Motorsport, VLN-Langstreckenpokal

Technischer Defekt stoppt Gerrit Holthaus

Nürburgring VLN-Langstreckenpokal Gerrit Holthaus
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Der Lüdenscheider VLN-Pilot Gerrit Holthaus und seine Kollegen wurden beim 3. Rennen der Langstreckensaison unverschuldet von einem Defekt gestoppt. Die bei einem Ausweichmanöver beschädigte Auspuffanlage sorgte nach 17 Runden für den Ausfall des Renault Clio.

Kreisgebiet – Nach dem Erfolg beim jüngsten Rennen kamen Gerrit Holthaus (Lüdenscheid), Marc Wylach (Wuppertal) und Michael Bohrer (Merzig) dieses Mal nicht ins Ziel. Ein unverschuldeter technischer Defekt stoppte den X85 Racing-Renault Clio vorzeitig beim dritten Rennen zur VLN Langstrecken Serie auf dem Nürburgring.

Dabei hatte der Tag gut angefangen: In 9:18,794 Minuten hatte das Trio erneut die Pole Position in ihrer Klasse aufgestellt, der mit fünf Fahrzeugen besetzten Gruppe H bis 2000 ccm. Startfahrer Michael Bohrer übernahm auch gleich die Führung und konnte sich um einige Sekunden von seinen Verfolgern absetzen.

In seiner letzten Runde, bevor die planmäßige Übergabe an Marc Wylach erfolgen sollte, lief Bohrer mit seinem „kleinen“ Clio auf den „großen“ BMW 330i des Italieners Edoardo Bugane auf. Dieser wollte partout Bohrer nicht vorbeilassen, obwohl die beiden in getrennten Klassen unterwegs waren. Dreimal war der Renault-Pilot bereits neben dem BMW, dreimal warf dieser die Tür zu.

Das dritte Mal erfolgte im Streckenabschnitt Eiskurve, wo Bohrer nach links über den Curb in die Wiese auswich, um eine Kollision mit dem 330i zu vermeiden. Dabei rumpelte der Saarländer aber so unsanft über den Randstein und schlug mit dem Unterboden auf, dass hierbei die Auspuffanlage beschädigt wurde.

„Verhalten von Bugane völlig inakzeptabel“

Nach dem Wechsel zu Marc Wylach begannen dann die Probleme: Der Auspuff ging allmählich kaputt, der kleine Franzose wurde immer lauter. Nach ziemlich genau drei Stunden bzw. 17 Runden des auf vier Stunden angesetzten Rennens, wurde das X85-Racing Team vom Veranstalter mit der schwarzen Flagge disqualifiziert. Holthaus hatte gerade seine zweite Runde vollendet.

„Das Verhalten von Bugane war völlig inakzeptabel“, sagte der Lüdenscheider. „Das haben nicht nur Michael Bohrer und ich ihm gesagt, sondern auch sein Teamkollege Stephan Epp, der jahrelang unser Teamkollege war, und auch sein Teamchef Daniel Sorg. Das war gänzlich unnötig und vor allem total sinnlos. Wenn er mit seinem großen Auto nicht schneller fahren kann, dann möge er bitte Platz machen. Wenn Michael nicht so umsichtig gefahren wäre, hätten beide in der Leitplanke landen können.“

Aufgrund des 24h-Rennens Anfang Juni, macht die VLN-Seite jetzt eine längere Pause. Erst am 26. Juni geht es für das Trio Holthaus/Wylach/Bohrer weiter. Geplant ist der Einsatz eines neuen Motors, da der alte von der Basis her aus dem Jahr 2015 stammt. Am 24h-Rennen wird der Lüdenscheider Motorsportler nicht teilnehmen.

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