Jan Anders nach erstem Finallauf der Gejagte

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Letzte Tipps vor dem Start von Vater Holger für den 13-jährigen Jan Anders: Der junge Lüdenscheider raste beim ersten Westfalen-Endlauf in der Klasse 3 in Olpe zum Sieg.

Olpe - Welch ein Auftakt für die Westfalenfinals der Kartslalom-Nachwuchspiloten. Im ersten von insgesamt drei Endläufen in Olpe machte die regnerische Witterung manchem Piloten einen Strich durch die Rechnung, auch von den heimischen Fahrern. Grund zum Jubel hatten aber auch zwei Lüdenscheider: Jan Anders gewann das Rennen der Klasse 3 und Noah De Padova wurde Vierter der Klasse 4.

Das Wetter spielte verrückt: Mal Niesel-, mal Sturzregen und dann abtrocknende, aber immer noch sehr rutschige Piste. Die Verhältnisse erschwerten den Fahrern zusätzlich die Aufgaben. In der Klasse 1 wurde sogar noch mit Regenreifen gefahren, noch vor dem ersten Start der Klasse zwei entschie das Schiedsgericht wieder auf die Slicks zu setzen.

In Klasse eins bekam Michael Schwarzkopf vom Kiersper Rallye-Club bei seiner Premiere gegen starke Konkurrenten auf rutschigen Belag noch seine Grenzen aufgezeigt. Acht Strafsekunden und nicht allzu hohe Pace bedeuteten im Endeffekt Rang 28 unter den 30 Startern.

Nicht l besser lief’s bei Bruder Peter in der K2, der zwar etwas schneller unterwegs war, aber im zweiten Durchgang sechs Strafsekunden kassierte und sich mit Rang 29 zufrieden geben musste.

Schnell, aber mit zuviel Risiko war der für Kierspe startende Bergstädter Davide De Padova in Klasse 3 unterwegs. Trotz guter Rundenzeiten kosteten ihn zwei identische Fehler im „Schneckenhaus“ plus ein weiterer Pylonenfehler sechs Sekunden. Trotz fünfter Laufzeit in fehlerfreien Läufen gerechnet, rutschte er ebenfalls ganz ans Ende des Feldes und wurde nur 28. Die Klasse drei dominierte zwei Wochen nach seinem enttäuschenden Heimauftritt in der Bergstadt der für den Hagener AC 1905 startende Jan Anders: Der 13-Jährige, schon mit einem 30-Punkte-Guthaben als Sieger der Region Mitte in die Endläufe gestartet, ließ trotz schwieriger Umstände letztlich keine Zweifel an seiner fahrerischen und strategischen Klasse aufkommen. Gegen starke Konkurrenz setzte er im ersten Lauf mit 35,43 Sekunden die Bestzeit und für im zweiten Durchgang mit 35,22 Sekunden fehlerfrei Tagesbestzeit. Mit 60 Punkten rangiert der Bergstädter im Kampf um den Westfalentitel nun allein auf Platz eins.

Strategisch klug pilotierte auch Noah De Padova in der Klasse vier das Kart durch den Pylonenparcours. Doch nachdem er im Probedurchgang die Konkurrenz mit fast zwei Sekunden Vorsprung düpiert hatte, scheute er in den Wertungsdurchgängen das größte Risiko und fuhr einen sicheren vierten Rang nach Hause, ist insgesamt Zweiter.

Eine Klasseleistung bot in Klasse fünf auch Rudolf Schwarzkopf vom Kiersper RC. Bis kurz vor der Zieldurchfahrt im zweiten Umlauf lag er noch auf Rang fünf, verschob aber die buchstäblich allerletzte Pylone und fiel durch die Strafsekunden auf Rang 14 zurück.

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