Westfalen-Titelträger Florian Kalb und Alexandra Esser

Energiegeladen: Alexandra Esser vom TV Wiblingwerde holte den Titel im Kugelstoßen mit persönlicher Bestweite von 14,81 m.

RECKLINGHAUSEN - Die Delegation aus dem Leichtathletik-Kreis Lüdenscheid war nicht groß, doch sie ließ durch Leistung aufhorchen: Bei den Leichtathletik-Westfalenmeisterschaften der U20- und U18-Junioren in Recklinghausen kamen Florian Kalb und Alexandra Esser jeweils auf neue persönliche Bestleistungen, je eine Bronzemedaille – und als Krönung die Westfalentitel über 1500 m und im Kugelstoßen.

Es war der fünfte Versuch am späten Samstagnachmittag im Stadion Hohenhorst, nach dem die U18-Werferin aus den Reihen des TV Wiblingwerde mit großer Spannung ihr Ergebnis erwartete. Die angezeigten 14,81 m ließen Alexandra Esser dann jubelnd über die Tartanbahn zu ihren Unterstützern eilen. Die Lüdenscheiderin hatte zum zweiten Mal innerhalb des Wettkampfes ihre persönliche Bestleistung gesteigert – bereits die 14,60 m aus dem dritten Versuch, mit denen sie sich die Führung von Vanessa Mark zurückgeholt hatte, hatten einen neuen Hausrekord dargestellt. Die Dortmunderin Mark, für die schließlich der Silberrang und 14,20 m zu Buche standen, versuchte noch alles, doch ihr letzter Stoß, der in den Bereich der 15-Meter-Markierung geflogen war, war ungültig. „Sie konnte ihre eigene Kraft nicht halten“, analysierte Esser.

Bestweite mit Diskus – im Endklassement Dritte

Während Esser in ihrer Altersklasse in der deutschen Rangliste im Kugelstoßen auf Platz fünf nach vorn rückte und hier auch für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert ist, verpasste sie die „Quali“ mit ihrem zweiten Gerät, dem Diskus. Dabei gelang der U18-Athletin hier eine neue persönliche Bestleistung von 38,23 m und landete auf Rang drei.

Auch U18-Mittelstreckler Florian Kalb von der LG Lüdenscheid hatte allen Grund zur Freude. Am Samstag musste er sich nach spannendem Verlauf über 800 m zwar Dennis Biederbick (LG Ahlen/1:56,64) und Marvin Hebenbrock (LG Dorsten/1:57,02) knapp geschlagen geben, verbesserte als Dritter aber seinen eigenen Kreisrekord aus dem Vorjahr von 1:57,67 auf nunmehr 1:57,09 Minuten. Lief dieses Rennen noch sehr gleichmäßig ab, wurde es gestern über die 1500 m äußerst unrhythmisch. Einer 64er-Anfangsrunde folgten verbummelte 73 Sekunden für die zweiten 400 m, womit eine absolute Topzeit schon vom Tisch war. Kalb indes ließ sich nicht beirren, packte auf der Zielgeraden seinen Endspurt aus und verwies die Konkurrenz in 4:12,70 Minuten auf die weiteren Plätze. Damit hat er nach den 800 m auch über 1500 m (4:13,20) die „Quali“ für die Deutschen Jugendmeisterschaften in der Tasche.

Durchwachsene Leistung der LG-Sprinter

Durchwachsen lief es für die U20-Sprinter der LG Lüdenscheid. Timo Visestamkul als Zehnter in 11,49 Sekunden und Magnus Schubert als 13. in 11,60 Sekunden (Vorlauf 11,59) kamen über 100 m ebenso nicht an ihre Hausrekorde heran wie über 200 m, als für Schubert Rang neun (23,61) und Visestamkul lediglich Platz elf heraussprang (23,75). Dafür überzeugte Dominik Nüsken voll und ganz, verbesserte als Achter seine Bestzeit von 23,92 auf 23,48 Sekunden. Und auch Jannik Straube durfte sich über eine Bestzeit freuen, steigerte sich als Fünfter über 400 m-Hürden in der U18-Klasse um gut zwei Sekunden auf 66,22 Sekunden.

Marc Kusche und

Axel Krüger

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