Kein Saisonstart im August

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Nach derzeitigen Stand sind Fußballspiele noch bis September passé, müssen sich auch die D-Junioren des TuS Grünenbaum gedulden.

Kreisgebiet – Der frühzeitig vom Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen veröffentlichte Rahmenterminplan (Saisonstart 9. August) ist bereits Makulatur: Die neue, von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen veröffentlichten Corona-Schutzverordnung, die heute in Kraft tritt, beinhaltet zwar weitere Lockerungen im öffentlichen Leben, schließt aber „Sportfeste wie Fußball-Turniere, Freundschaftsspiele und ähnliche Sportveranstaltungen“ bis zum 31. August komplett aus.

Im Klartext heißt das nach aktuellem Stand, dass ein Saisonbeginn selbst Mitte September noch unwahrscheinlich ist, denn der FLVW hatte in der Vergangenheit betont, den Klubs vor der Freigabe des Wettkampfbetriebs mindestens 14 Tage Vorbereitungszeit zu geben. „Wahrscheinlicher erscheint es mir allerdings, dass die Mannschaften vier Wochen Vorlauf bekommen“, ist Michael Dregger, Vorstandssprecher des designierten Landesligaaufsteigers Rot-Weiß Lüdenscheid, sogar sicher, dass nach derzeitigem Stand der Corona-Maßnahmen mit der Aufnahme des regulären Meisterschaftsspielbetriebs nicht vor Anfang Oktober zu rechnen ist. Allerdings ist auch klar, dass bei den raschen Richtungsänderungen, die in der Pandemie-Zeit den Alltag bestimmen, die Verordnungen auch wieder gekippt werden können.  Entweder sogar nochmals verschärft oder noch weiter gelockert, sodass ein früherer Saison-Startzeitpunkt auch noch möglich ist.

Zunächst einmal greifen ab heute jedenfalls weitere Lockerungen: so unter anderem die Öffnung der Kontaktbeschränkung auf Gruppen von bis zu zehn Personen sowie Wettbewerbe im Breiten- und Freizeitsport. Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) weist aber ausdrücklich darauf hin, dass nach wie vor kein regulärer Trainings- oder Wettkampfbetrieb im Amateur- und Jugendfußball möglich ist, auch keine Trainingsspiele und verweist auf die NRW-Verordnung.

Darin heißt es unter anderem, dass „der nicht-kontaktfreie Sport- und Trainingsbetrieb sowie jeder Wettkampfbetrieb […]“ untersagt ist. Weiter zwar auch, dass für „Personen, die zu den in § 1 Absatz 2 genannten Gruppen gehören, auch die nicht-kontaktfreie Ausübung ohne Mindestabstand zulässig“ ist – jedoch schließt dies ausdrücklich nur Gruppen mit einer Maximalanzahl von zehn Personen ein.

„Die Einhaltung der Hygienekonzepte für ein kontaktfreies Training stellt für viele Vereine bereits eine große Herausforderung dar. Wir halten es für wenig praktikabel, dass maximal zehn Spielerinnen und Spielern untereinander wieder mit Kontakt trainieren können, zumal die übrigen Hygienevorschriften nach wie vor eingehalten und Personendaten erfasst werden müssen“, sagen Manfred Schnieders und Holger Bellinghoff.

Die Vizepräsidenten für Amateurfußball und Jugend raten Vereinen davon ab, wieder mit Kontakt zu trainieren: „Für den Fußball halten wir die neuen Lockerungen für wenig sinnvoll – zumal bis mindestens zum 31. August keine Turniere, Freundschafts- oder gar Meisterschaftsspiele ausgetragen werden können.“ Ferner weist der Landesverband aus Kamen darauf hin, dass auch die örtlichen Auflagen der jeweiligen Kommunen oder Landkreise zu beachten sind.

Sicher ist aber schon zum jetzigen Zweitpunkt: Auch die Spielzeit 20/21 wird nicht nur bei den Fußballern noch unter dem Eindruck der Corona-Pandemie stehen.

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