Für Tornado geht’s in Pattensen um den „Nordtitel“

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Marcel Meier (rechts) und die MSF Tornado Kierspe wollen sich am Sonntag in Pattensen den „Nordmeistertitel“ sichern.

KIERSPE - Spannender hätten die Planer der Motoball-Bundesliga das „Finale“ der Gruppe Nord nicht ansetzen können: Denn ausgerechnet im letzten Spiel vor den Play-Offs kommt es für Spitzenreiter MSF Tornado Kierspe zum Gipfeltreffen beim MSC Pattensen, in dessen Sonnengeld Arena an der Rudolf-Harbig-Straße am Sonntag (15 Uhr) vermutlich die Entscheidung um den „Nordmeistertitel“ fallen wird.

Den Kierspern reicht im Gastspiel bei den mit neun Punkten und zwei Spielen im Rückstand befindlichen Niedersachsen ein Punkt zum ersten Titelgewinn seit 1991. Die Gastgeber hingegen müssen unbedingt gewinnen und zudem in den beiden ausstehenden Spielen in Jarmen und Halle sechs Punkte und 14 Tore aufholen. Beste Voraussetzungen also für das Team von Daniel Sachs, die Nordliga als Erster abzuschließen. Dies gelang als bisher letztem Kiersper Club dem MBC, der sich in den Jahren 2009 und 2010 den „Nordtitel“ sicherte.

Tornado-Trainer Daniel Sachs selbst legt allerdings keinen gesteigerten Wert auf den Platz an der Sonne. Er blickt schon seit Wochen über das Ligafinale hinaus und beschäftigt sich viel lieber mit den anstehenden Vergleichen mit den Teams aus dem Süden. „Mir geht es in erster Linie um die bestmögliche Ausgangslage für die Play-Offs“, sagt der 30-Jährige, der mit seinem Team im Viertelfinale auf den derzeitigen Süd-Vierten Comet Durmersheim oder -Dritten Taifun Mörsch treffen wird, die sich ebenfalls noch am kommenden Wochenende gegenüberstehen werden.

Für die Partie in Pattensen fühlt sich der MSF-Trainer bestens vorbereitet. Personell sind keine unerwarteten Ausfälle in Sicht und mit Blick auf die Qualität seines Kaders ist Sachs überzeugt, auch bei den heimstarken Niedersachsen bestehen zu können. Allerdings gilt der MSC Pattensen gerade auf seinem Hartplatz als eine Macht, was zuletzt auch der MBC Kierspe beim 18:0 leidvoll feststellen musste.

MBC will gegen Halle Play-Off-Chance wahren

Während die Tornados auswärts um den „Nordtitel“ spielen, erwartet der MBC Kierspe am Sonntag den 1. MBC 70/90 Halle zu seinem letzten Ligaheimspiel, dem es ebenfalls nicht an Brisanz mangelt. Denn sowohl die Volmestädter als auch die Sachsen-Anhalter haben noch Ambitionen auf den letzten Play-Off-Platz, den derzeit jedoch der 1. MSC Seelze besetzt. Von daher können die Zuschauer am Sonntag ab 15 Uhr im Motodrom In der Helle mit einem von beiden Seiten offensiv geführten Spiel rechnen, bei dem das Team von Peter Haugk noch einmal die Nase vorn haben möchte. „Wir möchten uns auf alle Fälle mit einem Sieg alle Möglichkeiten offen halten, um dann noch mit einem sportlichen Anreiz nach Malchin zu fahren“, erklärt der MBC-Vorsitzende Michael Joest, der den vierten Platz noch nicht abgeschrieben hat – zumal es im Fall der Fälle zu einem sportlichen Wiedersehen mit Andre Retich käme, der mit dem MSC Ubstadt-Weiher bereits als Südmeister feststeht und seinem Heimatverein beide Daumen drückt.

Erschwert wird die Aufgabe für den MBC jedoch durch die anhaltende Personalmisere, die Trainer Peter Haugk erneut keine Wechselmöglichkeiten lässt. Sowohl Uwe Oestreicher im Tor als auch die Feldspieler Simon Konopka, Michael Joest, Sebstiano La Pillo und Kapitän Andreas Mürmann müssen am Sonntag abermals über die volle Distanz spielen.

Entsprechend ist Haugk an einer frühen Führung interessiert, welche die Gäste aktiv werden lassen müsste. „Wir müssen mit unseren Kräften haushalten und uns für die Schlussphase Reserven bereit halten“, lautet seine besonnene Devise, die zu einem erfolgreichen Ligaabschluss führen soll.

Marcus Kleinhofer

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