Motorsport, Langstreckenserie am Nürburgring

Glück im Unglück für Gerrit Holthaus

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Saisonfinale mit Schrecken: Gerrit Holthaus schied mit seinem Renault Clio zur Rennmitte aufgrund eines Unfalls aus, blieb aber unverletzt.

Das neunte und letzte Saisonrennen der Langstreckenserie auf dem Nürburgring hatte sich Gerrit Holthaus sicherlich anders vorgestellt: Anstelle eines weiteren Erfolges, kam gegen Rennmitte das abrupte Ende durch einen Unfall.

Kreisgebiet - Holthaus blieb zum Glück unverletzt und auch der Schaden am Renault Clio fiel nicht so hoch aus. Zu diesem Zeitpunkt führte der Lüdenscheider seine Klasse mit rund eineinhalb Minuten Vorsprung an.

Was war passiert? – Im Streckenabschnitt Hatzenbach, genau genommen an Posten 63, war Porsche-Pilot Michele Beretta von der Strecke abgekommen, konnte aber mit beschädigtem Fahrzeug die Fahrt langsam fortsetzen. In der Folge zeigten einige Streckenposten die orange-rote Schmutzflagge als Warnung für die nachfolgenden Teilnehmer, die meisten aber nicht.

Renault Clio landet im Reifenstapel

„Bei Posten 63 konnte man die Betriebsmittelspur nicht übersehen, in den Kurven danach habe ich es dann auch ruhiger angehen lassen“, sagte Holthaus. „Unser Vorsprung war groß, das Rennen dauerte noch fast zwei Stunden und ich wollte nicht abfliegen. Hinter der Hatzenbach parkte ein Teilnehmer auf dem Grünstreifen und ich dachte, das wäre der Öler gewesen. Anschließend am Flugplatz konnte ich keine Spur auf der Fahrbahn erkennen und die Sportwarte bei Posten 78 zeigten auch nichts an. Dann passierte es…“

Ohne Vorankündigung brach das Heck des Renault Clio in der schnellen Rechtskurve zwischen Posten 78 und 80 aus. Nach einem 360 Grad-Dreher krachte Holthaus mit vorn links in den Reifenstapel. „Durch den Dreher konnte ich die Geschwindigkeit von rund 180 km/h auf circa 60 km/h verringern. Und ich habe den Reifenstapel in einem günstigen Winkel getroffen. Als ich dann mitten auf der Strecke zum Stillstand kam, haben mich Nachfolgende zum Glück nicht getroffen. Also alles in allem noch Glück im Unglück.“

„So etwas ist eine Unverschämtheit“

Nicht gut zu sprechen war Holthaus auf den Porsche-Piloten. „Im Nachhinein wissen wir, dass der rund acht Kilometer der Strecke eingesaut hat, bis er endlich stehen blieb. So etwas ist eine Unverschämtheit. Den Streckenposten bin ich nicht böse, vermutlich konnte man die Spur nicht sehen oder so schnell mit Flaggen reagieren, denn ich war das erste Fahrzeug am Flugzeug nach dem tropfenden Porsche.“

Während der sechsmonatigen Winterpause hat der Lüdenscheider jetzt genügend Zeit, den kleinen Franzosen wieder herzurichten. „Wir brauchen eine Richtbank und einen neuen Vorderbau. Außerdem müssen wir etwas mehr Belüftung in den Innenraum bekommen. Und der neue Motor ist auch fast fertig. Uns wird nicht langweilig werden – und wir freuen uns schon jetzt auf die neue Saison.“ Am 26. März 2022 wird das Auftaktrennen stattfinden.

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