem Prozess mitnehmen möchten. Details besprechen wir in den kommenden Wochen“, verdeutlichen Herberg und Wieprecht.

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