Motorrad: Werdohler fährt Nachwuchsrennen

Jung, schnell und zielstrebig

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„Mein Vorbild im Rennsport ist der neunmalige Weltmeister Valentino Rossi“, sagt Luca Alfredo Diolosa.

Er ist jung, erfolgreich, zielstrebig und schon verdammt schnell: Luca Alfredo Diolosa aus Werdohl strebt eine Karriere im Rennsport, genauer formuliert als Motorradrennfahrer an. Der 10-Jährige, der zu seinem fünften Geburtstag sein erstes Motorrad geschenkt bekam, hat in seiner noch so jungen Laufbahn schon manche Erfolge verbucht und brennt bereits auf die neue Saison.

Werdohl - „Mein Vorbild im Rennsport ist der neunmalige Weltmeister Valentino Rossi”, sagt Luca Alfredo Diolosa, der 2017 beim ADAC Hessen-Thüringen einen Sichtungslehrgang absolvierte, dort einen richtig guten Eindruck hinterließ und danach auch erste Sponsoren fand. „So begann mit der Saison 2018 meine Rennfahrerkarriere. Seitdem heißt es Vollgas, niemals aufgeben und immer mit Spaß auf die Strecke”, betont der Werdohler, der in wenigen Wochen elf Jahre jung wird und seine ersten Rennserien hinter sich hat.

Im sogenannten ADAC Pocket Bike Cup beendete der Werdohler die Saison 2018 als Fünfter der Gesamtwertung, wegen technischer Probleme an seiner Maschine musste er sich in der Saison 2019 dann mit Rang sieben in der Gesamtwertung zufrieden geben. Das Alter der Teilnehmer im ADAC Pocket Bike Cup liegt zwischen sechs und zehn Jahren und findet im Rahmen des ADAC Mini Bike Cups statt. Größtenteils wird in dieser Serie auf Kartbahnen in Deutschland gefahren. „Das Motorrad ist eine rund vier PS starke Miniaturausgabe einer großen Rennmaschine, die für die kleinen Nachwuchspiloten geradezu prädestiniert ist. Im ADAC Pocket Bike Cup sind nur GRC- und Blata-Zweitakter zugelassen. Die Motorräder wiegen circa 21 Kilogramm. Unter der Führung des ADAC steht der ADAC Pocket Bike Cup seinen größeren Geschwistern, den Aufstiegsklassen ADAC Mini Bike Cup und Northern Talent Cup, in nichts nach. Durch das klare Reglement und Einheitsreifen wird auf der Rennstrecke für alle Jungs und Mädchen Chancengleichheit garantiert. Der ADAC Pocket Bike Cup wird durch Seriensponsoren unterstützt, die es möglich machen, den Nachwuchs zu günstigen Konditionen mit dem Rennsport vertraut zu machen“, wird das Konzept auf der ADAC-Motorsport-Homepage beschrieben.

In der Saison 2020, die trotz der Pandemie unter Einhaltung von strengen Corona-Schutzregeln und ohne Zuschauer stattfinden konnte, wurde Luca Alfredo Diolosa im ADAC Pocket Bike Cup in der Blata-Klasse Vizemeister. In der Motorsport-Arena Oschersleben gewann der Werdohler wie auch in der Mülsener Motorsport-Arena beide Rennen, an anderen Rennstationen aber haderte er mit Fortuna. Wegen eines Frühstarts beim Rennen in Wittgenborn hatte Luca eine Zeitstrafe aufgebrummt bekommen und rutschte noch von Rang eins auf drei ab, in Bopfingen büßte er nach einem Sturz den ersten Platz ein und fuhr als Dritter über die Ziellinie. Das kostete wichtige Punkte, die in der Endabrechnung dann auf Fillin Lorenz fehlten. Trotzdem war der junge Werdohler mit italienischen Wurzeln mit der Vizemeisterschaft zufrieden.

2021 fängt für mich ein neues Kapitel an, ich werde in der Einsteigerklasse der ADAC Mini Bike fahren und auf eine Honda Nsf 100 umsteigen.

Luca Alfredo Diolosa

„2021 fängt für mich ein neues Kapitel an, ich werde in der Einsteigerklasse der ADAC Mini Bike fahren und auf eine Honda Nsf 100 umsteigen”, berichtet Luca, der in der neuen Klasse aber seine Startnummer ändern muss und statt mit der 46 zukünftig mit der Startnummer 64 fahren wird. Zehn Termine stehen für den ADAC Mini Bike Cup auf dem Programm für 2021: Auf einen zweitägigen Vorsaisontest in der Motorsport-Arena Oschersleben am 17./18. April folgen eintägige Events in Bopfingen, Faßberg, Templin, Mülsen, Schlüsselfeld, Wittgenborn und Cheb (Tschechien). Die finalen Rennen der Saison in Oschersleben und erneut in Schlüsselfeld schließen die Saison dann ab. „Alle Vorbereitungen laufen auf Hochtour, ich bin happy über das Erreichte und freue mich schon auf die neue Herausforderung“, erklärt Luca, der für die zeitintensive Rennserie volle Rückendeckung und Unterstützung seiner Familie bekommt. „Motorradsport ist ein sehr teurer Sport. Das Motorrad, die Ausrüstung wie Lederkombi, Helm, die Reisen und noch viel mehr gehen richtig ins Geld. Um gute Leistungen zeigen zu können, bin ich daher auf meine Familie und auch auf viele Menschen und Unternehmen angewiesen, die mich auf meinem Weg – auch finanziell – unterstützen“, lässt der seit 2019 für das ADAC-Team Hessen-Thüringen startende junge Rennfahrer wissen, dessen Papa Giuseppe sein Manager ist. Und der Manager und sein Schützling hoffen natürlich darauf, dass sich weitere Sponsoren, Förderer und Unterstützer finden lassen, um weiterhin richtig Gas geben zu können.

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