Motocross

Mit Vollgas durch den Dreck

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Mit viel Feingefühl und großer Geschwindigkeit manövriert der 13-jährige Julius Riepegerste seine Motocross-Maschine über die schlammigen Pisten im MX-Cup. 

Lüdenscheid - Bald ist es wieder soweit: Staub und Dreck fliegen durch die Luft, Motoren heulen auf. Adrenalin und hohes Tempo stehen auf der Tagesordnung beim Motocross. Und genau dort fühlt sich Julius Riepegerste zu Hause.

In Kürze startet der 13-Jährige in seine dritte Saison in der 85-ccm-Klasse im MX-Cup. Der Lüdenscheider hat große Ziele. Bereits in der letzten Saison gelang es Riepegerste, einen starken siebten Rang zu ergattern. Dieses Jahr will er sich auf jeden Fall unter die „Top 5“ fahren. 

Am 7. April ist es soweit. Dann startet die neue Saison. Auftakt ist in Lichtenvoorde in den Niederlanden. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Um im Wettbewerb bestehen zu können, haben der ambitionierte Bergstädter und sein Vater Jan, selbst erfahrener Motocross-Fahrer, beschlossen, in der kommenden Woche in ein Trainingslager in Norditalien aufzubrechen. 

„Die Trainingssituation war nicht optimal. Das schlechte Wetter und die Kälte haben es schwer gemacht, oft zu trainieren. Hinzu kommt, dass wir weite Strecken vor jedem Training überwinden mussten. In der Woche geht es vor allem darum, wieder in die Routine zu kommen“, sagt Jan Riepegerste. Die Bedingungen in Italien sind optimal. Trockene Strecken und angenehme Temperaturen. Also genau das Richtige, um sich wieder an die Belastung zu gewöhnen. 

Auch ein wichtiger Faktor ist, dass Julius in der kommenden Saison ein neues Motorrad fährt. Um seinem Wachstum entgegenzukommen, steigt er von seiner Kawasaki um auf ein Modell der Marke Husqvarna um. Wenn alles läuft wie geplant, sollte der Lüdenscheider durchaus Chancen haben, sein ambitioniertes Ziel zu erreichen. In der Altersklasse der Zwölf- bis 15-Jährigen im MX-Cup, dem stärksten Wettbewerb seiner Art deutschlandweit, tritt Julius gegen rund 20 Kontrahenten in elf Rennen an. Noch ein weiteres Ziel steht auf der Liste des 13-Jährigen. Er will erste Erfahrungen in der Deutschen Meisterschaft sammeln. 

Julius Riepegerste freut sich auf die Aufgaben in dieser Saison.

„Wer in seiner Klasse unter den „Top 5“ mitfährt, der kann sich auch Hoffnungen machen, auf einer höheren Ebene etwas zu erreichen“, zeigt sich Jan Riepegerste zuversichtlich. Sie wollen einmal sehen, wie sich der Youngster gegen die deutsche Spitze anstellt. Der Hauptfokus liege aber trotzdem auf dem MX-Cup. Seit fünf Jahren fährt Julius Riepegerste nun Motocross, seit zwei Jahren in seiner Klasse. Von Jahr zu Jahr wurden die Ergebnisse besser. 2017 reichte es schon für einen starken siebten Rang. 

Die Formkurve zeigt nach oben. In der kommenden Saison geht es darum, auf diesen Leistungen aufzubauen. „Julius ist ehrgeiziger als je zuvor. Sollte nichts dazwischen kommen, kann er sich noch steigern,“ sieht sein Vater seine Chancen. Er habe sich von Anfang an auf der Maschine wohlgefühlt und sich talentiert gezeigt. Die Erwartungshaltung beim jungen Lüdenscheider in der kommenden Saison ist hoch. Torben Niecke

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