Verdienter Scholl-Erfolg nach spektakulärem Turnier

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Finalduell im Regen auf hohem Niveau: Die Kicker des Geschwister-Scholl-Gymnasiums setzten sich im „Bruderduell“ gegen Nachbar Zeppelin-Gymnasium verdient mit 2:0 durch.

Lüdenscheid -  Happyend nach einem ebenso spektakulären wie zeitweise unerfreulichen Turniertag bei den 26. Schülerfußball-Stadtmeisterschaften von Lüdenscheider Nachrichten und Sparkasse Lüdenscheid.

Von Jörg Hellwig

Im regenreichen Klassefinale setzte das Geschwister-Scholl-Gymnasium als Titelverteidiger seinen am Vortag begonnenen Siegeszug fort und sicherte sich durch einen 2:0-Erfolg über den benachbarten „Bruder“ vom Zeppelin-Gymnasium verdient den Titelgewinn in der Altersklasse C der Jahrgänge 2001 bis 2003.

Jahreszahlen, die schon bald nach Eröffnung des dritten Turniertages auf dem Honsel-Kunstrasen, über dem bei drückender Schwüle ganztätig eine Unwetterwarnung als dunkle Bedrohung hing, in den Mittelpunkt rückten. Die Bedrohung kam aber dann nicht vom Himmel, sondern ganz bodenständig aus einem Schulaufgebot: Es bemängelten nämlich etliche Kicker anderer Mannschaften den Einsatz eines Akteurs der Richard-Schirrmann-Realschule im Team von Betreuer Arsim Ahmeti, der nicht auf der ursprünglichen Spielermeldeliste des Schulleitung gestanden hatte. Trotz angegebenen und vom Betreuer bestätigten Jahrgangs 2001 stellte sich nach Überprüfung schnell heraus, dass betreffender Akteur aber sehr wohl dem Jahrgang 2000 angehörte, mithin nicht spielberechtigt war. Die Turnierleitung schloss den Spieler vom Turnier aus, wertete das 2:0 gewonnene Duell der Schirrmann-Realschüler gegen die Theodor-Heuss-Realschüler mit 2:0 für die THR und beließ die Buckesfelder im Teilnehmerfeld.

26. Schülerfußball-Stadtmeisterschaften in Lüdenscheid: Altersklasse C

Die verloren zwar ihr zweites Turnierspiel mit 0:7 gegen das Zeppelin-Gymnasium, aber inzwischen überbrachte Lehrerin Maren Schwarzelmüller die verständliche Entscheidung der RSR-Schulleitung vom Buckesfeld: Die hatte beschlossen, die Mannschaft sofort aus dem Turnier zurückzuziehen, weil der Auftritt nicht ihrer Vorstellung von sportlicher Fairness entspricht. „Auch aus erzieherischen Gründen“ hieß es weiter, denn die Schulleiter gehen davon aus, dass die Teamkollegen gewusst hatten, dass der betreffende Schüler älter als erlaubt war. Die RSR-Spiele wurden komplett mit 2:0 für die Gegner gewertet. Der Stadtmeisterschaftsvergleich konnte sich nach dem Rückzugsnovum wieder den erfreulichen sportlichen Dingen zuwenden.

Und da dominierten Zeppelin-Gymnasium und Bergstadt-Gymnasium die „Restgruppe“ A letztlich deutlich. Mit makelloser Bilanz sicherte sich das Zepp mit Betreuungsslehrer Philipp Schwabe und „Schülercoach“ Jannik Steuber verdient den Gruppensieg. Die Theodor-Heuss-Realschule blieb auf der Strecke.

In Gruppe B waren die Kräfte ebenfalls klar verteilt: Nach starker Vorstellung der Mannschaft des Betreuerduos Kamp/Wolff gewann das Scholl sein Eröffnungsspiel mit 2:0 gegen die Adolf-Reichwein-Gesamtschule und siegte dann 7:0 gegen die Freien Christlichen Schulen. Die verabschiedeten sich auch im zweiten Spiel mit einer Kanterniederlage gegen die Gesamtschüler. Sie konnten mit dem Niveau der Konkurrenz diesmal nicht mithalten.

Im ersten Halbfinale bekamen die Scholl-Kicker erstmals Probleme, gerieten gegen Ralf Rüthers BGL-Team durch einen Treffer von Lennart Szepan sogar in Halbzeit eins in Rückstand. Erst in der Nachspielzeit des ersten Abschnitts glich Nico Conrad praktisch mit dem Halbzeitpfiff aus. Nach Wiederbeginn aber verdienten sich die Scholl-Schüler das Siegtor durch Jona Niemiec dann redlich.

Glatter qualifizierten sich die Nachbarn vom „Zepp“ gegen die Gesamtschule für das große „Bruderfinale“: Fynn Hampel und Flynn Flormann markierten die entscheidenden Treffer.

Doch das sollten auch die letzten Tore für die Zepp-Kicker bleiben, die zwar mit einer Riesenchance ins Finale starteten, aber dann mehr und mehr den Rückwärtsgang einlegen mussten und gehörig unter Druck gerieten. Und so konnten wieder die Scholl-Toptorjäger Nico Conrad und Jona Niemiec die erfolgreiche Titelverteidigung in der C-Klasse perfekt machen.

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