Minker weiß: „Es muss schon viel passen!“

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Das Einschwören auf die bevorstehenden 90 Minuten funktionierte zuletzt in Erndtebrück sehr gut, als die FSV Werdohl beim verdienten 1:1-Remis punktete. Sonntag kommt mit der SG Finnentrop/Bamenohl gleich das nächste Top-Team zum Riesei.

WERDOHL - Während man die beiden Westfalenliga-Absteiger Erndtebrück II (16 Punkte) und Dröschede (13) allemal direkt wieder in der Spitzengruppe der Fußball-Landesliga 2 erwarten durfte, stehen die SG Finnentrop/Bamenohl (14) und der BSV Menden (12) dort eher überraschend. Die FSV Werdohl ist nach dem ersten Fünftel der Serie mit sieben Zählern als Elfter in der Außenseiterrolle, wenn es Sonntag ab 15.30 Uhr auf dem Riesei-Kunstrasen gegen Finnentrop/Bamenohl geht. Oder?

Legt man die Formkurven als Maßstab an, dann ist dem so: Für Werdohl war Rang sieben die beste Platzierung bisher, für Finnentrop die schlechteste. Denn die Gäste sind noch ohne jede Niederlage, während die FSV schon drei Mal leer ausging – gegen Siegen II (0:1), in Olpe (2:3) und gegen Meschede (0:2). „Finnentrop hat gegen Lennestadt und Dröschede gewonnen, in Siegen und Erlinghausen gepunktet, zuletzt dann wiederum in Meschede gewonnen. Die SG macht einen super Eindruck, kommt nach so einem Start mit einer unglaublichen Euphorie. Keiner hat denen so etwas zugetraut, die selbst haben das sicher nicht erwartet. Es wird sicher schwer, diesen Riegel zu knacken. Es muss schon viel passen, um die zu packen“, geht FSV-Trainer Carsten Minker ohne überzogene Erwartungen in die 90 Minuten.

Gleichwohl darf er sich auf diesen Vergleich freuen, weil seine Elf zuletzt bei Spitzenreiter Erndtebrück II üerbzeugt und verdient gepunktet hat (1:1). Das wiederum wird auch Gästecoach Matthias Kremer zur Kenntnis genommen haben und seine Mannschaft davor warnen, die FSV nur am Tabellenstand zu messen, zumal auch die Werdohler in Sachen Gegentore aktuell noch zur Spitze der Liga gehören und die SG in Meschede aus dem Spiel heraus offensiv eher blass blieb. Das Tor des Tages gelang Mike Schrage mit einem direkt verwandelten Freistoß.

Carsten Minker setzt auf die Einstellung von Erndtebrück. „Wenn wir dann in Führung gehen würden, wäre das natürlich sehr hilfreich, weil Finnentrop seine eher defensivere Spielweise aufgeben und etwas mehr tun müsste“, hofft der Übungsleiter, dass sein Team Räume nutzen und punkten kann. Der letzte Heimauftritt gegen Meschede war ja enttäuschend, insofern haben die FSV-Kicker noch etwas gutzumachen bei ihren treuen Zuschauern.

Im Vergleich zum gestrigen Kreispokal-Spiel beim C-Ligisten TV Wiblingwerde (‘ Bericht auf Lokalsport-Seite 1) gehören Florent Zejnullahu und Onur Benli wieder zum Kader. Grundsätzlich kann Minker ja morgen wieder nach dem Spiel der Bezirksliga-Reserve überlegen, wen er aus der Zweitvertretung noch mit auf die Bank nimmt. Unverändert nicht zur Verfügung stehen die verletzten Matthes Schröder und Ismail Uzunoglu sowie der rot-gesperrte Semir Tuz.

FSV: Grete, Felbick – Langenberg, Maus, Klamann, Zejnullahu, Neuke, Bierkoch, El Alami, Fischer, Benli, Franz, Intravaia, De Luca, Sander, Sarris

Von Lars Becker

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