Radsport

Jens Christian Brockmann glänzt beim Gletscherkaiser

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Der Nachrodter Jens Christian Brockmann erreichte einen hervorragenden 5. Platz.

Kaunertal/Österreich – Wenn das Radsport-Event Kaunertaler Gletscherkaiser ansteht, dann ist es für Jens Christian Brockmann nahezu ein Pflichttermin. Mit Ausnahme von 2015 war der Nachrodter seit 2011 jedes Mal dabei. Beim Rennen müssen auf einer Strecke von 122 km rund 4000 Höhenmeter bewältigt werden.

Der Start erfolgt neutralisiert in Feichten, es geht dann talauswärts bis zum Abzweig Kauns, wo das Rennen frei gegeben wird, dann über die Pillerhöhe (1550 m hoch) und den Kaunergrat ins Pitztal und über Imst und Landeck wieder retour ins Kaunertal. Dabei muss die Pillerseite von der anderen Seite nochmals bezwungen werden. Dann folgt der finale Anstieg auf den Gletscher ins ewige Eis auf 2750 m Höhe.

Hierbei müssen noch einmal 1800 Höhenmeter überwunden werden. Um 7 Uhr wurden 249 Fahrer in Feichten auf die Strecke geschickt und es bildete sich rasch eine große Gruppe von ca. 30 Fahrern. Der Österreicher Christian Schmitt hatte sich derweil bereits nach wenigen Kilometern als Solist abgesetzt. Die Straßen waren nach nächtlichem Regen noch nass, sodass die Abfahrten entsprechend gefährlich waren. Dennoch ging es mit einer Maximal-Geschwindigkeit von 86 km/h zu Tale. Nach einigen Gegenanstiegen folgte ein flaches Stück bis Landeck; hier war das Tempo relativ gemäßigt, denn alle versuchten, Kräfte fürs Finale zu sparen.

Brockmann vorne dabei/Verbesserung zu letztem Jahr

Etwa bei Kilometer 70 begann der Anstieg zur Pillerhöhe von der Landecker Seite. Die Straßen waren inzwischen trocken, die äußeren Bedingungen somit sehr gut. Dieser Anstieg ist mit 800 Höhenmetern und Steigungsprozenten zwischen 11 und 13 bereits extrem schwer. Es bildete sich eine Gruppe mit fünf Athleten, der auch Brockmann angehörte. Gemeinsam erreichte das Quintett den Gipfel am Kaunergrat, dann aber ließ es ein Trio in der Abfahrt richtig krachen und distanzierte Brockmann sowie einen weiteren Konkurrenten. Auf 900 m Höhe begann dann der schwierigste Part, der 30 km lange Schlussanstieg. Zwar war die Dreiergruppe immer noch in Sichtweite (ca. 500 m voraus), aber es gelang Brockmann nicht mehr, nochmals aufzuschließen, Von hinten kamen zu dieser Zeit aber auch keine weiteren Fahrer, und so entschloss sich der Nachrodter, den folgenden Abschnitt alleine in Angriff zu nehmen.

Nach der Mautstelle kurz hinter Feichten folgen einige kurze Rampen, bevor auf 1400 m Höhe die 29 letzten Kehren begannen. Bei Steigungsprozenten zwischen 8 und 12 und der ab 2000 m immer dünner werdenden Luft zeigte der Tacho aber immer noch Geschwindigkeiten zwischen 11 und 15 km/h an. Vorne attackierte aus der Dreiergruppe der Italiener Spögler, holte den lange führenden Schmitt ein, setzte eine weitere Attacke und landete in 4:30:35 Stunden einen erwarteten Favoritensieg vor Schmitt (4:31:46) und dem Deutschen Roman Herrmann (4:37:18). Aber auch bei Jens Christian Brockmann lief es sehr gut, in 4:38:30 Stunden erreichte er Gesamtrang fünf und in seiner Altersklasse Herren IV den vierten Platz. Damit war der Nachrodter voll und ganz zufrieden, zumal er seine Leistung aus dem Vorjahr (13. in 4:49 Stunden) deutlich verbessert hatte.

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