Bestzeit für Burkard Kaiser

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Burkard Kaiser (Lüdenscheid), Willi Friedrichs (Schalksmühle) und Andreas Ziegler (Sinzig) lenkten den Black Falcon-Porsche GT3-Cup auf Platz fünf bei den Specials bis 4000 ccm.

Kreisgebiet - Beim Debüt des neuen seriennahen Audi TT-S schrammte Bernd Hömberg ganz knapp an einem Klassensieg vorbei. Erfolge gab es beim zweiten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring am Wochenende dagegen für die Fritzsche-Brüder und den „race & event“-Audi. Die heimischen Porsche-Teams waren mit Top-10-Ergebnissen ebenfalls zufrieden.

Von Jörg Ufer

An dieses Rennen zu Europas populärster Breitensportserie wird man sich noch lange erinnern. Nicht nur wegen den guten Resultaten der heimischen Piloten, sondern auch wegen einer Rennunterbrechung von fast vier Stunden wegen massiver Leitplankenreparaturen. Und selbst nach dem Neustart ging es wieder an vielen Stellen rund.

Rote Flagge nach 49 Minuten

Der auf vier Stunden angesetzte Lauf wurde nach 49 Minuten mit der roten Flagge gestoppt. Im Bereich Pflanzgarten waren ein Porsche 911 und ein VW Scirocco miteinander kollidiert. Der Scirocco hatte hierbei die Leitplanken durchbrochen und sich mehrfach überschlagen. Zum Glück kamen beide Piloten mit leichten Blessuren davon. Abgesehen von der Bergung der Wracks, musste die Dreifachleitplanke auf einer Länge von 80 Metern komplett erneuert werden.

Nach dem Re-Start passierten weitere zahlreiche Unfälle, die aber bei weitem nicht so schlimm waren. Bernd Hömberg und seine Teamkollegen Harald Thönnes (Mülheim-Kärlich) und Marcel Hoppe (Lennestadt) zeigten eine fehlerfrei Leistung, verpassten beim ersten Einsatz des neuen seriennahen Audi TT-S den Sieg bei den Turbo-Serienwagen bis 2000 ccm nur um 2,064 Sekunden.

Premiere für Kathage/Kämper

Bei den Specials bis 4000 ccm (15 Starter) freuten sich die beiden heimischen Porsche-Teams über erneut gute Platzierungen. Burkard Kaiser (Lüdenscheid), Willi Friedrichs (Schalksmühle) und Andreas Ziegler (Sinzig) lenkten den Black Falcon-Porsche GT3-Cup auf Platz fünf. Das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal mit den Fahrern Ingo Vogler (Schalksmühle), Wolfgang Kemper (Menden) und Don Stephano (Mayen) wurde Neunter.

Vor allem Kaiser verließ mit einem breiten Grinsen den Eifelkurs: Der 56-Jährige hatte im Qualifying in 8:40,799 Minuten eine neue persönliche Bestzeit markiert. Im Rennen wurde diese auf 8:36,600 gesteigert. „Für diese Saison hatte ich mir die 8:40 als absolutes Ziel gesetzt. Das habe ich jetzt schon erreicht und bin darüber sehr, sehr glücklich.“ Ihr allererstes Rennen auf dem Nürburgring bestritten Björn Kathage aus Halver sowie der Wipperfürther Volker Kämper. Das Duo startete mit einem Porsche Cayman bei den Produktionswagen bis 3500 ccm und fuhr auf den zwölften Platz bei 17 Startern.

Fritzsche-Zwillinge Klassensieger

Die 15 Opel Astra OPC aus dem gleichnamigen Markenpokal sorgten einmal mehr für das Salz in der Suppe im Feld der 173 gestarteten Teilnehmer. Stoßstangenduelle und Windschattenspiele waren an der Tagesordnung. Zu den Hauptdarstellern zählten einmal mehr die Hückeswagener Zwillinge Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche mit ihrem Berliner Teamkollegen Thorsten Wolter am Steuer des Lubner Motorsport-Astra. Startfahrer Jürgen übernahm zunächst die Führung, Wolter fiel dann auf Platz zwei zurück und nach dem letzten Boxenstopp war Heinz-Otto nur noch Dritter. Zunächst ärgerte man sich im Lubner-Team, hatten doch die beiden direkten Wettbewerber im Kampf um den Sieg bis zu 20 Sekunden kürzer geparkt. Doch der eine hatte zu wenig getankt, der andere darauf verzichtet, neue Reifen auf der Vorderachse zu montieren. In der letzten Runde der zweieinhalb Stunden-Distanz rächte sich dieses. Heinz-Otto querte schließlich mit 3,093 Sekunden Vorsprung als Klassensieger den Zielstrich.

Der Audi TT-RS der Radevormwalder Mannschaft „race & event“ lag lange Zeit auf Platz zwei bei den Turbo-Specials bis 2000 ccm. Doch in der zweiten Rennhälfte konnte das Trio Heinz Schmersal, Markus Oestreich und Jürgen Wohlfahrt das Blatt noch wenden und gewann mit 41,529 Sekunden Vorsprung.

Schon am 26. April steht das dritte Saisonrennen auf dem Programm.

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