Nationalmannschaften geben sich die Klinke in die Hand

Die Kiersper Tornados (rote Trikots) messen sich am Donnerstagabend im Motodrom In der Helle mit der weißrussischen Nationalmannschaft. Foto: Kleinhofer

KIERSPE -   Bei den MSF Tornado Kierspe geben sich dieser Tage die Motoball-EM-Teilnehmer die Klinke in die Hand. Keine 14 Tage nach dem jüngsten Test der deutschen Nationalmannschaft fährt am Donnerstag mit dem EM-Team aus Weißrussland der nächste Europameisterschafts-Mitbewerber im Motodrom In der Helle auf. Um 18 Uhr bestreiten die Osteuropäer ein Vorbereitungsspiel auf die am 8. Juli beginnende Europameisterschaft in Frankreich.

Dass es erneut zu einem Vergleich mit einer Nationalmannschaft kommt, resultiert aus einer spontanen Idee der Gäste, die auf ihrem knapp 2500 km langen Weg nach Neuville de Poitou bei alten Bekannten im Sauerland Rast machen wollten. Die Freundschaft zwischen den Tornados und der weißrussischen Auswahl besteht nun schon seit Anfang der 90er Jahre. Unter der Leitung von Franz Vonnahme machten sich die Tornados seinerzeit erstmals auf den beschwerlichen Weg in das ehemalige Ostblockland, in dem sie sich fortan in regelmäßigen Abständen immer wieder sehen ließen. In den Jahren seither bedankten sich die Osteuropäer mit Gegenbesuchen, aus denen sich gute Beziehungen und auch Freundschaften entwickelten.

Von daher ist es naheliegend, dass die Weißrussen heute abermals bei den mit ihnen befreundeten Tornados einkehren. Dass der rund 40 Zentimeter große Ball dabei nicht gänzlich ruhen kann, ist logisch. Der für Donnerstag um 18 Uhr angesetzte Test dient den Gästen als ein willkommener und ernstzunehmender Formcheck, bei dem die Kiersper sich aber nicht mit der Rolle des Sparringspartners abfinden möchten. Auch wenn die Gäste aus Weißrussland mit erprobten Auswahlspielern auffahren, möchte sich Daniel Sachs mit seinem besten Team und vollem Einsatz stellen.

Schließlich bietet die außergewöhnliche Paarung nach dem klaren 18:2 gegen Halle eine gute Chance gegen einen hochkarätigen Gegner zu spielen, was im Hinblick auf die ab September anstehenden Play-off-Vergleiche mit den Teams des Südens eine ideale Trainingsmöglichkeit bietet.

Die Eintrittsgelder – sechs Euro für Erwachsene sowie ermäßigt vier Euro und zwei Euro für Mitglieder – gehen zugunsten der weißrussischen Freunde, für die die EM-Teilnahme nicht nur eine sportliche und logistische Herausforderung darstellt, sondern auch einen nicht minder großen finanziellen Kraftakt, weshalb die Tornados der Anfrage ihrer langjährigen Freunde selbstverständlich nachkamen.

Marcus Kleinhofer

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