Nachrodter Marcel Keßen mit U16-Basketballern EM-Achter

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Der Nachrodter Marcel Keßen landete mit der U16-Nationalmannschaft bei der EM in der Ukraine auf Platz acht.

KIEW -  Im Viertelfinale war Schluss für die U16-Basketballer des Deutschen Basketball-Bundes, die aber bei der Europameisterschaft in Kiew/Ukraine ein tolles Turnier gespielt haben. Nachdem die Nationalmannschaft, zu der auch das Nachrodter Talent Marcel Keßen gehört, bei einem Vorbereitungsturnier noch eine knappe und vermeidbare 56:57-Niederlage gegen Serbien kassiert hatte, setzte es diesmal eine deutliche 50:76-Pleite.

Anschließend verloren die Deutschen das Qualifikationsspiel für die Plätze fünf bis acht gegen Frankreich 53:58, so dass es in der abschließenden Platzierungsrunde für die Keßen und Co. um Rang sieben und acht ging. Gegen die Türkei, gegen die das DBB-Team schon das Auftaktspiel in der Vorrunde 55:62 verloren hatte, reichte es dann am Nachmittag ebenfalls nicht zur Revanche. Deutschland hatte mit 38:51 (10:7, 9:14, 9:12, 10:18) das Nachsehen und musste sich somit mit dem achten Platz zufrieden geben. Das Minimalziel hat die Mannschaft von Bundestrainer Alan Ibrahimagic damit aber immerhin erreicht.

Gegen die Türkei erwischte Deutschland den besseren Start, traf zwar erst nach vier Minuten, geriet nach dem 4:0 aber lediglich beim 6:7 einmal in Rückstand. Beide Mannschaften taten sich jedoch schwer, ihren Rhythmus zu finden. Deutschland nahm ein 10:7 mit ins zweite Viertel, verschlief dann aber den Auftakt (10:12). Danach wechselte die Führung hin und her, die Trefferquote blieb aber gering. Zur Halbzeit führte die Türkei knapp 21:19.

Beyschlag schaffte letztmals den Ausgleich (23:23), nach dem 26:27 setzte sich der Gegner auf 26:31 ab und ging mit 28:33 in die letzten zehn Minuten – bis dahin war noch alles drin. Letztendlich brachten die Distanzwürfe die Entscheidung, zudem musste das DBB-Team in den letzten Minuten auf Leon Kratzer verzichten, der mit fünf persönlichen Fouls belastet war. Mit dem 30:42 (35.) war die Vorentscheidung gefallen, in der Schlussphase kam Deutschland nicht mehr näher heran. Marcel Keßen gelangen in diesem Spiel zwar sechs Rebounds, ein Punktgewinn blieb ihm diesmal in 15 Minuten Einsatzzeit aber vergönnt. In den acht Spielen zuvor hatte er zwischen zwei und 14 Punkten erzielt und hatte Einsatzzeiten zwischen zehn und 18 Minuten bekommen.

Zuvor im Viertelfinale gegen Serbien war das Spiel nach schwacher erster Hälfte quasi schon gelaufen. Deutschland lief früh einem Rückstand hinterher, lag zur Halbzeit schon schier aussichtslos 24:44 hinten. Während dem DBB-Team fast gar nichts gelang, passte auf der anderen Seite nahezu alles, Serbien hatte immer die passende Antwort. Zwar steigerte sich Deutschland dann und gestaltete das Spiel ausgeglichener, am Ende hieß es aber 50:76 (8:18, 16:26, 16:14, 10:18). Keßen schaffte hier vier Punkte und drei Rebounds.

Gegen Frankreich steuerte der Nachrodter dann sieben Punkte und vier Rebounds bei, dennoch reichte es nur zum knappen 53:58 (10:14, 18:10, 10:18, 15:16). Die Defensive stand stabil, aber offensiv tat sich Deutschland sehr schwer. Nach der ersten Führung durch Keßen (15:14/12.) legte die U16 eine 10:0-Serie hin, Frankreich blieb aber dran und nutzte Unkonzentriertheiten des Gegners, um selbst wieder in Führung zu gehen (39:36). Beide Teams mobilisierten die letzten Kräfte, aber nach dem letztmaligen Ausgleich (49:49) zog Deutschland schließlich in einer wahren Nervenschlacht den kürzeren.Im EM-Finale stehen sich heute Abend Serbien und Spanien gegenüber. - bri/dbb

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