Basketball

„Most Improved Player“: Auszeichnung für den Schalksmühler Haris Hujic

Zwei Basketballer im Zweikampf
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Immer ein besonderes Duell: Haris Hujic beim Zug zum Korb gegen Joel Aminu von Phoenix Hagen. Der Heedfelder Hujic hat in der Jugend das Phoenix-Trikot getragen und dort auf sich aufmerksam gemacht.

Der Schalksmühler Zweitliga-Basketball Haris Hujic hat sich in den Urlaub nach Riga verabschiedet. Daheim erhält er eine Auszeichnung und muss mit Spekulationen über seine sportliche Zukunft leben.

Schalksmühle – Die Saison ist seit einer Woche und der Finalniederlage gegen Heidelberg zu Ende für die Zweitliga-Basketballer der Bayer Giants Leverkusen. Die Basketballpause, sie hat für den Heedfelder Haris Hujic mit einer zehntägigen Quarantäne begonnen – in Riga, wo Hujics Freundin studiert und er nun die ersten Frühsommerwochen verbringt.

„Zehn Tage Quarantäne nach der Einreise, aber Spazierengehen darf man“, sagt Hujic, „und ein Rückflug ist noch nicht gebucht – ich habe also noch Zeit! Auf jeden Fall werde ich jetzt erst einmal vier Wochen komplett ohne Basketball machen. Mit anderen Sportarten, um fit zu bleiben. Volleyball, Laufen, Krafttraining, vielleicht auch mal Yoga – was man in der Saison halt nicht so schafft.“

Nun ist es vielleicht eine gute Idee, in der 700 000-Einwohner-Hauptstadt Lettlands ein wenig Abstand zu einer Saison zu gewinnen, die bisher Hujics beste gewesen ist bei den Senioren.

„Most Improved Player“: Auszeichnung für Haris Hujic

Aber immer klappt das dann eben doch nicht. Am Wochenende zum Beispiel veröffentlichte das Internet-Portal eurobasket.com seine Awards für die Zweitliga-Spielzeit 20/21 – und kürte Haris Hujic in diesem Ranking zum „MIP“, also zum „Most Improved Player“. Kein anderer Spieler – das ist die Botschaft dieses Titels – habe sich in den vergangenen Monaten in der 2. Bundesliga ProA besser entwickelt als der Guard aus dem Sauerland, der bei den Giganten vom Rhein zum echten Führungsspieler gereift ist.

„Klar freut einen so eine Auszeichnung“, sagt Haris Hujic, „auch wenn es nicht die offiziellen Awards der Liga sind – die werden wohl noch veröffentlicht.“ Tatsächlich allerdings ist die Plattform eurobasket.com eine relevante und renommierte in Basketballkreisen. Trainer und Agenten tummeln sich hier – vor allem in diesen Wochen, in denen es darum geht, Transfers für die neue Saison zu tätigen.

Bayer widerspricht der Darstellung im Kölner Stadtanzeiger

Dass der Schalksmühler, der bei den Baskets Lüdenscheid groß geworden ist, nach seinen Leistungen beim überraschenden Zweitliga-Vizemeister zu den viel gehandelten Spielern auf dem Markt gehört, steht außer Frage. Der Kölner Stadtanzeiger hatte in seiner Wochenend-Ausgabe sogar schon vermeldet, dass mit Haris Hujic und Wyatt Lohaus zwei Spieler die Giants verlassen würden. Dem widersprach der Verein am Montag auf seiner Facebook-Seite.

„In der Tat hat Haris Hujic durch seine guten Saisonleistungen einige höherklassige Vereine auf sich aufmerksam gemacht“, heißt es da, „jedoch steht eine Entscheidung des Guards für die kommende Saison noch aus. Das Management der Giganten wird selbstverständlich alles dafür tun, dass Hujic auch in der kommenden Saison das Trikot des Rekordmeisters tragen wird.“

Es geht mir gar nicht so sehr um den Standort oder die Liga. Es geht mir darum, dass ich das Gefühl habe, dass ich so eine Rolle spielen kann wie zuletzt in Leverkusen, dass man mir dieses Vertrauen entgegenbringt...

Haris Hujic über seine Zukunftsplanungen

Und damit zurück nach Lettland. „Ich denke, dass meine Entscheidung Anfang Juli fallen wird. Ich werde mir Zeit lassen“, sagt Hujic und will nach dem emotionalen Saisonfinale erst einmal abschalten („Im ersten Moment waren wir enttäuscht, aber dann haben wir doch gefeiert nach dieser tollen Saison – und Heidelberg hat letztlich auch völlig verdient gewonnen...“). Nach dem Urlaub will der Schalksmühler dann in Hagen und vielleicht auch in Leverkusen mit den Basketballern, die vor Ort sind, ein wenig zurückkehren in den Trainingsmodus. Die eigentliche Vorbereitung bei seinem alten oder neuen Klub wird dann erst Anfang August beginnen. Hujic hat also alle Zeit der Welt – und wohl auch einige Optionen für die Zukunft.

Dankbarkeit gegenüber den Giants und Trainer Hansi Gnad

„Ich bin Leverkusen unheimlich dankbar für diese letzte Saison, für das Vertrauen, dass dort in mich gesetzt wurde“, sagt Hujic und schließt nicht aus, bei den Giants und Trainer Hansi Gnad, der von eurobasket.com zum „Coach des Jahres“ gewählt wurde, zu bleiben. Aber wenn das Gesamtpaket stimmt, dann könnte es eben auch anderswo weitergehen, vielleicht doch wieder in der 1. Bundesliga.

Hujic sagt noch nichts Konkretes, aber formuliert eben doch eine ziemliche genaue Wunschvorstellung. „Es geht mir gar nicht so sehr um den Standort oder die Liga“, erklärt er, „es geht mir darum, dass ich das Gefühl habe, dass ich so eine Rolle spielen kann wie zuletzt in Leverkusen, dass man mir dieses Vertrauen entgegenbringt.“ Gibt es kein Angebot, auf das dies zutrifft, dann könnte es am Ende womöglich doch wieder auf Leverkusen hinauslaufen. Alles ist möglich...

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