Motorradsport: FR-Challenge

Spitzenplätze und neue Pläne

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Timo Schlüter in einer Einheit mit seiner 1000-er Suzuki auf der Hatz nach schnellen Rundenzeiten: Der Bergstädter war mit dem Abschneiden bei der FR-Challenge sehr zufrieden.

Lüdenscheid - Die Saison in der FR-Challenge, der von der Firma FR-Performance angebotenen schnellsten Hobby-Serie für 1000er-Superbike-Motorräder in Deutschland, ist Geschichte: Der Lüdenscheider Suzuki-Pilot Timo Schlüter mit seinem Abschneiden sehr zufrieden.

Berufsbedingt konnte er nur sechs Rennen von insgesamt 13 fahren, bei dem Rest machte dem Bergstädter die Arbeit einen Strich durch die Rechnung. Topplatzierungen waren die Ränge zwei, drei und vier (zweimal), in der Gesamtwertung ist ein solcher Rang natürlich nur bei der Teilanhme an der kompletten Serie erreichbar. Insgesamt stehen in der FR-Challenge sieben Renntermine in Most (Tschechien), auf dem Lausitzring, in Brünn (ebenfalls Tschechien), auf dem Pannonia-Ring (Ungarn) sowie in der Motorsportarena Oschersleben auf dem Programm. „Unterm Strich war es für mich eine sehr erfolgreiche Saison“, betont Timo Schlüter, der damit sein drittes Jahr in der FR-Challenge bestritten hat und zuvor schon oft als Gaststarter bei Rennen der FR-Challenge dabei war. 

Auch in den Wintermonaten, wenn in Deutschland keine Rennen laufen, wird Timo Schlüter nicht untätig sein, vielmehr von November bis Februar jeweils einmal im Monat an Trainings in Spanien, zum Beispiel in Alicante oder in Andalusien teilnehmen. „Da sind ja das ganze Jahr über angenehme Temperaturen zum Fahren“, meint Schlüter. „Man trifft auf Motorrad-Sportler vieler Nationen, die dort hinreisen, weil ein Training aufgrund der Witterungsbedingungen in ihren Heimatländern nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen möglich ist.“ Natürlich steht Timo Schlüter, der sich trotz aller Erfolge als reiner Hobby-Rennfahrer sieht und mit 35 Jahren nach eigenen Angaben auch schon zu alt ist, um noch im Profi-Bereich mitmischen zu können, nicht, wie manch ein Profi-Fahrer, bei einem Rennstall unter Vertrag. 

Pokale, Spitzenplätze und voller Pläne für die kommende Motoradsaison: Timo Schlüter.

„Im großen und ganzen bin ich mein eigener Schrauber und mache alles selbst“, meint der Lüdenscheider. Unterstützt wird er dabei allerdings vom Hertrampf-Team, das auch die Suzuki-Fahrer bei der IDM betreut. Die IDM ist vergleichbar mit der DTM im Autorennsport. „Die Leute von Hertrampf warten unter anderem kostenlos mein Motorrad, was mir natürlich enorm weiterhilft“, erklärt Schlüter, der ein wenig enttäuscht und auch überrascht darüber ist, dass der Motorrad-Sport im Vergleich zum Autorennsport in Deutschland nach wie vor deutlich weniger populär ist. „Dabei ist dieser Sport viel spannender, denn es gibt zum Beispiel keine Stallregie“, meint Schlüter. Auch wenn der Motorradsport vielen Zuschauern sehr spektakulär erscheint, glaubt Timo Schlüter, dass er nicht gefährlicher ist als andere Sportarten wie Fußball oder Reiten. 

„Obwohl so ein Motorrad theoretisch bis zu 340 km/h schnell fahren kann, werden diese Geschwindigkeiten nirgends wirklich gefahren“, stellt Schlüter klar. „Darüber hinaus gibt es auf jeder Rennstrecke weitläufige Kiesbetten.“ Für die nächste Saison hat sich Timo Schlüter neben der erneuten Teilnahme an der FR-Challenge noch etwas anderes vorgenommen. „Ich möchte nächstes Jahr auch beim Suzuki-GSXR-Cup mitfahren, der im Vorprogramm der Profi-Serie IDM läuft“, erklärt der Lüdenscheider. „Der GSXR-Cup ist zumindest vom Reglement her anspruchsvoller als die FR-Challenge und fast schon wie eine Profi-Serie zu betrachten“, erklärt Schlüter. Sich neue Ziele zu setzen und Herausforderungen zu suchen, ist auch für „Hobbyfahrer“ Timo Schlüter stets wichtig, der für sich ein klares Fazit zieht: „Ein dritter Platz in einem anstrengenden Rennen ist für mich viel wertvoller als ein erster Platz bei einem Rennen, das ich mit links fahre.“

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