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Motocross: Starke Lokalmatadore bei der Hitzeschlacht am Hahnenberg

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Von: Thomas Machatzke

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Sprung beim Motocross am Hahnenberg
Justin Heimann (vorne) und Julius Riepegerste (hinten) lieferten sich in den schnellsten Rennen des Wochenendes am Hahnenberg packende Zweikämpfe. © Thomas Machatzke

Nach zwei Jahren Corona-Pause erlebte der Hahnenberg zwischen Halver und Radevormwald am Wochenende wieder zwei Tage lang Motocross nonstop: Der MX-Cup des ADAC Nordrhein machte mit rund 300 Fahrerinnen und Fahrern Station bei den MSF Kräwinklerbrücke.

Halver/Radevormwald – Die Gastgeber hatten die Strecke am Hahnenberg bestens präpariert für schnelle, spannende Rennen. Am Samstag allerdings litt die Veranstaltung ein wenig unter der großen Hitze, die am Ende wohl doch den einen oder anderen Motocross-Fan fernhielt. Am Sonntag dann stimmte auch der Zuschauerzuspruch.

Was zudem stimmte, waren die sportlichen Bilanzen der Lokalmatadoren: Der Lüdenscheider Julius Riepegerste fuhr am Samstag in den schnellsten Rennen des Tages – bei der MX2-Jugend – zweimal auf den zweiten Platz. Im zweiten Lauf führte Riepegerste das Feld sogar lange Zeit an. Am Ende wurde er aber doch noch von Justin Heimann (Much) abgefangen. Heimann war auch am Sonntag der große Dominator in den LK1-Rennen, die er beide gewann. Zwei Gesamtsiege, das war aller Ehren wert. Allerdings war auch Riepegerste am Sonntag richtig zufrieden: Nach Rang drei im ersten Lauf fuhr er im zweiten Lauf auf Rang zwei vor und wurde Gesamtzweiter – wie am Samstag. Und dies in einem extrem starken Feld der LK1. Ein gutes Heimrennen.

Ihr Comeback nach mehr als sechs Wochen Verletzungspause feierte am Samstag Janice Jarosch, und was für eines. „Das hat mal wieder richtig Spaß gemacht“, stellte die Schalksmühlerin fest, die auch ohne viel Trainingspraxis im ersten Lauf auf Rang zwei der Damenwertung fuhr. Im zweiten Lauf wurde es schwieriger – nach einem nicht so guten Start stand hier am Ende Rang fünf zu Buche und damit Platz vier in der Gesamtwertung der Damen. Das war ordentlich, auf weitere Starts am Sonntag verzichtete sie gleichwohl. Das Comeback hatte Kraft gekostet.

Starke Lokalmatadoren bei der Hitzeschlacht am Hahnenberg

Mit dem Rückenwind eines Sondertrainings in der Yamaha-Akademie fuhr der Kiersper Louis Leise als jüngster Starter aus dem märkischen Südkreis in der 85ccm-Klasse auf die Ränge fünf und sieben, wurde gegen die zumeist ältere Konkurrenz Gesamtsiebter – das durfte sich sehen lassen. Am nächsten Wochenende geht es auf Einladung von Yamaha noch einmal zu einer Sondertrainingssession. Leises Saison nimmt gerade richtig Fahrt auf.

Wie Julius Riepegerste absolvierte auch der Halveraner Lukas Wagner die Rennen an beiden Tagen. In der MX2-Jugendklasse am Samstag hielt Wagner auf seiner Trainingsstrecke gut mit und belegte die Ränge acht und sieben (Gesamtsiebter). Am Sonntag in der LK2-Klasse fuhr er die beiden Läufe im B-Finale und kam hier als Fünfter und Sechster ins Ziel.

Nur am Sonntag war Max Kirchoff aus Halver auf der Piste: In den LK2-Rennen bestätigte er seine starke Form der Vorwochen und landete zweimal auf Rang drei, was für Kirchoff auch drei in der Gesamtwertung bedeutete. Und dann war da mit Jan Riepegerste noch ein Veteran aus Lüdenscheid, der in der Hitze des Samstags an seine Grenzen ging und dafür nach dem fünften Platz im ersten Lauf und dem dritten Platz im zweiten Lauf mit Gesamtrang drei belohnt wurde.

Kurzum: Die Lokalmatadoren durften allesamt zufrieden aufs Rennwochenende auf ihrer Heimstrecke zurückschauen. Und der Veranstalter tat es auch. Nach zwei Jahren ohne Rennspektakel stand der Hahnenberg wieder für zwei Tage im Zentrum des Motocross-Interesses, und das war für die Aktiven und die Zuschauer auch sehr gut so.

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