Treffen der Generationen: Der Post SV feiert

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50 Jahre Post SV Lüdenscheid: Die erste Mitglieder-Generation wurde von Matthias Waack (hinten links) und Dimitrios Polisakis mit Collagen, Blumensträußen und Urkunden beschenkt: (von links) Manfred Gröger, Ingo Schelberg, Ingrid Boczek, Peter Adels, Annegret Fries, Dieter Fries, Hans Boczek, Dieter Faust und „Mecki“ Wachsmuth. 

Lüdenscheid - Vor dem großen Bildschirm im Café Soho, auf dem am frühen Abend noch die Bundesliga-Partie zwischen Schalke und den Bayern gezeigt worden war, hing nun eine blau-gelbe Fahne. Davor standen ältere Männer in gelben T-Shirts. Sie hatten Liedzettel in der Hand, um „a capella“ zu singen.

Die Liedzettel waren auf der Rückseite mit jeweils nur einem Buchstaben bedruckt. Als die Männer die Zettel hochhielten und sangen, lasen die Zuhörer auf den Rückseiten das Wort „Post SV“. Die Männer sangen im Refrain immer wieder das Wort „Postsportverein“ zur Musik des Gassenhauers „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens. Ein eigener, liebevoll gestalteter Text. Es war die Top-Performance des Abends – der Moment, als im Rahmen der 50-Jahr-Feier die alte Garde der aktuellen Belegschaft zeigte, mit wie viel Akribie und Spaß sie immer bei der Sache gewesen war und noch heute bei der Sache sein kann.

Es war auch der Beweis für die Fähigkeit zur feinen Ironie. Die alten Postler – die Macher im Gründungsverein waren wirklich noch allesamt Post-Bedienstete gewesen – schauen heute aus der Distanz der Pensionäre auf ihren Verein, der im Frühjahr vor dem Aus zu stehen schien, weil er keinen neuen Vorsitzenden fand. Inzwischen aber haben Dimitrios Polisakis und als Stellvertreter Theo Platanos die Zügel fest in der Hand. Postsportverein und griechischer Wein – das reimt sich nicht nur fürs Lied, das passt auch beim Post SV 2015 gut zusammen.

Kicker des aktuellen Kaders sind mit dabei

Der neue Vorsitzende hatte zum Jubiläum quasi in sein Wohnzimmer geladen zur Feier. Polisakis („Ich habe in den letzten vier Monaten nie bereut, den Posten übernommen zu haben. Es läuft ganz super...“) ist der Besitzer des Café Soho. 75 Gäste waren am Samstag gekommen. Die ganz Alten und die ganz aktuellen Kicker. Und die, die in den vergangenen Jahren den Ton angegeben hatten. Der langjährige Vorsitzende Miroslav Bonevski durfte die kurze Ansprache halten – genau wie vor zehn Jahren bei der 40-Jahr-Feier. Matthias Waack durfte die Jubilare ehren. Allen voran natürlich Dieter Faust, der 28 Jahre den Post SV geführt hatte. 80 Jahre alt ist Faust heute. Er läuft nicht mehr so gut, aber zum Fest wollte er natürlich dabei sein. Feiern und Klönen mit alten Weggefährten. „Es war eine schöne Zeit“, erzählt Faust und ergänzt: „Es ist gut, dass es weitergeht.“ In seinem Schlepptau „Mecki“ Wachsmuth, ein anderes Post-Urgestein. „Wir sind im knackigen Alter“, sagte Wachsmuth (79), „hier knackt es, und da knackt es...“

Urgesteine „in einem knackigen Alter“

Faust und Wachsmuth gehörten 1965 zu den ersten Mitgliedern. 50 Jahre Post bedeuten für sie 50 Jahre Mitgliedschaft – ebenso wie für Peter Adels, Manfred Gröger oder Dieter Fries. Nur ein Jahr später kam Hans Boczek dazu, zwei weitere Jahre später Ingo Schelberg. Eine Riege, die den Post SV prägen sollte, und die gemeinsam am Samstag im „Soho“ feierte, Urkunden, Collagen und Blumen entgegennahm, wie auch Annegret Fries und Ingrid Boczek. Gemeinsam mit den jüngeren – ein Treffen der Generationen war die 50-Jahr-Feier allemal. Und ein Abend des guten Essens und der guten Laune. So waren die Gäste zufrieden, und der Vorsitzende strahlte auch. Dimitrios Polisakis hat noch viel vor mit seinem neuen Verein – die erste große Aktion, das Jubiläum, hat er mit seinem Führungsteam schon einmal bestens gemeistert.

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