Zwölf-Stunden-Rennen in Dubai

Herausforderung am Persischen Golf

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Will im Porsche aufs Treppchen: Burkhard Kaiser.

Kreisgebiet - Die elfte Auflage des 24-Stunden-Rennens von Dubai eröffnet am Wochenende die neue Motorsportsaison. Mit dem Lüdenscheider Burkard Kaiser, dem PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetals sowie dem Radevormwalder Team race&event sind gleich drei Mannschaften aus der Region am Start.

„Ein Platz auf dem Podium wäre nicht schlecht“, sagt Kaiser. Der 58-Jährige pilotiert einen Porsche 911 GT3-Cup aus dem Team Black Falcon in der mit 19 Fahrzeugen stark besetzten Klasse der Cup-Porsche. Seine Teamkollegen sind der ehemalige Deutsche Rallyemeister Mark Wallenwein, Porsche-Werksfahrer Klaus Bachler aus Österreich, der Russe Stanislav Minsky sowie der Deutsche Sören Spreng. „Unser Schwesterauto von Black Falcon und auch ein oder zwei andere Fahrzeuge sind fahrerisch mindestens genauso stark besetzt“, sagt Kaiser. „Realistisch wäre für uns ein Platz unter den ersten Fünf. Bleiben wir von Kollisionen und Defekten verschont, dann schielen wir Richtung Podium.“

Mit fast 100 Startern ist Dubai so stark besetzt wie noch nie. Kaiser: „Der Schlüssel zum Erfolg ist die innere Ruhe. Keine Kollisionen riskieren, lieber mal zurückstecken.“ Das PoLe Racing Team startet zum vierten Mal in der Wüste. Nach erfolgreichen Jahren mit Porsche – 2013 und 2014 fuhr die Mannschaft jeweils als Dritter aufs Klassenpodium – geht das Sauerländer Team dieses Jahr mit einem Audi R8 LMS an den Start. Am Volant werden sich Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Elmar Grimm (Münster), Ingo Vogler (Schalksmühle), Gustav Edelhoff (Hemer) und Max Edelhoff (Hemer) abwechseln. „Dieses Jahr wird eine richtige Herausforderung“, sagt der 58-jährige Kirchhoff. „Es sind 29 GT3-Fahrzeuge genannt. Viele dieser Autos sind mit Werksfahrern besetzt, für die eine erfolgreiche Platzierung besonders wichtig ist. Wir müssen einfach versuchen, konstant, fehlerfrei und mit kühlem Kopf durchzufahren. Mit dem Audi R8 haben wir ein GT3-Fahrzeug der neuesten Generation. Am Auto sollte der Erfolg nicht scheitern.“

Für Gustav Edelhoff ist dieses 24h-Rennen ein ganz Besonderes. Der 55-Jährige hat schon viele Langstreckenrennen und WM-Rallyes bestritten, bei denen in den Nächten durchgefahren wird. Aber nun ist er stolz, dass das PoLe Racing Team von seinem Sohn Max komplettiert wird und er somit das erste gemeinsame Rennen mit seinem Sohn bestreiten kann. „Durch die Erfahrungen, die Max im Formelsport gesammelt hat, ist er gut vorbereitet auf das GT 3 Fahrzeug. Er ist das späte und harte Bremsen gewohnt und kommt mit dem Audi gut zurecht.“

Max Edelhoff: "Dubai ist eine besondere Strecke"

Der 20-jährige Max Edelhoff kann es kaum erwarten: „Dubai war für mich schon immer eine besondere Strecke. Dieses Jahr kommt noch hinzu, dass ich erstmalig gemeinsam mit meinem Vater in einem Team fahre. Dieses Rennen als Eröffnung der neuen Saison und der neue Audi R8 LMS sind für mich die Highlights des Jahres.“ Wie schnell das Rennen am Persischen Golf beendet sein kann, erlebte Ingo Vogler im Vorjahr, als ein Teamkollege bereits in der dritten Stunde beim Überrunden in eine Kollision verwickelt, das Fahrzeug irreparabel beschädigt wurde. Vogler sagt: „Die richtige Mischung aus Geschwindigkeit und Vorsicht werden den Ausschlag geben.“

Nach fünf Porsche-Jahren und zwei Mercedes SLS-Einsätzen setzt race&event jetzt auch auf einen Audi R8. Am Steuer des Zehnzylinders greifen neben dem Wuppertaler Heinz Schmersal auch Pierre Ehret (Tegernsee), Peter Schmidt (Eltville) sowie die beiden Profis Markus Winkelhock (Berglen-Steinach) und Claudia Hürtgen (Aschheim) ins Lenkrad. „Dieses Jahr ist für mich ein ganz besonderes Rennen“, sagt Schmersal, der im März seinen 70. Geburtstag feiern wird. „Zum einen haben wir ein wunderschönes neues Auto und zum anderen mit Winkelhock und Hürtgen natürlich zwei exzellente Teamkollegen mit an Bord. Dieses Rennen, diese Strecke und das ganze Flair habe ich schon immer total genossen. Ich freue mich riesig.“

Mit Claudia Hürtgen startete Schmersal bereits bei seinem Debüt im Jahr 2009 gemeinsam am Persischen Golf. Nach Trainingssitzungen am Mittwoch und Donnerstag startet das 24h-Rennen am Freitag, 15. Januar, um 14 Uhr Ortszeit (MEZ: 11 Uhr). Ein Live-Stream auf der Veranstalterseite berichtet pausenlos, Motors TV (empfangbar in Deutschland nur über Kabelfernsehen) ist rund um die Uhr auf Sendung. Jörg Ufer

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