Motorsport

Pechsträhne auf dem Ring: Zweiter Platz für Holthaus im Renault Clio

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Der Clio des Trios Holthaus/Epp/Bohrer in Front, verfolgt vom Opel Astra der Familie Strycek und den Overbeck-Brüdern auf dem Nürburgring.

Nürburgring – „So etwas wie heute habe ich noch nie erlebt“, sagte ein gefrusteter Gerrit Holthaus nach dem fünften Rennen zur Langstreckenserie auf dem Nürburgring.

Zwar hatten der Lüdenscheider und seine Teamkollegen Stephan Epp (Wuppertal) sowie Michael Bohrer (Merzig) mit Rang zwei erneut ein gutes Ergebnis erzielt. Aber das Trio haderte mit einer unglaublichen Pechsträhne. Im Qualifying lief alles noch nach Plan: Michael Bohrer markierte im Renault Clio in 9.23,089 Minuten eine überlegene Klassenbestzeit. Der grippegeschwächte Startfahrer Stephan Epp behauptete drei Runden lang die Führung, ehe die Markenkollegen Tobias und Daniel Overbeck (Kempen) vorbeizogen. Wie geplant, steuerte Epp nach bereits 1:15 Stunden die Boxen an, um an Holthaus zu übergeben. 

Eine Tankfüllung würde für fast zweieinhalb Stunden reichen. „Doch damit begann unsere Pechsträhne“, sagte Holthaus nach dem Rennen. „Dadurch, dass wir deutlich früher unseren ersten Boxenstopp abwickelten, waren die Overbecks und wir mit mehreren Minuten Differenz auf der Strecke unterwegs. Es war ein Fernduell. Unsere Boxenmannschaft verfolgte beide Autos dank des GPS-Auges auf den Bildschirmen. Und musste mitansehen, wie ich regelmäßig in eine Code 60-Zone geriet, die es bei den Overbecks noch nicht gegeben hatte.“

"Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man"

Kurz vor der Hälfte der Sechs-Stunden-Renndistanz hatte die Ginetta GT4 einen heftigen Unfall. Zwischen Metzgesfeld und Wehrseifen gab es auf einer Länge von rund 800 Metern eine Code 60-Phase, die Holthaus 35 Sekunden kostete und die Overbeck nicht hatte. „Laut unserer Boxenmannschaft ist uns das im Rennen annähernd zehn Mal passiert. Michael Bohrer soll in einer späteren Code 60 sogar fast eine Minute eingebüßt haben.“ Somit kämpften die Drei natürlich mit stumpfen Waffen. Am Ende waren es dann gut fünf Minuten, die zum Klassensieg fehlten. 

„Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man, das ist so im Motorsport“, sagte Holthaus. „Aber so etwas wie heute habe ich wirklich noch nicht erlebt. Das war schon irre.“ Über das eigentliche Ergebnis und die Fortsetzung der guten Bilanz konnte sich der 36-Jährige aber dennoch etwas freuen. Fünf Rennen sind gefahren, zweimal Erster und dreimal Zweiter sind eine gute Ausbeute.

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