ACL-Nachwuchs rutscht aus

Bittere Pille: Im Trainingslauf krachte Jan Philipp Niklas mit dem Mazda 2 auf nasser Strecke in eine Absperrung.

Rüthen - Der MSF Warstein war am Wochenende Ausrichter des 2. Vorlauf im ADAC Youngster Slalom Cup in Rüthen. Am frühen Sonntagmorgen und bei kalten Temperaturen gingen die Vorbereitungen los, und beim Ablaufen der Strecke zeigte sich die Kaiserkuhle in einem rutschigen Zustand. Nach dem Warmfahren der Autos durch die Instructoren bestätigte sich durch die kalten Asphalttemperaturen die Rutschgefahr.

Beim zweiten Aufeinandertreffen der Fahrer musste diesmal die Einsteigerklasse in absteigender Reihenfolge zuerst an den Start. Das bedeutete, dass die ACL-Fahrer Freddy Schneider und Timo Aurisch mit den Startnummer 30 und 29 gleich früh ran mussten. Schneider legte in seinem Trainingslauf eine Zeit von 1:27,64 Minuten hin, Aurisch durchfuhr den Parcours in 1:30,50 Minuten.

Nachdem alle Einsteiger durch waren, hatten die ACL- Fahrer genügend Zeit für die Analyse, denn anschließend fuhren die Junioren um ACL- Fahrer Jan Anders. Auch er hatte Schwierigkeiten, den Mazda 2 in den rutschigen Abschnitten zu kontrollieren. Mit der siebtschnellsten Zeit in einem sehr engen Feld war der junge Lüdenscheider nicht ganz zufrieden. Es folgte der erste Wertungslauf der Einsteiger. Schneider legte mit 1:22,53 Minuten eine sehr gute Fahrt hin, Aurisch dagegen hatte sehr viel Respekt vor der Kaiserkuhle, kam lediglich mit 1:33,68 Minuten ins Ziel. Anschließend begann es wie aus Eimern zu schütten, sodass für Anders nach einem Pylonenfehler und 1:40,05 Minuten schon alle Träume von einem Podestplatz platzen. Nur drei von 14 Fahrern schafften einen fehlerfreien Ritt.

Im zweiten Durchgang hatten auch die Einsteiger noch mit den sehr nassen Bedingungen zu kämpfen. Am Ende des Tages sprangen für Freddy Schneider und Timo Aurisch die Plätze 21 und 24 heraus. Nach nachlassenden Regen und halbwegs abgetrockender Strecke wollte Jan Anders nochmal angreifen und durchfuhr den zweiten Durchgang mit einer Zeit von 1:19,11 Minuten. Damit stand für ihn Platz acht bei den Junioren zu Buche.

Am Nachmittag, kurz vor dem Start der Young Driver- Klasse mit ACL-Fahrer Jan Philipp Niklas, begann es wieder zu regnen. Auch für die älteren 29 Fahrer war die Kaiserkuhle eine Herausforderung. Für Niklas verlief der Start in die zweite Veranstaltung bitter: Nach dem Start auf einer Bergauf-Passage folgte eine leicht rechts abbiegende Kurve, in der er das Auto auf Grund der Geschwindigkeit und der nassen Strecke verlor und in die Absperrung krachte. Der Tag war nahezu gelaufen, er konnte seinen Trainingslauf nicht beenden, und das Fahrzeug wurde aus Sicherheitsgründen aus der Veranstaltung genommen. Da saß der Schreck tief in den Knochen, und Betreuer und Vater Holger musste Jan Philipp intensiv zureden, um wieder Vertrauen für den ersten Wertungslauf aufzubauen. Mit 1:37,66 Minuten auf immer noch nasser Fahrbahn nach fehlerfreier, aber sehr vorsichtiger Fahrweise stand nach dem ersten Durchgang Platz 21 zu Buche.

Und besser wurde es nicht: Mit wieder einsetzenden Regen war dann nach dem zweiten Lauf am späten Nachmittag nicht mehr als Rang 26 drin. In der Mannschaftswertung kam auch nur Platz acht von neun Teams für den Automobilclub Lüdenscheid aufs Papier. Fazit: Ohne konstante Trainingsmöglichkeiten ist es fast unmöglich, weiter nach vorne zu fahren, wenn ADAC- Ortsclubs wie AC Olpe, RC Haltern oder MSC Bergstadt-Rüthen mit Fahrsicherheitszentren optimale Trainingsmöglichkeiten für Ihren Nachwuchs bereitstellen können.

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