Badminton

Kleine Hoffnung auf ein Comeback 

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Mit Christian Mauel, Sportwart der Abteilung, s tieg der TuS 2017 in die Bezirksliga auf.

Nachrodt – Frank Lewerenz ist der Frust anzumerken. Er, der die Badminton-Abteilung des TuS Nachrodt-Obstfeld vor fast 40 Jahren als Jugendlicher mit aufbaute und über Jahrzehnte als Vorsitzender und sportlicher Leistungsträger führte, hat die letzte verbliebene Mannschaft nicht mehr für den Spielbetrieb gemeldet.

Als Vierter der Kreisliga hatten die Nachrodter die Saison 19/20 beendet, in der Klassenübersicht für die Spielzeit 20/21 taucht das Team nicht mehr auf. 2017 war die Mannschaft, die zu Glanzzeiten der Landesliga angehörte, noch einmal in die Bezirksliga aufgestiegen, konnte sich dort aber nicht mehr etablieren. Blieb man im ersten Jahr vom Abstieg noch verschont, ereilte dieser den TuS 2019. Weil drei Aktive den Verein danach verließen, ging es freiwillig gleich zwei Klassen tiefer in die Kreisliga.

Die Zweitvertretung, 2018 noch knapp am Aufstieg in die Bezirksklasse vorbeigeschrammt, verschwand nach dem letzten Platz in der Kreisliga schon 2019 von der Bildfläche. Und nun ereilt auch die „Erste“ dieses Schicksal.

„Wir hatten vier Langzeitverletzte und konnten fast nie mit vier Herren und zwei Damen antreten“, blickt Lewerenz auf die kurz vor dem Ende abgebrochene Saison 19/20 zurück. Das Reservoir an spielberechtigten Akteuren erschien mit über 20 zwar groß, doch zur Verfügung standen meist nur wenige – zu wenige. „Wenn man an einem Tag von einem Spieler fünfmal eine Zusage und fünfmal eine Absage erhält, hat man irgendwann keine Lust mehr“, beklagt Lewerenz die mangelnde Einstellung und fehlende Verlässlichkeit mancher Sportkameraden, die seinem eigenen Naturell („Ich habe immer gespielt“) so gar nicht entspricht, aber auch kein Badminton-spezifisches Problem darstellt.

Dabei ist es keineswegs so, dass die Lennehalle vor Corona an den Übungsabenden nicht gut gefüllt gewesen wäre. Lewerenz: „Wir haben eine gute Hobbyabteilung und trotz langer Schule auch regelmäßig zwischen vier und zehn Kindern beim Training, aber kaum Leute, die noch eine komplette Saison bestreiten wollen.“

Den Entschluss, jetzt zunächst einmal einen Schlussstrich unter die Teilnahme am Spielbetrieb ziehen zu müssen, bedauert Frank Lewerenz, der sich im Februar letztmalig zum Abteilungsleiter wählen ließ: „Das war schwierig und nicht schön. Jetzt ist erstmal Essig – aber vielleicht kommen wir ja wieder“, hofft er, dass es nur ein Rückzug auf Zeit sein wird.

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