"Kraftstoff-Lotterie" am Nürburgring

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Die wechselnden Witterungsbedingungen machten Volker Kämper (Wipperfürth), Björn Katthage und Christopher Kämper (beide Halver) mit ihrem Porsche Cayman bisweilen zu schaffen.

Kreisgebiet - Wechselnde Witterungsbedingungen und die Anzahl von Boxenstopps bestimmten vielfach das Geschehen beim fünften Rennen zur Langstreckenmeisterschaft. Burkard Kaiser (Lüdenscheid) und der Schalksmühler Willi Friedrichs blieben in der Erfolgsspur und fuhren auf den sechsten Platz in ihrer Klasse. Pech hatten die Fritzsche-Zwillinge, die in der letzten Runde ohne Treibstoff ausfielen.

Von Jörg Ufer

Wegen Problemen bei der Erstellung des Trainingsergebnisses und der daraus resultierenden Startaufstellung begann das Rennen mit gut zwei Stunden Verzögerung und wurde von vier auf 2:45 Stunden Gesamtfahrzeit gekürzt.

Nur 14 Tage nach dem 24-Stunden-Rennen kehrte mit der Langstreckenmeisterschaft der Alltag auf den Eifelkurs zurück. Immerhin 139 Teams starteten zum fünften Saisonlauf, darunter allerdings nur eine Handvoll GT3-Boliden. „Auf der Strecke ging es sehr entspannt zu. Es gab kaum Unfälle und kaum gelbe Flaggen, trotz des zeitweiligen Nieselregens. Das Fahren hat heute richtig Spaß gemacht“, sagte Kaiser, der als Startfahrer im Black Falcon-Porsche GT3-Cup bis auf den vierten Rang (von 13 Startern) bei den Specials bis 4000 ccm vorfuhr.

Nachdem Andreas Ziegler (Sinzig) für den Mittelstint das Steuer übernommen hatte, kletterte Friedrichs für die letzten Runden ins Cockpit. „Aufgrund der verkürzten Renndistanz hätten wir nur einen Boxenstopp machen müssen“, erklärte Friedrichs. „Aber wir Drei machen das hier in erster Linie aus Spaß, und daher haben wir beschlossen, dass jeder sechs Runden fährt anstelle von zwei Piloten á neun Runden.“ Somit fiel das Trio noch vom vierten auf den sechsten Platz zurück.

In ihrem erst dritten Autorennen fuhren Volker Kämper (Wipperfürth), Björn Katthage und Christopher Kämper (beide Halver) mit dem Porsche Cayman bei den Produktionswagen bis 3500 ccm auf den zehnten Platz. Die wechselnden Witterungsbedingungen machten den Neulingen zu schaffen: Einmal musste das Trio aus dem Kiesbett der Mercedes-Arena befreit werden. Im Training war der Porsche kurzzeitig mit technischem Defekt ausgerollt.

Zündaussetzer durch leeren Tank

Der Hückeswagener Jürgen Fritzsche führte vom ersten Meter an im Opel Astra-Markenpokal. Für den Schlussstint hatte Thorsten Wolter das Steuer übernommen. Der Berliner wies zu Beginn der letzten Runde 3,3 Sekunden Rückstand auf den Spitzenreiter auf. Doch keine fünf Minuten später kam die Hiobsbotschaft aus dem Streckenabschnitt Bergwerk: Der Astra war mit Zündaussetzern liegen geblieben. „Vermutlich ist der Tank leer“, ärgerten sich die Fritzsche-Zwillinge. „Verstehen können wir es nicht, denn durch den Regen heute waren die Rundenzeiten etwas langsamer als sonst. Dann braucht der Motor normalerweise weniger Sprit.“

Die „Kraftstoff-Lotterie“ brachte dem Radevormwalder race&event-Team dagegen Glück. Die Piloten Markus Oestreich (Petersberg) und Thomas Schmid (Willich) kämpften mit zwei anderen Audi TT um den Sieg bei den Turbo-Specials bis 2000 ccm. Mohr hoffte: „Durch die paar verregneten Runden müssten wir eigentlich genug Sprit gespart haben für einen weiteren Umlauf.“ Und in der Tat: Während die beiden Mitbewerber mit den durstigen 5-Zylinder-Motoren kurz vor Schluss noch ein paar Liter nachtankten, fuhr Schmid im 4-Zylinder-Audi durch und wurde mit 22,3 Sekunden Vorsprung abgewinkt. Die ganze Mannschaft lag sich in den Armen...

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