Fußball

LTV-Frauen träumen weiter vom Aufstieg

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Zuversichtlich hinsichtlich des Landesliga-Aufstiegs der LTV-Frauen vom Honsel: Trainer Carsten Glänzel.

Lüdenscheid - Schon bei seinem Amtsantritt im Sommer ließ er an seiner Zielsetzung keine Zweifel aufkommen. „Wir wollen in die Landesliga aufsteigen“, gab Carsten Glänzel als neuer Trainer der Bezirksliga-Fußballerinnen des LTV 61 damals zu Protokoll. Und nach 15 von 26 Spieltagen sind die Bergstädterinnen zwar auf keinem sehr guten, aber immer noch guten Weg, sind sie am Sonntag doch als Tabellenzweiter punktgleich mit Germania Salchendorf und nur zwei Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Fortuna Freudenberg II in die Winterpause gegangen.

Herr Glänzel, ganz lapidar gefragt: Was war bisher gut, was hat Ihnen nicht so gefallen?

Glänzel: Am meisten freut mich die spielerische Entwicklung, die die Mannschaft genommen hat. Wir können mittlerweile mehrere Systeme vernünftig spielen, sind auch im Laufe einer Partie flexibel, wenn aus taktischen Gründen umgestellt werden muss. Das ist auch die Folge einer hohen Trainingsintensität, wobei die Trainingsbeteiligung in einigen Phasen doch zu wünschen übrig ließ. Herausragend ist natürlich unsere Heimbilanz, denn am Honsel ist die Weste noch blütenweiß.

Und auswärts?

Glänzel: Wir haben viermal Punkte abgegeben, jeweils aus unterschiedlichen Gründen. Das Remis in Oeventrop ging in Ordnung, das 0:5 beim FC Ebenau war in erster Linie einem katastrophalen Platz geschuldet, beim 2:6 in Salchendorf waren wir einfach schlecht, auch ich habe da taktisch viel zu spät umgestellt. Am meisten aber schmerzt das 1:1 in Sundern. Da hätten wir vom Verlauf her gewinnen müssen, dann wären wir jetzt schon Erster.

Was nicht ist, kann ja noch werden?

Glänzel: Das sehe ich auch so. Ich sehe uns gerade in den letzten Wochen auf einem sehr guten Weg. Wenn wir nach der Winterpause direkt daran anknüpfen können, bin ich sehr zuversichtlich, dass es mit dem Aufstieg klappt. Entscheidende Bedeutung dürften wohl die direkten Duelle haben, wobei es am vorletzten Spieltag dann zum Showdown in Freudenberg kommen könnte. Apropos Winterpause, die ist sehr lang, erst am 10. März geht es planmäßig weiter.

Wie sieht der Fahrplan aus?

Glänzel: Am Samstag nehmen wir an unserem eigenen Hallenturnier teil, vier, fünf weitere Veranstaltungen unterm Dach wollen wir danach noch bestreiten. Planmäßig am 4. Februar geht es dann wieder nach draußen, in drei, vier Testspielen gegen klassenhöhere Gegner wollen wir uns den letzten Schliff holen.

Inwieweit hat die Gründung des Frauen Fußball Clubs Lüdenscheid für Unruhe beim LTV gesorgt?

Glänzel: Als Unruhe würde ich es nicht bezeichnen, aber natürlich war und ist das ein Thema, mit dem wir uns beschäftigen. Mein aktueller Stand ist, dass uns in der Winterpause keine Spielerin verlassen wird. Vier, fünf haben allerdings schon verlauten lassen, dass sie uns nach der Saison Richtung FFC verlassen wollen. Das müssen wir dann akzeptieren und uns rechtzeitig nach Alternativen umsehen. Alle Konzentration gilt aber zunächst dem Ziel Aufstieg.

Und wenn es nicht klappen sollte?

Glänzel: Dann geht die Welt auch nicht unter. Unabhängig davon, ob wir es schaffen oder nicht, würde ich von mir aus auch gerne weitermachen. Denn die Arbeit mit der Mannschaft macht richtig Spaß.

 Herr Glänzel, vielen Dank für das Gespräch.

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