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Mit Minikader: Roosters verlieren in Nürnberg

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Die Iserlohn Roosters hatten bei den Nürnberg Ice Tigers einen schweren Stand
Coronabedingt mit kleinem Kader: Die Iserlohn Roosters hatten bei den Nürnberg Ice Tigers einen schweren Stand – hier versucht Iserlohns Ryan O´Connor (rechts) den Nürnberger Dane Fox zu stoppen. © Thomas Hahn

Nürnberg – Mal wieder haben die Iserlohn Roosters auswärts gegen ein Kellerkind verloren. Bei den Nürnberg Ice Tigers unterlag das Team von Trainer Brad Tapper mit 3:4. Allerdings waren diesmal die Vorzeichen nach der coronabedingten Zwangspause etwas anders.

Von André Günther

Nürnberg - Die spannendste Frage wurde bereits vor dem Spiel beantwortet. Insgesamt acht Spieler fehlten den Sauerländern auf dem Spielberichtsbogen. Neben den gesperrten Sena Acolatse und Maxim Rausch dürfte eine Coronaerkrankung der Grund für das Fehlen von Hannibal Weitzmann, Hubert Labrie, Erik Buschmann, Nick Schilkey, Brent Raedeke und Casey Bailey gewesen sein.

Somit gingen die Gäste mit nur fünf Verteidigern und drei Sturmreihen in die Begegnung und standen gleich mächtig unter Druck. Schon nach 61 Sekunden klingelte es zum ersten Mal im Roostersnetz. Patrick Reimer schaltete bei einem Abpraller am schnellsten und schob die Scheibe ins Tor der Gäste zur 1:0-Führung. Bis zum Powerbreak nach gut acht Minuten hatten die Sauerländer lediglich eine Möglichkeit, als Foucault und Adam im Gewühl vor Treutle die Scheibe nicht unter Kontrolle bekamen (4.). Danach kamen die Roosters etwas besser ins Spiel, nicht zuletzt, weil die Ice Tigers drei Strafen in Folge kassierten. Ein Tor blieb den Roosters aber verwehrt. Stattdessen mussten sie froh sein, dass sie im ersten Drittel bei einem Schussverhältnis von 5:17 lediglich einen Gegentreffer kassierten.

Freude nach Anschlusstreffer währt nur kurz

Der Mittelabschnitt begann vielversprechend. Foucault kam zwischen den Bullykreisen zum Abschluss, aber zielte etwas zu hoch. Nach der 25. Minute steigerte sich der Druck der Hausherren allerdings wieder. Tim Fleischer setzte sich gleich gegen zwei seiner ehemaligen Teamkollegen durch und erhöhte mit einem Schuss in die lange Ecke auf 2:0 (26.). Iserlohn gab aber nicht auf: Nach einer schönen Kombination über O’Connor und Foucault staubte Joe Whitney in Überzahl zum 1:2 ab (31.). Doch die Freude bei den rund 50 mitgereisten Roostersfans währte nicht lange. Gregor MacLeod nutzte seinen Freiraum und stellte den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her (31.).

In der Folge hatten die Iserlohner Probleme, sich aus der Umklammerung der Nürnberger zu befreien. Nur einmal hatten die Sauerländer den Torschrei auf den Lippen, als Kris Foucault auf die Reise geschickt wurde, aber am Ende freistehend an Niklas Treutle scheiterte (37.).

Die kalte Dusche gab es für die Gäste gleich zu Beginn des Schlussdurchgangs: Nach einem Fehler vom ansonsten gut haltenden Jenike, der Tim Fleischer den Puck in den Schläger spielte. Fleischer erhöhte zum 4:1 (42.) In der Folge hätten die Ice Tigers sogar die Führung weiter ausbauen können. Doch die Roosters stemmten sich mit ihrem Minikader dagegen. In Überzahl erzielten sie zunächst durch Joe Whitney ihren zweiten Treffer (55.).

Dramatische Schlussphase

Und in der Schlussphase überschlugen sich dann die Ereignisse. Brad Tapper nahm zum wiederholten Mal den Torhüter vom Eis – mit Erfolg. Luke Adam kam völlig frei an die Scheibe und schoss diese, unhaltbar für Treutle, zum 4:3 ins Tor (59.). Da Nürnberg noch eine Strafe kassierte, hatte Cornel in der Schlussminute sogar noch den Ausgleich auf dem Schläger, aber er scheiterte am Schlussmann der Gastgeber. Nach einem harten Kampf fehlte den Iserlohnern somit am Ende ein Treffer, um aus Nürnberg Zählbares mitzunehmen.

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