Vogler/Friedrichs verteidigen Titel

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Burkard Kaiser, Willi Friedrichs und Alexander Böhm feierten beim RCN-3-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring – wie schon im Vorjahr – den Gesamtsieg.

Kreisgebiet - Was für ein Triumph für den Lüdenscheider Burkard Kaiser und Willi Friedrichs aus Schalksmühle: Wie im Vorjahr feierte das Duo zusammen mit Alexander Böhm (Kelberg) beim RCN-3-Stunden-Rennen den Gesamtsieg.

Von Jörg Ufer

„Wir sind sehr glücklich, aber es war harte Arbeit“, sagte ein glücklicher Friedrichs. Mit 1:18,441 Minuten Vorsprung fiel der Vorsprung für das Trio mit dem Black Falcon-Porsche 911 GT3-Cup recht knapp aus.

Die Hocheifel präsentierte sich bei Sonnenschein und Temperaturen von 22 Grad perfekt für Mitte Oktober. Aber: Einige Streckenabschnitte blieben bis zum Rennende hin feucht. Deshalb sagte auch Friedrichs: „Von oben war das Wetter gut, von unten schwierig.“ Vor allem bei Startfahrer Kaiser waren viele im Schatten liegende Streckenabschnitte noch sehr nass. „Aber das ist mein Wetter, da fühle ich mich wohl. Uns war klar, dass die Strecke im Verlauf der drei Stunden immer mehr abtrocknen würde. Daher habe ich den Start übernommen. Ich fahre gerne bei Regen oder Mischwetter.“

Verpatzter Start

Der eigentliche Start ging dann allerdings leicht „in die Hose“. Von Startplatz vier aus kommend, verbremste sich Kaiser in der ersten Haarnadelkurve und rodelte einmal durchs Kiesbett. Das kostete nicht nur einige Positionen, sondern auch die unterste Lippe der Frontstoßstange. „Aber die anschließende Aufholjagd hat richtig Spaß gemacht. Mit 149 Startern war die Strecke recht voll und durch die vielen nassen Ecken sehr anspruchsvoll. Durch die fehlende Lippe fehlte mir leider viel Anpressdruck auf der Vorderachse, sonst wäre es noch schneller gegangen. Aber ich konnte als zweiter an Alex übergeben – und das war die Hauptsache.“

Alex Böhm, hauptberuflich Inhaber und Teamchef des Black Falcon-Teams, bestreitet nur ein Autorennen im Jahr: Genau dieses 3-Stunden-Rennen. Doch trotz der mangelnden Fahrpraxis kam Böhm gut zurecht und übergab für den Schlussstint an Friedrichs. Dieser musste den Sack dann nur noch zumachen, da der Haupt-Wettbewerber, der zweite Black Falcon-Cup-Porsche, in der Zwischenzeit im Karussell verunfallt war. „Der Ausfall unserer Teamkollegen hat uns sicherlich geholfen, aber ich durfte auch nicht trödeln“, sagte Friedrichs. „Der Audi TT-S machte schon mächtig Druck. Ich hatte alles im Griff und habe mich unheimlich gefreut, als die Zielflagge fiel.“

Führung vor Boxenstopp

Absolut zufrieden war auch Gerrit Holthaus. Der Lüdenscheider lenkte zusammen mit Stephan Epp aus Wuppertal den Renault Clio zum Sieg in der mit elf Autos stark besetzten Klasse der Specials bis 2000 ccm. „Das Ergebnis ist natürlich super, aber es war heute alles andere als leicht“, sagte der 30-Jährige. „In der ersten Runde hatte ich drei Quersteher und war froh, das Auto jedes Mal auf der Straße zu halten. Danach habe ich es etwas ruhiger angehen lassen. Im Verlauf der Distanz konnte ich mich Stück für Stück steigern und noch vor dem ersten Boxenstopp die Führung in der Klasse übernehmen.“

Im Ziel hatte das Duo 7:25 Minuten Vorsprung auf einen Ford Focus DTC. In der Opel Astra-Cup-Klasse fuhren Rolf Droste, Holger Spelsberg (beide Schalksmühle) und Dirk Kauke (Arnsberg) auf den fünften Rang von fünf Startern.

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