FSV Werdohl zeigt am Hemberg gute Leistung

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Gian-Marco De Luca, der hier den Ball gegen Iserlohns Innenverteidiger Marco Polo behauptet, markierte gestern zwei Treffer für die FSV Werdohl und bereitete ein Tor vor.

ISERLOHN - Die FSV Werdohl unterlag dem FC Iserlohn am Sonntag mit 3:4 (3:3) Treffern. Damit verkaufte sich die personell gebeutelte FSV Werdohl im Hemberg-Stadion außerordentlich achtbar, zumal der FC Iserlohn erst zwei Minuten vor dem Abpfiff den Siegtreffer erzielte.

Natürlich dominierte die Mannschaft von FC-Trainer Irfan Buz das Geschehen, und selbstverständlich war der Sieg der Waldstädter verdient. Dennoch: Mit nur zwei Auswechselspielern auf der Bank und einem sichtbaren Leistungsgefälle innerhalb des Teams arbeiteten die Werdohler nicht nur fleißig, sondern legten in der ersten Halbzeit auch erfolgreich Iserlohns Schwächen in der Defensive bloß. FSV-Mann des Tages war Gian-Marco De Luca, der zweimal selbst traf und den ersten Treffer von Redouane El Alami nach nur fünf Minuten vorbereitete.

Die frühe 1:0-Führung erfreute die Gäste aber keine 60 Sekunden. Dann nutzte Szymaniak nach Vertikalpass von Amaral den großen Abstand in der FSV-Viererkette und glich aus. „In der Organisation der Defensive können und müssen wir uns verbessern“, sagt Minker, der gegen den FC eine neue Viererketten-Besetzung ausprobierte. Beim 2:1 von Beilfuß (25.) passte die Abstimmung nicht, und bei Jegers Lupfer in den Strafraum, den Gehrmann zum 3:2 (32.) nutzte, war die FSV gedanklich nicht schnell genug. Dies war allerdings nicht allein ein FSV-Problem: Nur eine Minute nach dem 2:1 bediente Intravaia mit einem feinen Heber De Luca an der Strafraumgrenze, und der Neuzugang ließ sich diese Chance nicht nehmen. Kurz vor der Pause legte dann der agile Florian Neuke mustergültig quer, so dass De Luca am zweiten Pfosten zur Stelle war – 3:3 (42.).

Nach der Pause wurde die Überlegenheit der Gastgeber zwar immer größer, doch sie machten zu wenig aus ihrer Dominanz. Nach Langenbachs Fehler rettete Grete gegen Fisnik Zejnullahu (61.), und Nwekes Kopfballtreffer wurde zurecht wegen Foulspiels (72.) abgepfiffen. Dann traf Schattling den Ball nicht richtig (74.), ehe Lipki seinen ersten Kopfball (78.) neben das Tor setzte. Mit dem zweiten Versuch „nickte“ er aber zwei Minuten vor dem Ende zum 4:3-Sieg ein. Auch weil zuvor Bierkoch bei einem Eckball die Kugel (77.) nicht erwischt und Intravaia (84.) seinen 20-m-Schuss über den Kasten gesetzt hatte.

FC: Fischer – Hofmann (53. Kozlowski), Polo, Juchum, Kauermann (46. Demiray) – Amaral, Jeger (46. Lipki) – Szymaniak (46. Nweke), Zejnullahu (62. Deppe), Beilfuß (46. Yildirim) – Gehrmann (46. Schattling)

FSV: Grete – Neuke, Zejnullahu, Langenbach, Franz – El Alami, Klamann – Fischer (72. Sarris), Intravaia, Uzunoglu (66. Bierkoch) – De Luca

Schiedsrichter: Ernst (Schwerte)

Tore: 0:1 (5.) El Alami, 1:1 (6.) Szymaniak, 2:1 (25.) Beilfuß, 2:2 (26.) De Luca, 3:2 (32.) Gehrmann, 3:3 (40.) De Luca, 4:3 (88.) Lipki

von Stefan Herholz

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