Kein Happyend für Kaiser und Holthaus

+
Pech für den Lüdenscheider Gerrit Holthaus: Teamkollege Lucian Gavris (Grasbrunn) wurde in der sechsten Runde im Streckenabschnitt Brünnchen von einem Aston Martin in die Leitplanken katapultiert.

Kreisgebiet - Nach dem Gesamtsieg beim RCN-3-Stunden-Rennen am Vorwochenende peilte der Lüdenscheider Burkard Kaiser auch beim Finale zur VLN- Langstreckenmeisterschaft ein Top-Ergebnis an. Doch zwei Runden vor Schluss musste der Black Falcon-Porsche 911 mit einem Defekt abgestellt werden.

Von Jörg Ufer

„Das ist Motorsport, das kann passieren“, ärgerte sich der 57jährige. „Ich bin heute jedenfalls sehr zufrieden, auch wenn kein zählbares Ergebnis zu Buche steht.“ Kaiser teilte sich das Porsche-Cockpit mit Andreas Weishaupt (Ulm) und Andreas Ziegler (Sinzig). Bei schwierigen Bedingungen übernahm der Bergstädter die Rolle des Startfahrers. „Die Streckenbedingungen waren schwierig. Zum einen gab es noch viele feuchte Stellen, zum anderen eine immens lange Ölbindemittelspur. Die erinnerte mehr an eine Sahara-Expedition als an eine Rennstrecke.“ Hintergrund: Zwischen Training und Rennen hatte ein Reisebus mit Touristen an Bord eine Runde gedreht und hierbei Unmengen von Diesel verloren...

In der mit 14 Fahrzeugen stark besetzten Klasse der Specials bis 4000 ccm übergab Kaiser nach rund einer Stunde planmäßig an Ziegler. „Ich konnte auf Rang vier vorfahren und hatte irre viel Spaß bei dem Wetter. Das Auto lief super, das war ein schönes letztes Saisonrennen“, sagte Kaiser unmittelbar nach dem Fahrerwechsel. Teamkollege Weishaupt blieb dann kurz Schluss, auf Rang vier liegend, stehen.

In die Leitplanken katapultiert

Noch schlimmer erwischte es den Lüdenscheider Gerrit Holthaus. Teamkollege Lucian Gavris (Grasbrunn) wurde in der sechsten Runde im Streckenabschnitt Brünnchen von einem Aston Martin in die Leitplanken katapultiert. Der Renault Clio wurde hierbei mächtig beschädigt. Zum Zeitpunkt des Unfalls führte das Duo seine Klasse mit über fünf Minuten Vorsprung an.

Holthaus: „Luke hatte den Aston Martin in der Kurve zuvor ganz normal überholt. Ob derjenige es nicht vertragen konnte, von einem kleinen Clio überholt zu werden oder ob er einfach nur gepennt hat, kann ich nicht sagen. Wir mir Zuschauer berichtet haben, hat der Aston-Pilot wohl etwas spät gebremst, dann hat sein Fahrzeug über die Vorderachse geschoben und ist Luke hinten rechts auf die Ecke gefahren. Der anschließende Einschlag war mächtig und teuer. Gott sei Dank haben wir jetzt ein paar Monate Zeit, den Clio wieder aufzubauen.“

Für Holger Spelsberg (Schalksmühle), Dirk Kauke (Arnsberg) und Rolf Wilhelm Droste (Schalksmühle) war das Rennen schon in der zweiten Runde beendet: Am Streckenabschnitt Schwedenkreuz fing der Opel Astra J OPC Feuer und musste gelöscht werden.

Das Lüdenscheider Team Automobile Theisen setzte erstmals für das dmsj-Youngster-Racing-Team einen Opel Astra G OPC in der VLN ein. Die Deutsche Motorsport Jugend ist eine Abteilung des Deutschen Motor-Sport-Bundes (DMSB) mit Sitz in Frankfurt. Aktuell fördert die dmsj vier Nachwuchstalente, die 2015 das ADAC 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring bestreiten sollen. Im Rahmen einer möglichst optimalen Vorbereitung standen im Verlauf des Jahres 2014 Starts in der Breitensportserie RCN an. Auch hier setzte die Mannschaft von Peter und Thomas Theisen den Opel Astra ein. Nun erfolgte das Debüt der Youngster in der Langstreckenmeisterschaft. Bei den Serienwagen bis 2000 ccm wurden Ronja Assmann (Golßen), Daniel Engl (Burghausen), Felix Günther (Velbert) und Niklas Meisenzahl (Bordelum) auf den sechsten Platz von neun Startern abgewinkt.

Fritzsche-Sieg im Opel-Astra-Cup

Derweil haben die Zwillinge Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche ihrer ohnehin schon beispiellosen Erfolgsgeschichte ein weiteres erfreuliches Kapitel hinzugefügt: Zusammen mit dem Berliner Thorsten Wolter sind die Hückeswagener die neuen Meister im Opel Astra OPC-Cup, der innerhalb der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring ausgetragen wird. „Wir sind super happy und stolz“, waren sich die beiden einig. Bei wechselnden Witterungsbedingungen fuhr das Trio den Titel beim letzten Saisonrennen locker nach Hause. „Heute wollten wir sauber durchfahren, nicht mit der Brechstange agieren“, gab Jürgen zu. Das Trio gewann den Astra-Cup schließlich deutlich mit 55 Punkten Vorsprung. Und das, obwohl es wegen eines Unfalls und eines Ausfalls mangels Kraftstoff auch zwei Ausfälle gab. In den anderen sieben Läufen gab es fünf Siege und zwei zweite Plätze.

Bei den Turbo-Specials bis 2000 ccm freute sich das Radevormwalder race & event-Team über die zwölfte Zielankunft in Folge mit dem Audi TT-RS. Dieses Mal wurden Heinz Schmersal (Wuppertal), Markus Oestreich (Petersberg) und Thomas Schmid (Willich) Fünfter. Der Erfolg hing dabei am seidenen Faden, denn Oestreich hatte kurz nach Rennhalbzeit im Bereich Breidscheid einmal die Betonmauer touchiert, konnte die Fahrt aber fortsetzen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare