Fußball-Bezirksliga 6

Die "Böse-Buben-Liga"

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Gürkan Besirlioglu (rechts, gegen Harun Sentürk) präsentierte sich nicht nur zweikampfstark, sondern erzielte auch den 3:2-Siegtreffer für die Lüdenscheider Rot-Weißen in Schwerte.

Südwestfalen – Die Topfavoriten formieren sich an der Tabellenspitze: SC Berchum/Garenfeld, Türkiyemspor Hagen und Rot-Weiß Lüdenscheid führen nach sechs Spieltagen punktgleich (14 Zähler) die Tabelle in der Bezirksligastaffel 6 an.

Doch für Spannung ist auch dahinter reichlich gesorgt: Ungeschlagen ist nämlich auch noch der SSV Kalthof (12 Punkte), zudem liegen FSV Gevelsberg (13), Geisecker SV (12 – ein Spiel weniger) und BW Voerde (11) dichtauf und lauern auf den ersten Ausrutscher des Spitzentrios.

Und der wird kommen, denn die Teams, die ihre Ansprüche auf einen möglichen Landesligaplatz vor Saisonbeginn bekundet haben, erfahren von Spieltag zu Spieltag, dass die „Kleinen“ ihnen schwer zusetzen und dabei auch zu rustikaleren Mitteln greifen, um den fußballerisch „feineren“ Gegnern das Leben zu versauern.

Mittel, die mitunter dazu führen, dass sich Staffelleiter Michael Krauthausen nicht nur über die große Spannung im Spielbetrieb freuen kann, sondern auch als Chef der Liga der „bösen Buben“ sehen muss: Denn auch in der sechsten Runde ging’s nicht ohne roten Farbeinschlag im Kartenspiel der Schiedsrichter ab: Zweimal knallrot und einmal gelb-rot zückten die Referees und erhöhten das Ligakonto auf zwölf totale Feldverweise und neun Gelb-Rote Karten.

Und dass es am Sonntag durchaus mehr hätte geben können, davon durfte sich Krauthausen als Augenzeuge der Partie von RWL bei ETuS/DJK Schwerte überzeugen. Jung-Schiedsrichter Hielscher war mit dem gelben Karton sehr zurückhaltend: Allein bei Rodi Mohammed hätte die Anzahl der Vergehen gleich für doppelt gelb-rot reichen können. Selbst ein Schwerter Auswechselspieler staunte: „Sagenhaft, wie er die Gegner ohne Karten wegflexen kann.“

Und der Staffelchef dürfte auch erstaunt registriert haben, dass Schwertes Jan Söpper seine Kritik über eine Schiedsrichterentscheidung mit einem Stoß mit beiden Händen vor die Brust des Unparteiischen kund tat, dafür aber lediglich gelb kassierte. Eigentlich galt bisher doch immer der Grundsatz, dass das Anfassen des Referees – wenn es sich nicht um freundschaftliches oder entschuldigendes Schulterklopfen handelt – zwangsläufig im Platzverweis mündet.

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