Nach Olpe-Niederlage: FSV fokussiert sich auf Hüsten

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Das Werdohler Offensivspiel hängt zurzeit stark von Gian-Marco De Luca ab, der nach schwerer Schulterverletzung gerade erst zurückgekehrt ist.

Werdohl - Der Schock kam spät und ließ die Köpfe erst einmal hängen. 88 Minuten lang hielt Fußball-Landesligist FSV Werdohl am Sonntag gegen den Tabellenzweiten SpVg Olpe ein 1:1, ehe zwei späte Gegentreffer dafür sorgten, dass der Favorit doch noch alle drei Zähler aus dem Riesei-Stadion entführte. Doch FSV-Trainer Carsten Minker richtet den Fokus schon auf den nächsten Gegner.

„Es war enttäuschend, dass wir nicht wenigstens einen Punkt ins Ziel retten konnten“, sagte Minker am Montag. Zwei Mal hatten sich seine Schützlinge in der Schlussphase überrennen lassen.

Zunächst startete Philipp Bredebach über die rechte Seite durch und bediente den am langen Pfosten völlig frei stehenden Matthias Stahl, der den Ball nur noch über die Linie des Werdohler Gehäuses drücken musste. In der Nachspielzeit war es dann genau umgekehrt: Diesmal setzte Stahl über die linke Olper Seite mit einem Diagonalpass Bredebach ein, der zum 1:3-Endstand verwandelte. So fuhr der Favorit aus dem Nachbarkreis letztlich doch noch den Sieg ein, auch wenn der Weg dahin durchaus beschwerlich war. „Wir wussten, dass das in Werdohl ganz hart werden würde“, gab SpVg-Trainer Ottmar Griffel zu Protokoll.

Dass es so hart war, lag auch daran, dass die Gastgeber sich taktisch gut verhielten, ballorientiert verschoben, den Olpern wenig Räume gaben. Darum lobte Minker: „Die Leistung war über weite Strecken okay. Wir haben gegen einen Titelfavoriten überragend mitgehalten.“

Ausbaufähig war hingegen das Werdohler Offensivspiel. Minker hatte wie in der finalen Testpartie gegen den SV Hohenlimburg (1:0) Dominik Krämer und Gian-Marco De Luca als Sturmspitzen aufgeboten, dahinter sollten auf den Außenpositionen Falk Fischer und der angeschlagene Kapitän Manuel Sander für Betrieb sorgen. Tatsächlich aber ging die meiste Gefahr von De Luca aus, der häufig den Weg in die Tiefe suchte. „Der Gesamteindruck ist, dass wir vorne zurzeit De-Luca-lastig sind“, so Minker.

Das sollte sich bald ändern, wenn die FSV nicht noch in den Abstiegskampf verwickelt werden will. „Mein erster Blick geht immer nach unten“, hat Minker die Gefahr erkannt. Zwar sind es derzeit nur sechs Zähler Rückstand auf Borussia Dröschede auf Rang vier, aber auch nur sieben Punkte Vorsprung auf den SV Hüsten, der als Drittletzter den ersten Abstiegsrang einnimmt.

Am kommenden Sonntag gastiert die FSV in Hüsten. Im Falle einer Niederlage im Stadion Große Wiese würde der Abstand also auf vier Punkte schrumpfen. Entsprechend hoch ordnet Minker den Wert dieser Begegnung ein. „Das ist für mich fast das wichtigste Spiel der Saison.“ - Von Christian Müller

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