Motocross

Motocross-Saisonstart: Riepegerste und Jarosch auf dem Siegertreppchen

Motocross im tiefenSand
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Ein halbes Heimspiel absolvierte Julius Riepegerste zum Saisonauftakt in Grevenbroich.

Julius Riepegerste, Louis Leise und Janice Jarosch starteten am Wochenende in Grevenbroich in die neue Motocross-Saison. Es war ein Auftakt mit guten Ergebnisse für das Trio der MSF Kräwinklerbrücke.

Kreisgebiet – Saisonauftakt im tiefen Sand: In Grevenbroich startete am Wochenende der MX-Cup des ADAC Nordrhein in die Saison 2021. Nachdem die ersten Rennen ausgefallen waren, waren die Starterfelder nun am Niederrhein prall gefüllt.

Ein halbes Heimspiel hatte der Lüdenscheider Julius Riepegerste, der seit geraumer Zeit neben einer Mitgliedschaft bei den MSF Kräwinklerbrücke am Hahnenberg vor den Toren Halvers auch eine Mitgliedschaft in Grevenbroich hat und dort häufig trainiert. Der Untergrund beim Start war gleichwohl nicht sein liebster.

Das Zeittraining für den MX2-Jugend-Cup stand für Riepegerste im Zeichen einer gewissen Nervosität nach der langen Vorbereitung. Nur Platz 17 im Feld, in dem einige starke Gastfahrer aus Holland dabei waren, stand zu Buche. Im ersten Lauf zeigte er indes eine starke Leistung und fuhr den siebten Platz heraus. Das Rennen hatte indes Kraft gekostet, sodass es im zweiten Lauf nach einem kräftezehrenden Zweikampf mit einem Konkurrenten in der ersten Rennhälfte am Ende nur zu Rang elf reichte. Rechnete man die Gaststarter heraus, so belegte Riepegerste Platz zwei und drei in den Rennen, liegt nach dem ersten Rennwochenende der Serie auf Rang drei.

Riepegerste und Jarosch auf dem Siegertreppchen

Am Sonntag startete der Lüdenscheider in den beiden LK2-Rennen. Temperaturen bis 27 Grad bedeuteten eine zusätzliche Herausforderung. Doch es lief ausgezeichnet für Riepegerste, der im Zeittraining auf Rang zwei fuhr und sich auch im Rennen gemeinsam mit Konrad Fuchs schnell vom Feld absetzte. Am Ende stand der zweite Rang im ersten Rennen. Riepegerste hatte Blut geleckt, wollte im zweiten Rennen attackieren und Fuchs bezwingen.

Es sollte ein Wechselbad der Gefühle werden: Aus dem Startgatter kam er ganz schlecht, wurde dann in einen Sturz verwickelt und fiel auf den letzten Platz zurück. Trotzig arbeitete er sich zurück, bis an Fuchs heran. Die beiden lagen auf Rang zwei und drei und lieferten sich einen tollen Zweikampf, an dessen Ende Riepegerste sein großes Ziel erreichte und Fuchs bezwang – um noch auf Rang eins zu klettern, fehlten in der letzten Runde nur ein paar Meter. Trotzdem war der 16-Jährige hochzufrieden, ließ auch in der Gesamtwertung der LK2 auf Rang zwei, nur einen Punkt hinter dem Führenden.

Auch Janice Jarosch aus Schalksmühle kehrte sehr zufrieden aus Grevenbroich zu rück: „Es war ein super komisches Gefühl, wieder ein richtigen Renntag zu erleben. Alle waren viel nervöser als sonst“, stellte sie fest, „man wusste nicht, wieviel die Gegner in den vergangenen fast zwei Jahren gelernt haben…“

Damen: Zwei Starterinnen aus dem Weltmeisterschaftsfeld

Jarosch startete nur am Samstag in der Damenklasse, qualifizierte sich als Resultat eines großen Trainings-Engagements im Vorfeld fürs A-Finale der Senioren, Veteranen und Damen. Im A-Finale waren sechs Damen dabei, Jarosch lag nach dem Training auf Rang fünf, die besten beiden Damen waren zwei Starterinnen aus dem Weltmeisterschaftsfeld.

Im ersten Lauf fuhr ihr bereits in der zweiten Kurve ein Konkurrent ins Vorderrad, so dass sie fortan an nur noch mit der Hinterradbremse operieren musste. So fuhr sie mit dosiertem Speed auf Rang fünf. Im zweiten Lauf war sie nach dem Start in einen Sturz verwickelt und hatte danach einen Riesenabstand zum restlichen Feld. Doch Jarosch startete eine tolle Aufholjagd und fuhr noch auf Rang drei vor. Auch in der Tageswertung wurde sie Dritte. Da die WM-Fahrerinnen die Rennen nur zu Trainingszwecken nutzten und auf einen Platz auf dem Siegerpodest verzichteten, durfte Jarosch sogar ganz oben stehen auf dem Treppchen. „Alles in allem war es also ein guter Tag für mich, aber natürlich ist auch da noch Luft nach oben“, stellte sie fest.

Premiere für Louis Leise in neuer Klasse

Last but not least feierte der Kiersper Louis Leise seine MX-Cup-Premiere in der 85-ccm-Klasse. Bisher war er noch in der 65-ccm-Klasse gefahren. Der junge Fahrer vom SAS Racing Team war als Elfjähriger einer der jüngsten Fahrer im Feld (zehn bis 16 Jahre) und hatte entsprechend einen leichten Stand, schlug sich aber ausgezeichnet und fuhr unter 36 Startern im ersten Lauf auf Rang 21, im zweiten Lauf sogar auf Platz 20. Im Qualifying war der auf dem Hartboden in Radevormwald heimische Youngster noch 27. gewesen. In einer Tabelle, bereinigt ohne Gastfahrer, stand am Ende Rang 14 als Lohn für einen leidenschaftlichen Kampf in der Wochenend-Wertung zu Buche.

Weiter geht es im MX-Cup nun am 26./27. Juni Itterbeck. Eigentlich hätte am Wochenende das Rennwochenende in Radevormwalde auf dem Plan gestanden. Bei den MSF Kräwinklerbrücke hatte man sich pandemiebedingt aber gegen eine Ausrichtung entschieden.

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